Eine Erzieherin sitz mit Kindern am Tisch
21 Prozent - so groß ist die Gehaltsslücke zwischen Frauen und Männern. Bildrechte: Colourbox.de

Gender Pay Gap Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer

Eine Frau in Deutschland verdient durchschnittlich 17,09 Euro brutto, ein Mann dagegen 21,60 Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Besonders groß ist die Lücke in Süddeutschland, ergab eine Studie.

Eine Erzieherin sitz mit Kindern am Tisch
21 Prozent - so groß ist die Gehaltsslücke zwischen Frauen und Männern. Bildrechte: Colourbox.de

Die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern bleibt unverändert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Der Abstand sei damit genauso groß wie im Jahr 2017.

Deutliche Unterschiede gibt es den Angaben zufolge weiter zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen betrug die Gehaltslücke laut Bundesamt wie im Vorjahr 22 Prozent, im Osten betrug er - ebenfalls unverändert - nur sieben Prozent.

Mit Headset (Köpfhörer und Mikrofon) sitzt eine Mitarbeiterin vor einem Computermonitor in einem Callcenter.
Eine Mitarbeiterin eines Callcenters. Bildrechte: dpa

Die Hauptgründe dafür seien, dass Frauen häufiger als Männer in schlechter verdienenden Branchen arbeiten und teilzeit- oder geringfügig beschäftigt sind. Außerdem erreichten Frauen seltener Führungspositionen, hieß es. Jedoch verdienten Frauen auch in vergleichbaren Jobs und gleicher Qualifikation weniger als Männer.

Böckler-Stiftung: Abstand in Süddeutschland am größten

Den Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern belegt auch eine Studie der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach ist die Lücke in Süddeutschland besonders groß. Weibliche Arbeitnehmer verdienten in Baden-Württemberg durchschnittlich 22,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die wichtigsten weiteren Ergebnisse der Studie sind laut Böckler-Stiftung:

  • In sozialen Berufen, in denen Frauen deutlich überrepräsentiert sind, hinken die Löhne deutlich hinterher. 75 Prozent der Erzieher sind weiblich.

Demonstrantin mit Fahne "Equal Pay Day".
Am 18. März ist Equal Pay Day. Bildrechte: IMAGO

  • Dass die Gehaltslücke im Osten kleiner ausfällt, liege vor allem an der besseren Kinderbetreuung. Deshalb arbeiten mehr Ost-Frauen in Vollzeit.


  • Selbst wenn sie in vermeintlichen Männerberufen arbeiten, verdienten Frauen weniger. So erhielten Versicherungskauffrauen im Schnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Für die Studie zum Eqal Pay Day kommende Woche wertete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung die Angaben von rund 300.000 Beschäftigten aus. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. März 2019 | 09:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 13:19 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

40 Kommentare

16.03.2019 13:27 Lügendetektor 40

@Mentor(38):

Schön, dass Sie meine Argumente gegen den schöngerechneten GPG an sich komplett ignorieren. Sie haben auch den GPG in einzelnen Berufen ignoriert. Ist das auch eine "übliche statistische Streuung"? Ich habe verschiedene Argumente gebracht (die nicht immer in 1000 Zeichen passen - voll "aufgeregt"), während Sie sich hinter Ihrem vermeintlich bereinigten GPG verschanzen. So geht sachliche Diskussion für Sie? Klingt mir jedenfalls nicht nach ernsthafter Reflexion sondern nach dem Beharren auf ein Dogma.

Und ich habe auch nicht Ihr eines Argument als Beleidigung bezeichnet, sondern Ihr bisher noch nicht erklärtes Verhalten bzgl. des Nicknames und Ihre Beleidigungen an sich. Sehen Sie die denn nicht?

Naja, ich will jetzt auch nicht weiter einen auf Brexit machen. Tschüss. Einer Ihrer Nicks darf gern das letzte Wort haben.

16.03.2019 12:26 frank d 39

Eine Frage, nur mal so. Wer für das Geld arbeitet, ist ja die eine Sache, wer und für wen wird es denn ausgegeben. wenn ich mir eine beliebige Innenstadt oder die großen Konsumtempel ansehe dann richten sich doch rund 3/4 der Konsumangebote an Frauen! Das passt aber nicht ins Bild der benachteiligten. Schon klar. Noch ne Frage wenn als die Männer viel arbeiten und das Geld daheim dann mit ihren Familien teilen. Wo bleibt da eigentlich das Eingangsargument? Vorschlag an Grundschulen und Kindergärten werden solange keine Frauen mehr eingestellt bis Parität erreicht wurde. Dann Quoten für Männergeschäfte in den Einkaufszentren. Es müssen einfach viel mehr Quoten her und warum sollen eigentlich nicht alle das gleiche verdienen.
Mindestlohn für alle. Das schützt dann auch das Klima. Sapere aude

16.03.2019 11:40 Mentor an "Lügendetektor" 38

Hätte mich auch gewundert, wenn Sie die Contenance wahren und valide Argumente hätten vortragen können. Statt dessen diffamieren Sie Argumente Anderer als "Beleidigungen" und "Trollverhalten". Das ist alles andere als redlich. Fakt ist, der bereinigte GPG, den Sie als "schöngerechnet" diffamieren, liegt bei 4,5% - liegt also im Bereich üblicher statistischer Streuungen. Daran ändern Sie auch nichts, wenn Sie aufgeregt 4 mal hintereinander posten.

