Das Logo des Herstellers Opel an der Firmenzentrale in Rüsselsheim
Weltweit muss Opel 96.000 Dieselautos der Schadstoffnorm 6 zurückrufen. Bildrechte: IMAGO

Kraftfahrt-Bundesamt Opel muss 96.000 Dieselautos zurückrufen

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen verpflichtenden Rückruf für weltweit fast 96.000 Opel-Dieselfahrzeuge mit der Schadstoffnorm Euro 6 angeordnet. In Deutschland sind insgesamt 32.000 Autos betroffen.

Das Logo des Herstellers Opel an der Firmenzentrale in Rüsselsheim
Weltweit muss Opel 96.000 Dieselautos der Schadstoffnorm 6 zurückrufen. Bildrechte: IMAGO

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat Opel zum Rückruf von rund 96.000 Dieselautos weltweit verpflichtet. Wie das KBA am Freitag mitteilte, geht es um Fahrzeuge der Typen Opel Insignia und Cascada 2,0 l (125kw) sowie Zafira 1,6l (88kw, 100kw), Zafira 2,0 l (96kw, 125kw) mit der Schadstoffnorm Euro 6. Bei den zwischen 2013 und 2016 gebauten Autos seien unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt worden. Dadurch könne es zu erhöhten Stickoxid-Emissionen kommen.

32.000 Fahrzeuge in Deutschland

Laut der in Flensburg ansässigen Bundesbehörde ist Opel verpflichtet, allein in Deutschland 32.000 Dieselfahrzeuge der genannten Modelle zurückzurufen. 23.000 von ihnen habe das Unternehmen bereits durch freiwillige Maßnahmen umgerüstet. Dem Hersteller sei nun aufgegeben worden, die "freigegebenen Verbesserungsmaßnahmen unverzüglich auf alle betroffenen Fahrzeuge auszudehnen", teilte das KBA weiter mit.

Opel bestätigt Bescheid

Der zum französischen PSA-Konzern gehörende deutsche Autobauer bestätigte den Eingang des Bescheids zur Rückrufpflicht für rund 96.000 Fahrzeuge. Auch Opel betonte, dass durch bereits umgesetzte freiwillige Leistungen in Deutschland nur noch 9.000 Wagen in die Werkstätten müssen. Ungeachtet dessen bestreitet der Autobauer weiterhin, illegale Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung eingebaut zu haben. Entsprechende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main laufen noch.

Strafanzeige wegen Betrugsverdacht

Der nun angeordnete Rückruf war erwartet worden, nachdem das Bundesverkehrsministerium, dem das KBA untersteht, bereits am Montag entsprechende Ankündigungen gemacht hatte. Das Ministerium hatte Opel vorgeworfen, die Beseitigung von Mängeln immer wieder verschleppt zu haben. Am Montag rückten Ermittler zu Razzien an den Opel-Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern an. Dem war eine Strafanzeige des KBA wegen Betrugsverdachts vorausgegangen.

MDR AKTUELL RADIO

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2018, 20:25 Uhr

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2 Kommentare

20.10.2018 08:02 frank d 2

So so also alle deutschen Hersteller ?
Haben alle anderen Hersteller die Normen eingehalten?
Aber bald hat die Wilde Hetzjagd der Medienschaffenden ein Ende,
Dann ertönt das Halali der Klimakirche und zur Belohnung fliegen alle nach Thailand in den Urlaub um das Konzept der Rikschas für Berlin zu lizensieren.
Autos werden dann hier nicht mehr gebaut.
Das wird alle Journalisten sicher stolz machen dieser Riesenerfolg
Und all die gut bezahlten Arbeitsplätze die dann wegfallen, da wird das Klima nochmal geschützt weil die neuarbeitslosen dann sparen müssen.
Aber ich möchte hier den Blick auf ein ähnliches Thema lenken.
Die informationelle Umweltverschmutzung durch die Haushaltsabgabe.
Wenn diese abgeschafft wird, ist das ein aktiver Beitrag zur Bekämpfung der Armut im Land da einerseits die Bürger mehr Geld haben und andererseits würden den Sternchen aus showbizz und Fußball ihre Apanagen nicht mehr von armen bezahlt was diese Moralapostel sicher schon lange belastet hat

19.10.2018 21:50 NRW-18 1

Laut planefinder.net sind in diesen Minuten nahezu 12.500 Flugzeuge weltweit am Himmel und laut marinetraffic.com sind 172.000 Schiffe sichtbar. Selbst wenn nur die Hälfte dieser Schiffe derzeit unterwegs ist, so ist der Rückruf von 96000 Autos, die in den meisten Fällen zwischen 0,5 und 2h pro Tag betrieben werden eine Lachnummer.