Zuschuss Bund schnürt Rettungspaket für Lufthansa

Noch im vorigen Jahr konnte die Airline einen Fahrgast-Rekord erzielen. Doch die Corona-Pandemie hat den Konzern in eine tiefe Krise gestürzt. Nun soll ein milliardenschweres Rettungspaket des Bundes Abhilfe schaffen.

Ein Absperrband mit dem Logo der Lufthansa hängt auf dem Flughafen Tegel in Berlin vor Schaltern der Fluggesellschaft
Das Logo der Lufthansa auf dem Flughafen Tegel in Berlin. Bildrechte: Steffi Loos/dapd

Der Bund und die Lufthansa haben sich auf ein Rettungspaket für die angeschlagene Airline in Höhe von neun Milliarden Euro geeinigt.

Wo der Bund bei der Airline das Sagen hat

Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Der Bund übernimmt im Gegenzug 20 Prozent der Anteile an der größten deutschen Fluggesellschaft und erhält zudem zwei Sitze im Aufsichtsrat. Die sollen laut Ministerium mit Experten besetzt werden.

Darüber hinaus erhält der Staat die Möglichkeit, im Notfall über eine Wandelanleihe eine Sperrminorität zu sichern. Damit könnte die Regierung beispielsweise eine feindliche Übernahme verhindern.

Limit für Managergehälter

Die Airline erhält die Mittel gegen Auflagen. So muss sie sich verplichten, Nachhaltigkeitsziele einzuhalten. Dazu gehören die Erneuerung der Flugzeugflotte, ebenso Obergrenzen für Manager- und Vorstandsvergütungen. Der Aufsichtsrat der Lufthansa muss dem Deal noch zustimmen, ebenso die EU-Kommission.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Mai 2020 | 20:20 Uhr