Auf einem Standardbrief klebt eine 70 Cent Briefmarke.
Das Porto für den Standardbrief wird erhöht - sogar deutlicher als bislang gedacht. Bildrechte: dpa

Bundesnetzagentur bestätigt Porto-Diskussion Deutlich höheres Briefporto möglich

Bislang wurde mit einer Erhöhung des Briefportos im Frühjahr von 70 auf 80 Cent gerechnet. Doch nun wurde bekannt, dass die Bundesnetzagentur auch einen höheren Aufschlag prüft. Die Portoerhöhung könnte demnach etwas später kommen, aber deutlich heftiger ausfallen.

Auf einem Standardbrief klebt eine 70 Cent Briefmarke.
Das Porto für den Standardbrief wird erhöht - sogar deutlicher als bislang gedacht. Bildrechte: dpa

Das Briefporto in Deutschland könnte teurer werden als bislang gedacht. Die Bundesnetzagentur prüft dabei nach eigenen Angaben kurzfristige Änderungen im laufenden Verfahren.

Die Post begrüßte Überlegungen des Wirtschaftsministeriums für eine Anpassung der Verordnung. Zur Höhe der künftigen Briefpreise wollte ein Konzernsprecher keine Angaben machen.

Ministerium schließt 90 Cent aus

Die bisherigen Pläne sahen vor, dass die Post das Porto im April erhöht. Die Bundesnetzagentur hatte dem Konzern dafür ursprünglich einen Spielraum von 4,8 Prozent für Preiserhöhungen bei Briefen eingeräumt. Im Gespräch war eine Erhöhung von derzeit 70 auf 80 Cent. Die neuen Preise sollten dann bis Ende 2021 gelten.

Doch der Post-Konzern will offenbar mehr. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist das Bundeswirtschaftsministerium inzwischen auch bereit, der Post einen größeren Spielraum zu lassen.

Das Wirtschaftsministerium wies am Montag jedoch Medienberichte zurück, wonach das Porto für einen Standardbrief auf 90 Cent hochspringen könnte.

Wir gehen nicht davon aus, dass die Post in diesem Jahr für den Standardbrief ein Porto von 90 Cent erheben wird.

Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums

Die "FAZ" hatte berichtet, dass Branchenkenner eine Erhöhung des Briefportos im Sommer in Richtung 85 bis 90 Cent erwarten. Die Post hatte das Porto für den Standardbrief zuletzt 2016 von 62 auf 70 Cent erhöht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Februar 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 10:28 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

30 Kommentare

12.02.2019 19:43 NRW-18 30

@ 25 Sabrina
Sehe ich eine Gegenleistung bin auch bereit zu zahlen. Die ist aus meiner Sicht bei der Post gegeben. Seit deutschsprachige Mitarbeiter mit einem VW-Caddy Briefe und Pakete ausliefern, kommen die Sendungen auch wieder zuverlässig und trocken an.

So wie ich regelmäßige Lohnerhöhungen möchte, so möchten das auch andere und vermutlich auch Sie.
Auch die von meinem Arbeitgeber hergestellten Produkte werden teurer und bleiben nicht konstant und werden schon gar nicht billiger.
Das gesamte wirtschaftliche System hat ohne Zweifel Nachteile. Daher bin ich auf Ihre Vorschläge zur verbesserung gepannt.

12.02.2019 15:30 Fragender Rentner 29

@Peter zu 39

Ja so ist das in Wirklichkeit, Wissen ist Macht, nichts Wissen macht nichts.

12.02.2019 09:03 Sonja 28

@ 2 1 falsch, andere z. B. müssden auch bei Schnee und Regen arbeiten wie bereits geschrieben fahren die jetzt von Haus zu Haus mit dem Auto, es geht hier das jedes Jahr überall andere Preissteigerungen sind, kein Ende in Aussicht darum geht es.

12.02.2019 07:13 peter 27

Die Briefe oder Karten, die ich versende kann ich an einer Hand abzählen. Unwichtig!!!

