E-Auto
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Elektromobilität Auto-Experte: E-Auto-Preise werden sinken

Noch sind E-Autos relativ teuer. Doch Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer ist überzeugt, dass die Preise für Elektrofahrzeuge nach 2021 deutlich sinken werden, und nennt Gründe für seine Prognose.

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Elektroautos werden in zwei Jahren wesentlich günstiger sein als heute. Das sagt Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer dem MDR-Magazin Umschau: "Ich gehe davon aus, dass nach dem Jahr 2021 die Preise sinken werden. Denn wenn die Autobauer dann ihre Elektroautos nicht verkaufen, müssen sie hohe Strafen bei der EU-Kommission zahlen."

Ferdinand Dudenhöffer, 216
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Dudenhöffer ist Leiter des Fachgebiets Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Ab 2020 dürfen Auto-Hersteller mit ihrer gesamten Fahrzeugflotte an Neuzulassungen nur noch maximal 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. So sehen es die verbindlichen Grenzwerte der Europäischen Union vor. Angesichts empfindlicher Strafzahlungen sei es für die Autobauer laut Autoexperte Dudenhöffer dann attraktiver, die E-Fahrzeuge mit niedrigem Gewinn oder gar mit Verlust zu verkaufen.

Für die vergleichsweise CO2-emissionsstarken Diesel-Fahrzeuge sieht Dudenhöffer deshalb auch keine Zukunft: "Der Diesel ist fast zum Auslaufmodell geworden. Die Autobauer haben keine Zeit mehr, um die CO2-Vorgaben zu erfüllen. Es bleibt derzeit ausschließlich das batterieelektrische Auto. Alles andere wäre ein großer unternehmerischer Fehler." Für Kunden lohne es sich derzeit, auf neue Modelle  zu warten, die im nächsten oder übernächsten Jahr auf die Straße kämen, so Dudenhöffer.

Staatliche Subventionen für Batteriezellenfabriken hält Autoexperte Dudenhöffer für einen "Irrweg": "Es ist das Verbrennen von Steuergeldern." Heute schon würde der Batterie-Markt von asiatischen Zulieferern abgedeckt. Hinzu käme eine nur geringe Wertschöpfung. "Viel interessanter ist es, in die Forschung zu gehen. Viel interessanter ist es, in die Materialien zu gehen", empfiehlt Dudenhöffer. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte angekündigt, den Aufbau deutscher Batteriezellenproduktionen mit staatlichen Mitteln fördern zu wollen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Umschau | 14. Mai 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 11:31 Uhr