15.03.2019 22:54 Lügendetektor 37

@Mentor(32):
Da meine Beiträge scheinbar nicht freigegeben wurden, kurz und knapp.
1. Es gibt keine komplette Studie zu ALLEN Berufen. Daher selektiv bzw. möglichst repräsentativ. Und der Einfluss auf den GPG sollte auch für Sie evident sein.
2. Der schöngerechnete GPG blendet aus, dass Frauen an den "Futtertrögen" unterrepräsentiert sind. Ihr Bsp. Chefarzt: 12,5% der ChefärztInnen sind in Hessen weiblich (2017). Das fasst der "unbereinigte" GPG deutlich besser.
3. Ihr Trollverhalten (Beleidigungen und das Nutzen mehrerer Nicks im selben Strang) regt mich zu keiner weiteren Diskussion an.
Und tschüss!

15.03.2019 18:56 Bernd L. 36

Besonders groß sind die Unterschiede bei Müllfahrern und Hebammen.

15.03.2019 18:55 Lügendetektor 35

Zu Mentor(32):
3. Ich muss mir Ihre Beleidigungen und Ihr Trollverhalten mit verschiedenen Nicks jedenfalls nicht weiter antun und beende den Unfug hier von meiner Seite. Unter welchem Nick Sie schreiben tut tatsächlich erst mal nichts zur Sache. Können Sie von Artikel zu Artikel ändern. Aber in einem Diskussionsstrang unter mehreren Namen aufzutreten klingt mir nicht nach einem ernsthaften Bedürfnis nach einer sachlichen Diskussion, sondern eher nach bewusster Provokation. Ihre Beleidigungen runden dieses Bild ab.
Schönen Abend!

15.03.2019 18:46 Lügendetektor 34

Zu Mentor(32):
2. Ich habe schon an anderer Stelle angemerkt, dass der "bereinigte" bzw. schöngerechnete GPG ganz elegant das grundsätzliche Problem außer Acht lässt, dass Frauen an den "Futtertrögen" deutlich unterrepräsentiert sind. Natürlich kann man nicht die Putzfrau mit dem Chefarzt vergleichen, aber man kann ja grundsätzlich in Frage stellen, weshalb z.B. in Hessen nur 12,5% der ChefärztInnen weiblich sind (Stand 2017). Bei einem Frauenanteil von 70% im Medizinstudium. Da ist der "unbereinigte" GPG m.E. deutlich ehrlicher und bildet dieses gravierende Problem deutlich besser ab, als der schöngerechnete GPG.

15.03.2019 18:39 Lügendetektor 33

@Mentor(32):
Nur 3 Punkte, dann bin ich mit dem Quatsch hier durch.
1. In Beitrag 18 haben Sie den Gender Pay Gap ausschließlich durch Ausstattungsunterschiede ("Chefarzt vs. Halbtags-reinigungskraft") erklärt. Ich weiß, dass selbst die wohlwollendsten Statistiken den GPG nicht vollständig durch Ausstattungsunterschiede erklären können, ist für Sie "nicht relevant". Wo wir dann bei den Unterschieden in einzelnen Berufen wären. Natürlich sind die in einer Studie nicht komplett erfasst. Liefern Sie doch bitte eine Studie, die ALLE Berufe erfasst.

15.03.2019 16:58 Mentor an "Lügendetektor" 31 32

Lenken Sie nicht vom Thema ab. Unter welchem Nick ich schreibe, ändert nichts daran, daß 1. Sie Ihr Zitat zusammenhangs- und sinnlos verwenden, und 2. Sie es falsch interpretieren. Also bleiben Sie bitte beim Thema. Das Ablenken hilft Ihnen nicht. Der bereinigte GPG beträgt bundesweit 4,5 %, Tendenz fallend, nach anderen Quellen 2-7 %. Ihr Zitat bezieht sich SELEKTIV auf Einzelfälle (Zitat: "mitunter") und auf den unbereinigten GPB. Bitte informieren Sie sich über die Bedeutung des Begriffes "mitunter" und über unbereinigten und bereinigten GPG und verbreiten Sie hier keine Falschbehauptungen. Danke. Im Übrigen ist Ihr Nick Realsatire.

15.03.2019 13:06 Lügendetektor 31

@Mentor, Müller, Schulze, Schmidt(29):

Nee, wenn Sie hier den Namen wechseln ist eine Diskussion ziemlich sinnlos. Klatschen Sie mit anderen Nicks auch über Ihre Beiträge, um Zustimmung anderer vorzugaukeln?

Aber um Ihre Seele zu beruhigen: Ihre Behauptung als "Müller"(18) "Die 21% sind jedoch unbereinigter GPG - also Chefarzt vs. Halbtags-reinigungskraft." ist eben nicht korrekt. Die von mir zitierte Studie des DIW zeigt ganz klare Gehaltsunterschiede innerhalb von einzelnen Berufen.