Flugzeug Innenansicht
Bis Juli 2019 wurden bereits rund 142 Millionen Fluggäste auf den deutschen Flughäfen gezählt. Bildrechte: dpa

Statistik Zahl der Fluggäste in Deutschland auf Rekordhoch

Der Flughafenverband ADV gibt regelmäßig Zahlen über das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen heraus. Im Juli zeigt sich einmal mehr: Die Ferien kurbeln die Passagierzahlen an.

Flugzeug Innenansicht
Bis Juli 2019 wurden bereits rund 142 Millionen Fluggäste auf den deutschen Flughäfen gezählt. Bildrechte: dpa

Trotz Klimadebatte haben die deutschen Flughäfen einen neuen Passagierrekord verzeichnet. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf den Flughafenverband ADV berichtet, stieg die Zahl der Reisenden von Januar bis Juli auf rund 142 Millionen. Das seien 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Schwächelnde Konjunktur im Juli registriert

Das Handgepäck von Passagieren wird im Sicherheitsbereich vom Flughafen Tegel bei einer Gepäckkontrolle kontrolliert.
Gepäckkontrolle am Flughafen Berlin-Tegel Bildrechte: dpa

Im Reisemonat Juli habe das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch nur um ein Prozent zugelegt, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Gründe seien unter anderem die schwächer werdende Konjunktur und wachsende Unsicherheiten im Welthandel.

Besondere Zuwächse wurden dagegen nach Verbandszahlen im Januar verzeichnet. Hier war die Zahl der Flugreisenden um 5,1 Prozent gestiegen. Auch im Februar und April wurden deutlich mehr Fluggäste gezählt als im Vorjahr.

Monatliche Entwicklung des Passagierverkehrs Januar 2018 - Juli 2019
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Umweltbundesamt: Fliegen besonders schädlich

Ein Lufthansa-Airbus landet am Flughafen Frankfurt am Main
Ein Lufthansa-Airbus landet am Flughafen Frankfurt am Main. Bildrechte: dpa

Das Umweltbundesamt – Deutschlands zentrale Umweltbehörde –   hatte im April darauf hingewiesen, dass Fliegen die klimaschädlichste Art sei, sich fortzubewegen. Innerhalb Deutschlands oder auch Europas gebe es häufig umweltfreundlichere Alternativen mit Bahn oder Bus.

Vor der Europawahl im Mai 2018 war verstärkt über die europaweite Einführung einer Kerosinsteuer gesprochen worden, um das Fliegen weniger attraktiv zu machen. Die Steuerbefreiung für das Kerosin geht auf das Jahr 1944 zurück, als man sich international darauf einige, die Zivilluftfahrt zu fördern. Seit 2012 müssen sich Airlines CO2-Verschmutzungsrechte kaufen, um fliegen zu dürfen.

Prognose: Fluggastzahlen steigen weiter

Der Flughafenverband ADV schätzt, dass die Zahl der Flugreisenden in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf etwa 300 Millionen steigen werde. 2018 waren 244 Millionen Menschen geflogen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. August 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 12:33 Uhr

10 Kommentare

Lisa vor 3 Wochen

Dann suchen sie mal im Netz was Greta mit ihrer Schiffsfahrt in Wirklichkeit alles brauch?
Aber da gibt es immer noch welche die denken die ist mit dem Skipper allein auf weiter See und kommt dann allein in den USA an.

kennemich vor 3 Wochen

Ist da nicht eine kleine Verlogenheit drin?

Einmal für den Klimaschutz sein wollen und dann aber immer öffter und weiter mit dem Flugzeug fliegen?

Die SUVs nicht vergessen!

Mehliser vor 3 Wochen

Dem ist absolut zuzustimmen. Ich sehe täglich wieviele "Geschäftsleute" mit ihren Powerpointpräsentationen sinnlos durch die Gegend fliegen, nur weil es die Firma zahlt und sie etwas schneller sind als Bahn. Flüge sind zu billig und Bahn ist zu teuer. Bitte ändern!

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