Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa rollt an einem Flugzeug der Fluggesellschaft Niki vorbei.
Niki hatte den Flugverkehr am 14. Dezember 2017 eingestellt. Bildrechte: dpa

Übernahme durch Vueling Hängepartie für Kunden von Niki geht weiter

Der österreichische Ferienflieger Niki ist zwar gerettet – Klarheit, wie es für die Niki-Kunden nach der Übernahme durch Vueling weitergeht, herrscht noch immer nicht bis ins letzte Detail. Und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa rollt an einem Flugzeug der Fluggesellschaft Niki vorbei.
Niki hatte den Flugverkehr am 14. Dezember 2017 eingestellt. Bildrechte: dpa

Nach dem Verkauf von Niki an Vueling geht die Hängepartie für die Niki-Kunden weiter. Wie ein Sprecher des Niki-Insolvenzverwalters Lucas Flöther MDR AKTUELL mitteilte, hat Vueling zum einen nicht das Unternehmen "Niki Luftfahrt GmbH" erworben, sondern die Vermögenswerte des Unternehmens, vor allem aber die Start- und Landerechte. Damit schulde nicht Vueling den Passagieren eine Beförderung, sondern unverändert Niki.

Weil sich Niki aber noch im vorläufigen Insolvenzverfahren befinde, fielen die Forderungen der Passagiere an Niki selbst unter Insolvenzforderungen, die diese beim Insolvenzverwalter von Niki anmelden müssten. Dies sei aber erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens möglich, vermutlich bereits im Januar 2018 - eher als ursprünglich erwartet.

Hunderttausende Tickets mit Insolvenz ungültig geworden

Niki hatte den Flugverkehr am 14. Dezember 2017 eingestellt. Hunderttausende ausgestellte und bezahlte Niki-Flug-Tickets verloren damit laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther ihre Gültigkeit.

Hoffnung für Buchungen nach dem 15. August 2017

Dennoch gibt es einen Lichtblick: Aus dem Insolvenzverfahren der Niki-Muttergesellschaft Air Berlin existiert ein Treuhandkonto, auf dem die Ansprüche der Tochtergesellschaft gesichert wurden. Dieses Geld soll nun verwendet werden, um voraussichtlich fast alle Kunden zu entschädigen. Demnach wird der Preis voraussichtlich voll erstattet, sofern die Tickets nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin Mitte August erworben wurden. Dies werde aufgrund der komplexen Materie einige Zeit dauern.

Was die Erstattung der Flugpreise für Buchungen nach dem 15.8.2017 angeht, werden zurzeit die noch offenen Rechts- und Ablauffragen geprüft.

Insolvenzverwaltung

Anschließend würden die Niki-Kunden dazu unter www.airberlin-inso.de informiert. "Bis dahin bitten wir um ein wenig Geduld." Wann Vueling den Flugbetrieb wieder aufnimmt, ist dem Sprecher zufolge offen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Dezember 2017 | 23:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Januar 2018, 12:50 Uhr

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1 Kommentar

01.01.2018 02:14 Jon Döring 1

Auf der Niki-Homepage wurde nach der Airberlin-Insolvenz allen Direktkunden beim Buchen ausdrücklich versprochen, dass eine vollumfängliche Erstattung ihrer Tickets garantiert sei, sofern der gebuchte Flug nicht durchgeführt wird.

Herr Flöther, bitte sorgen Sie dafür, dass dieses Versprechen nun zeitnah eingehalten wird!

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