Urabstimmung Flugbegleiter bei der Lufthansa stimmen Sparpaket zu

Die Lufthansa will massiv sparen, auch betriebsbedingte Kündigungen stehen im Raum. Die Flugbegleiter haben nun Ja zu einem Krisen-Tarifvertrag gesagt, um ihre Jobs zu erhalten. Noch sind aber nicht alle Details geklärt.

Fahnen mit dem Logo der Fluggesellschaft Lufthansa wehen auf dem Flughafen der Mainmetropole im Wind.
Die Flugbegleiter bei der Lufthansa nehmen Einbußen im Kauf, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Bildrechte: dpa

Flugbegleiter bei der Lufthansa, die in der Kabinengewerkschaft Ufo organisiert sind, haben mehrheitlich einem ausgehandelten Sparpaket zugestimmt. Wie Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies mitteilte, entschieden sich in einer Urabstimmung 88 Prozent für den sogenannten Krisen-Tarifvertrag.

Ufo zufolge kommen damit auf die Flugbegleiter Nullrunden zu, außerdem sollen Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung vorübergehend gesenkt werden. Dafür gebe es einen Beschäftigungsschutz bis Mitte 2024. Einzelheiten müssen aber noch ausgehandelt werden. Die Lufthansa hatte bereits im Juni erklärt, wenn die Vereinbarung akzeptiert werde, könnten betriebsbedingte Kündigungen für die 22.000 Kabinenmitarbeiter während der Corona-Krise vermieden werden.

Noch keine Einigung mit Piloten und Bodenpersonal

Die Lufthansa war wegen der Corona-Krise mit neun Milliarden Euro vom Staat gerettet worden. Die größte deutsche Fluggesellschaft sieht deswegen einen rechnerischen Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen. Rund die Hälfte davon soll in Deutschland abgebaut werden. Die Lufthansa will zudem ihre Flotte verkleinern.

Eine Einigung zwischen den Piloten und der Lufthansa steht noch aus. Beim Bodenpersonal sind die Verhandlungen abgebrochen worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. August 2020 | 11:00 Uhr