Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW AG, aufgenommen bei der Bilanz-Pressekonferenz des Automobilherstellers BMW.
Produktionsvorstand Oliver Zipse wird im August neuer BMW-Chef. Bildrechte: dpa

Automobilkonzern Oliver Zipse wird neuer BMW-Chef

Der bisherige BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse wird neuer Vorstandschef des deutschen Autokonzerns. Zipse löst den bisherigen BMW-Chef Harald Krüger ab, der Anfang Juli überraschend seinen Rückzug verkündet hatte.

Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW AG, aufgenommen bei der Bilanz-Pressekonferenz des Automobilherstellers BMW.
Produktionsvorstand Oliver Zipse wird im August neuer BMW-Chef. Bildrechte: dpa

Der BMW-Manager Oliver Zipse wird neuer Vorstandschef des Münchner Automobilkonzerns. Der Aufsichtsrat berief den bisherigen Produktionsvorstand am Donnerstag bei einer Sitzung im US-Werk Spartanburg in South Carolina zum Nachfolger von Harald Krüger. Dieser hatte Anfang Juli nach vier Jahren an der BMW-Spitze überraschend seinen Rückzug verkündet.

Ablösung Mitte August

Nach BMW-Angaben wird Zipse seinen Vorgänger Mitte August ablösen. Der 55-jährige gilt als ruhig, sachlich und durchsetzungsstark. Seine gesamte Laufbahn hat der Maschinenbau-Ingenieur bei BMW verbracht. Hier war er zeitweise auch Strategiechef.

Elektrofahrzeuge an einer Ladestation
Auch bei der Elektomobilität soll Zipse BMW wieder nach vorn bringen. Bildrechte: dpa

Zipse soll den BMW-Konzern, der seinen Vorsprung in der Elektromobilität zu verspielen droht, zurück in die Erfolgsspur bringen. Als Produktionsvorstand hat er den Münchner Autobauer durch ein weltweit ausgeklügeltes Netz von Produktionsstandorten weniger abhängig von Handelskonflikten und Konjunktur-Schwankungen gemacht.

In Heidelberg geboren

Zipse wurde 1964 in Heidelberg geboren, studierte in den USA Informatik und Mathematik und in Darmstadt Maschinenbau. 1991 fing er als Ingenieur bei BMW an. Nach Stationen in München und Südafrika leitete er bis 2008 das Mini-Werk im englischen Oxford. Später war er Chef der Technischen Planung, der Konzernplanung und der Produktstrategie. Im Mai 2015 rückte er in den Vorstand auf.

Krüger hielt BMW aus Dieselskandal raus

Schon damals kam Zipse als Nachfolger von Krüger, der vom Produktionsvorstand zum Vorstandschef aufstieg. Unter Krüger bewahrte sich BMW eine saubere Weste im Dieselskandal und schloss wichtige Partnerschaften bei Mobilitätsdiensten und beim autonomen Fahren. Kritiker warfen ihm aber vor, dass Mercedes BMW bei den Verkaufszahlen überholt hatte.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Juli 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 21:24 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

18.07.2019 23:15 bemw 2

Ich glaube man Herr Zipse vertrauen. Seine Qualifikationen sind jedenfals automobiltauglich!
Schlecht wird immer, wenn ein Jurist, oder ehemaliger Politiker (leider keine Ahnung von KfZ-Technik) solche Posten übernimmt.

18.07.2019 21:22 Auf der Sonnenseite des Lebens 1

Achtung, Satire!!!

mal sehen wie lange?

Kevin K. erst Parteivorsitzender der SPD ist,
dann kann Herr Zipse höchstens noch Betriebsdirektor werden ;-)