Ein Flugzeug von Ryanair landet.
Fliegt nach Ende des Streiks wieder: Ein Flugzeug der Airline Ryanair. Bildrechte: dpa

Tarifkonflikt Ryanair-Piloten beenden 24-Stunden-Streik

Die Piloten des Billigfliegers Ryanair haben ihren 24-Stunden-Streik beendet. Doch die Fronten bleiben verhärtet. Gewerkschaften und Airline beschuldigen sich gegenseitig, die Verhandlungen zu blockieren.

Ein Flugzeug von Ryanair landet.
Fliegt nach Ende des Streiks wieder: Ein Flugzeug der Airline Ryanair. Bildrechte: dpa

Exakt bis 2:59 Uhr am Samstagmorgen dauerte der Streik der Ryanair-Piloten in Deutschland, Belgien, Schweden, Irland und den Niederlanden. Dann hatte der fast 24-stündige Arbeitskampf ein Ende. Die Bilanz: Es war der größte Streik in der Geschichte der Billig-Airline.

Europaweit waren rund 55.000 Passagiere von dem Ausstand betroffen. 400 Flüge mussten gestrichen werden, 250 davon allein in Deutschland. Ob auch nach Ende des Streiks noch mit Verspätungen zu rechnen ist, war zunächst nicht bekannt.

Tarifkonflikt bleibt ungelöst

Die Fronten zwischen Ryanair und den Gewerkschaften in den jeweiligen Ländern bleiben weiter verhärtet. Beide Seiten beschuldigen sich, die seit rund sechs Monaten laufenden Verhandlungen zu blockieren. In einer Mitteilung entschuldigte sich das Unternehmen bei den Kunden, die "von dieser unnötigen Störung betroffen" waren. Die Gewerkschaften seien nun aufgerufen, die Verhandlungen fortzusetzen, anstatt zu weiteren "ungerechtfertigten Streiks aufzurufen".

Cockpit berät über weiteres Vorgehen

Nach dem eintägigen Streik bei Ryanair berät die deutsche Pilotengewerkschaft Cockpit nun über das weitere Vorgehen in dem Tarifkonflikt. Ein Sprecher erklärte, man hoffe, dass die Fluggesellschaft das Signal verstanden habe und nun zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei.

Drohen weitere Streiks?

In Deutschland fordert die Vereinigung Cockpit vor allem Vergütungssteigerungen. Die Entlohnung müsse auf das Niveau der Mitbewerber angehoben werden, sagte Ingolf Schumacher von der Vereinigung Cockpit. Außerdem geht es der Gewerkschaft um bessere Arbeitsbedingungen.

Nach Ende des Streiks will die Gewerkschaft nun über das weitere Vorgehen beraten. Die Gewerkschaft hoffe, "dass Ryanair unser Signal verstanden hat und dann zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist". Dabei seien auch weitere Streiks nicht auszuschließen. Diese würden aber mindestens 24 Stunden vorher angekündigt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 10. August 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2018, 07:55 Uhr

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