Vor Beginn der Internationalen Tourismus-Börse
Die Tourismusmesse ITB in Berlin gilt als weltgrößtes Branchentreffen. Bildrechte: dpa

Tourismus Berlin lädt zur ITB-Reisemesse

Rund 10.000 Aussteller aus der Tourismus-Branche stellen auf der Reisemesse ITB in Berlin ihre Angebote vor, zunächst für ein Fachpublikum. Partnerland der weltgrößten Reisemesse ist dieses Mal Malaysia - eine Entscheidung, die für Kritik sorgt.

Vor Beginn der Internationalen Tourismus-Börse
Die Tourismusmesse ITB in Berlin gilt als weltgrößtes Branchentreffen. Bildrechte: dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eröffnet am Dienstagabend in Berlin die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Fünf Tage stehen bei der Reisemesse ITB am Funkturm millionenschwere Geschäftsabschlüsse im Mittelpunkt. Am Wochenende können dann auch private Besucher Ideen für ihre individuelle Urlaubsplanung sammeln.

Messe lockt mit neuen Ausstellern

Die Veranstalter sprechen von der weltweit größten Reisemesse. Etwa 10.000 Aussteller aus mehr als 180 Ländern haben sich angekündigt. Von Mittwoch bis Freitag ist die ITB zunächst für Fachbesucher geöffnet, am Sonnabend und Sonntag dann für alle. Es ist bereits die 53. Ausgabe der ITB. Im vergangenen Jahr kamen rund 170.000 Besucher.

Die Berliner Messegesellschaft will vor allem mit neuen Ausstellern Interessierte anlocken und setzt dabei insbesondere auf Anbieter aus asiatischen und arabischen Ländern. Unter anderem Dubai vergrößerte seine Präsenz.

Partnerland Malaysia sorgt für Kritik

Als Partnerland der ITB tritt in diesem Jahr Malaysia auf - eine Entscheidung, die im Vorfeld für Kritik sorgte. Das südostasiatische, islamische Land gilt als offen israelfeindlich. Erst Anfang des Jahres entzog das Internationale Paralympische Komitee dem Land die Schwimmweltmeisterschaft für dieses Jahr, weil die Staatsführung Sportlern aus Israel die Einreise verweigern wollte.

Malaysia zum ITB-Partnerland zu machen, komme vor diesem Hintergrund der "Hofierung eines antisemitischen und homophoben Regimes" gleich, sagte Grünen-Politiker Volker Beck der Tageszeitung "Berliner Morgenpost". Auch die Jüdische Gemeinde zu Berlin kritisierte die Entscheidung.

Die Messe Berlin erklärte dazu, die ITB sei "zunächst einmal eine Tourismus- und keine politische Veranstaltung". Die Entscheidung für Malaysia sei schon vor vier Jahren getroffen worden. Zudem werde in Fachveranstaltungen auch auf die Vorkommnisse im Partnerland eingegangen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 05. März 2019 | 10:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2019, 11:00 Uhr

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