Beamte durchsuchen die Räumlichkeiten eines Juweliers in Duisburg-Marxloh.
Auch die Räumlichkeiten eines Juweliers in Duisburg wurden durchsucht. Bildrechte: dpa

Fünf Bundesländer Razzien wegen illegaler Millionenüberweisungen

Mehr als 20 Verdächtige sollen illegale Finanzwege genutzt haben, um kriminell erworbenes Geld ins Ausland zu verschieben. Mit Razzien an verschiedenen Orten sind Polizei und Steuerfahndung nun gegen die Beschuldigten vorgegangen.

Beamte durchsuchen die Räumlichkeiten eines Juweliers in Duisburg-Marxloh.
Auch die Räumlichkeiten eines Juweliers in Duisburg wurden durchsucht. Bildrechte: dpa

Wegen illegaler Millionentranfers ins Ausland hat es in fünf Bundesländern Razzien gegeben. Wie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mitteilten, wurden mehr als 60 Wohnungen und Firmen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg sowie in den Niederlanden durchsucht.

Den Angaben zufolge werden 27 Verdächtige beschuldigt, im großen Stil Bargeld aus Deutschland ins Ausland geschafft zu haben und zwar über das sogenannte Hawala-Banksystem. Dabei wird Bargeld an einer Annahmestelle in Deutschland eingezahlt und in einem anderen Land wieder ausgezahlt.

Haftbefehle gegen sechs Beschuldigte

Laut LKA Nordrhein-Westfalen soll auf diesem Weg "mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro am legalen Bankensystem vorbei" transferiert worden sein. Gegen sechs der Beschuldigten lagen Haftbefehle vor.

Wie WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten, sollen die illegalen Überweisungen vor allem in die Türkei geflossen sein. Konkret gehe es um rund 200 Millionen Euro. Nach Informationen des Rechercheverbundes lag der Schwerpunkt der Razzien im Grooßraum Duisburg. Dort seien unter anderem Juweliere und Metallfirmen durchsucht worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. November 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. November 2019, 11:12 Uhr