Übernahme durch Oetker Aus Durstexpress wird Flaschenpost

Der Oetker-Konzern führt die beiden Getränke-Lieferdienste Flaschenpost und Durstexpress zusammen. Die Unternehmen teilten mit, aus Durstexpress werde Flaschenpost.

Getränkelieferer Flaschenpost
Durstexpress und Flaschenpost werben mit zügigen Gentränkelieferungen zur Supermarktpreisen. Bildrechte: imago images/teutopress

Der Oetker-Konzern führt die beiden Getränkelieferdienste Flaschenpost und Durstexpress künftig unter einem einheitlichen Namen. "Aus Durstexpress wird Flaschenpost", teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Die Logistik werde zukünftig auf den Prozessen von Flaschenpost basieren, hieß es weiter. Lagerstandorte würden teilweise zusammengeführt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen "nach Möglichkeit Beschäftigungsangebote in einem Nachbarlager unterbreitet werden".

Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" sollen mehrere Standorte geschlossen werden, hunderten Mitarbeitern solle gekündigt werden. Die Zeitung beruft sich auf die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). In Berlin, Leipzig und Bochum seien Mitarbeiter der Durstexpress-Standorte über ihre Kündigung informiert worden. Ihnen sei angeboten worden, sich neu bei Flaschenpost zu bewerben. "Die Mitarbeiter sind stinksauer. Der Umgang ist eine Frechheit", sagte Jörg Most, Geschäftsführer der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau, dem Blatt.

Bald Getränke und Pizza?

Die Oetker-Gruppe übernahm den größeren Lieferdienst Flaschenpost im vergangenen Jahr. Das soll den Konzern Medienberichten zufolge fast eine Milliarde Euro gekostet haben. In der Branche wird spekuliert, dass Oetker über Flaschenpost bald auch Pizzen oder andere Produkte aus seinem Angebot vertreiben könnte.

Für Kunden soll der Übergang nach Unternehmensangaben reibungslos funktionieren. Zunächst bleibe der Shop von Durstexpress noch bestehen. "Das gemeinsame Sortiment wird sich künftig aus den beliebtesten Artikeln beider Unternehmen zusammensetzen", erklärten die Firmen. Die Lieferungen könnten allerdings teuerer werden, denn bislang machten sich beiden Dienste Konkurrenz.

Zum Oetker-Konzern gehört unter anderem auch die Radeberger-Gruppe mit den sächsischen Biermarken Radeberger, Ur-Krostitzer und Freiberger. Durstexpress gehörte wiederum bislang zur Radeberger-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2019 setzte Oetker weltweit rund 7,4 Milliarden Euro um – den Hauptanteil mit Pizza.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Januar 2021 | 19:30 Uhr

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