Bundesnetzagentur Zahl der Beschwerden über die Post gestiegen

Während des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie wurden deutlich mehr online bestellt und es wurde mehr Pakete ausgeliefert. Die Zahl der Beschwerden vor allem über die Paket-Dienstleister ist dabei gestiegen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Schon vor der Krise waren die Zahlen der Paket-Auslieferungen gestiegen, wie auch die der Beschwerden.

Ein Paketzusteller scannt ein Paket vor einem StreetScooter Work L der Deutschen Post DHL.
In der Corona-Krise hat die Zahl der Paket-Auslieferungen deutlich zugelegt und dabei auch die Zahl der Beschwerden. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Beschwerden über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber ist im ersten Halbjahr 2020 gestiegen. Nach Informationen der Deutschen-Presseagentur gingen bis Ende Juni bei der Bundesnetzagentur mehr als 10.000 schriftliche Beschwerden ein – rund 1.300 mehr als in derselben Zeit im Vorjahr.

Bereits in den Jahren zuvor hatte die Zahl solcher Beschwerden meist zugelegt. Dabei ist offen, ob daraus eine schlechtere Qualität der Dienste abgeleitet werden kann. Möglicherweise wird vielen Bürgern erst nach und nach bewusst, dass sie sich bei der Bundesnetzagentur als offizielle Regulierungsbehörde für die Post- und Paketbranche überhaupt beschweren können.

Häufigstes Thema: Pakete

DHL-Paketzustellung in der Vorweihnachtszeit in Freiburg.
Das Postunternehmen DHL ist nicht der einzige Paket-Dienstleister in Deutschland. Bildrechte: imago/Winfried Rothermel

Bei rund der Hälfte der aktuellen Beschwerden ging es dem Bericht zufolge um Probleme mit Paketen. Dabei klappte nach vorherigen Aussagen von Paket-Dienstleistern die Zustellung in Privathaushalten in der Hochzeit der Coronavirus-Pandemie besser, weil mehr Menschen zuhause waren. Es wurde allerdings auch sehr viel mehr online bestellt.

Weitere 35 Prozent der Beschwerden bezogen sich auf Briefe. Außerdem beschwerten sich Kunden über Filialen oder Briefkästen. Anders als im Paket-Bereich dürfte sich der größte Teil der Beschwerden über Briefzustellungen auf die Deutschen Post AG beziehen, da sie in diesem Bereich mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent fast ohne Konkurrenz ist.

Die Deutsche Post kann die Entwicklung nicht nachvollziehen. Man stelle vielmehr einen Rückgang von Beschwerden fest, sagte ein Sprecher dazu – "trotz der großen coronabedingten Herausforderungen, die teils zu berechtigten Beschwerdeanlässen geführt haben". Das könne daran liegen, dass sich die Zahl der Beschwerden auf die gesamte Branche bezögen. Im Verhältnis zu den Sendungen insgesamt sei sie gering, betonte der Sprecher. Auf eine Million komme gerade mal eine Beschwerde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Juli 2020 | 06:30 Uhr

7 Kommentare

THOMAS H vor 4 Wochen

Die Betonung liegt auf ".... wenn dies wege- und zeitmäßig zu realisieren ist.",
so daß dies sehr selten vorkommt und ich dann auch zu den Faulen gehöre, wobei ich meine Briefe nur durch die Deutsche Post AG befördern lasse.

THOMAS H vor 4 Wochen

Kelte vom Oechsenberg: Durch das genaue Lesen meiner Zeilen zu "Erichs Rache" hätten Sie erkannt, das ich "....SCHAFFEN MÜSSTE..." und "....WÄRE ICH OFT...." geschrieben habe.
Deshalb für Sie: ICH BRAUCHE KEINE BRIEFE NACH CHEMNITZ, DRESDEN ODER SONSTWO HINSCHAFFEN, DA ICH NUR DIE DEUTSCHE POST AG
ZUM TRANSPORT MEINER BRIEFE BEAUFTRAGE.
Das einzige was mich ärgert, ist die längere Transportzeit von Briefen (welche ich erhalte) durch die Konkurrenten der Deutschen Post AG (City-Post, RPV und
Post Modern), da dort Briefe bis zu 8 Tage unterwegs sind, bevor sie hier ankommen, was dazu führen kann, das z. B. mitgeteilte Fristen, durch die verspätete Zustellung, nicht eingehalten werden können, was dann zusätzlichen
Ärger einbringen kann.

Kelte vom Oechsenberg vor 4 Wochen

Ich habe zwar keine Ahnung wo und wie die Nörgler ihre Erfahrungen gemacht haben, aber ich habe seit Jahren gänzlich andere Erfahrungen gemacht. Egal ob DHL, DPD, UPS, MZZ oder ähnliches, meine Bestellungen kommen pünktlich und sogar ein freundliches Wort mit den Mitarbeitern ist möglich.
Übrigens: THOMAS H. wieso müssen Sie für die Briefe nach Chemnitz, Löbau oder Dresden fahren? Gibt es in ihrem Umfeld keinen Briefkasten? Ist die Infrastruktur in Sachsen derartig schlecht? In meinem Umfeld gibt es mindestens 7 Briefkästen plus jener der privaten Anbieter. Nur mal so als Frage. Wenn Sie angeblich Briefe bei den entsprechenden Empfängern persönlich abgeben, warum meckern sie über die Dienstleister, da sie deren Leistungen gar nicht in Anspruch nehmen? Anmerkung: Ihre Aussagen sind sehr widersprüchlich. Einerseits schreiben sie, daß sie ihre Briefe persönlich in Löbau, Chemnitz, Dresden etc. abgeben, anderseits loben sie die Zustellung durch die Deutsche Post.