12.02.2019 06:49 Carolus Nappus 26

Das ist eben ein recht ühsames Geschäft die Briefe erst überall einzusammeln, zu sortieren und dann auch wieder an der letzten Milchkanne zuzustellen. Solange die Post das muss, wird sie sich auch die Kosten dafür von der Aufsichtsbehörde genehmigen lassen.
Ich möchte mal annehmen, dass früher das Porto nicht annähernd die Kosten gedeckt hat. Nun ist die Frage, wie man solche Kosten umlegt. Die GEZ hat es einfach. Da muss einfach jeder zahlen. Bei der Post ist das anders. Wer keine Briefe schickt, muss sich auch nicht an Subventionen für irgendwen beteiligen, wo die Kosten nicht gedeckt sind. Also müssen es mal, ganz ungewöhnlich für Deutschland, jene bezahlen, die diese Dienstleistung nutzen. Dieses Prinzip sollte ruhig öfter angewandt werden.

12.02.2019 05:36 Sabrina 25

@ 11.02.2019 20:08 NRW-18 21
So kann doch jeder argumentieren.
- EEG - Eiskugel pro Monat
- Bahnpreise
- Kraftstoffsteuer
- Grundsteuer
- Ärztesteuer (Kassenbeiträge)
- Mehrwertsteuer
- Wasserpreise
- Gebühren für versiegelte Flächen
- Kindergarten-Kosten
- Lebensmittelpreise
- Anwaltsvergütungen
- Gerichtskosten
- Versicherungsprämien
- Kontoführungsgebühren
- CO2-Verpressung
- Atemsteuer
- GEZ-Haushaltsabgabe
Und am Ende sind es hunderte oder gar tausende TEuro im Jahr.

Ihre Argumentation ist strikt zurückzuweisen.

p.s.
Versicherungen sollte man sowieso kündigen. Man finanziert nur Schurken ein üppiges Gehalt.

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

12.02.2019 05:26 Sabrina 24

@ 11.02.2019 17:39 Frank 16

Die Fixkosten kann man senken.
Weniger Briefaufkommen
-> weniger
- Dividente
- Vorstandsvergütungen
- Mitarbeiter
- Verteilzentren
- Fuhrpark
- Kraftstoff

Man kann die Post aufteilen zwischen Briefen, die schnell zugestellt werden sollen und solchen, die eine Woche Zeit haben - automatisch sortiert anhand der aufgeklebten Briefmarke.
Da können sie größere Stapel Post sammeln und es wird billiger.

Verteil-Zentren können vollautomatisiert werden.

Unklar adressierte Briefe können automatisch an eine zentrale Adresse gesandt werden, wo diese dann von Menschen bearbeitet werden (Handschriften)
oder
automatisch an den Absender mit dem Stempel: "Zustelladresse konnte nicht ermittelt werden" samt Rücksprache-Tel.-Nr. zurück gehen.
.
Außerdem kann man Position von Absender und Anschrift sowie verwendete Schrift festlegen, um solche Handarbeiten zu verringern.

12.02.2019 05:05 Sabrina 23

@ 11.02.2019 13:18 Wolpertinger 14
Man kann natürlich die Frage aufwerfen, warum man für Postleitzahlen und Vorwahlen unterschiedliche Nummern verwendet.
Technische Gründe dafür gibt es nicht.

12.02.2019 04:59 Sabrina 22

Warum sollte die Post sich eigentlich Gedanken über moderne Technik und effizientere Abläufe machen, wenn sie zum Geldverdienen einfach nur das Porto erhöhen braucht?
.
Es gibt angesichts der technischen Entwicklung überhaupt keinen Grund zur Porto-Erhöhung.
.
Und mal deutlich:
Es ist nicht meine Aufgabe, den Postvorständlern ihre anmaßenden Gehaltsansprüche zu finanzieren.

11.02.2019 20:08 NRW-18 21

Wie viele Briefe verschickt der Durchschnittsbürger pro Jahr? Sind es 5 oder doch 10? Selbst bei 20 Briefen reden wir von einer Verteuerung von 4€ pro Jahr. Ausgehend von 0,55€ sind es dann 7€. Auch darüber rege ich mich nicht auf. Manche Dinge kann man als Pdf-Anhang verschicken, wodurch das Brief-Aufkommen reduziert wurde. Die Post wird im Gegensatz zu billigeren Mitbewerbern zuverlässig von Montag bis Samstag verteilt wird, ob bei 35°C, bei Regen und Sturm oder bei Schnee.
Nervig finde ich nur, dass es etwas umständlich ist, an die Marken zu kommen, da die Filiale früh schließt und der SB-Automat abgebaut wurde.