Ausstieg aus Atomkraft und Kohle Drohende Stromlücke: Massive Investition in Photovoltaik gefordert

2022 geht in Deutschland das letzte Atomkraftwerk vom Netz. Bis 2038 ist der Ausstieg aus der Kohle geplant. Währenddessen steigt der Stromverbrauch auch durch E-Autos. Experten fordern deshalb einen massiven Ausbau von Photovoltaik.

Arbeiter gehen durch die Solaranlagen des Photovoltaik Kraftwerks in der chinesischen Provinz Shandong.
Solaranlagen des Photovoltaik-Kraftwerks in der chinesischen Provinz Shandong - Experten plädieren hierzulande für den massiven Ausbau der Photovoltaik. Bildrechte: dpa

Mit Blick auf eine mögliche Stromlücke nach dem Ausstieg aus der Atom- und der Kohleenergie haben Experten eine Verdreifachung der Photovoltaik-Leistung gefordert. Das geht nach Berichten des Redaktionsnetzwerks Deutschlands aus einer Studie des Forschungsinstituts EuPD Research hervor.

Studie macht Versorgungsengpass aus

Demnach entsteht ein Versorgungsengpass, wenn die letzten Atomkraftwerke wie gesetzlich beschlossen 2022 vom Netz gehen und Deutschland gleichzeitig bis 2038 aus der Kohle aussteigt. Diese Lücke kann dem Papier zufolge nur mit einer Verdreifachung der Photovoltaik-Leistung bis 2030 geschlossen werden.

Unter Verweis auf Berechnungen des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme (ISE) heißt es weiter, allein im ersten Halbjahr 2019 hätten Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle knapp 43 Prozent des Stroms in den öffentlichen Netzen geliefert. Der EuPD-Studie zufolge sinken die Kapazitäten der Atom- und Kohlekraftwerke von gut 50 Gigawatt im Jahr 2018 bis 2025 um mehr als die Hälfte. Zugleich steige der Strombedarf etwa durch immer mehr Elektrofahrzeuge.

Aufstockung auf 162 Gigawatt Solarstrom gefordert

Die EuPD-Experten plädierten daher für eine Aufstockung der Solar-Gesamtkapazität von 48 auf 162 Gigawatt. Solarstrom sei unter den Erneuerbaren die einzige Technologie, die "kurzfristig in größerer Menge" zugebaut werden könne. So gebe es in der Regel nicht die Hürden langjähriger Genehmigungsverfahren wie bei Windenergie. Der Bundesverband für Solarwirtschaft forderte vom Klimakabinett, dass kommende Woche tagt, entsprechende Beschlüsse.

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40 Kommentare

Strafrechts-Profit-eur vor 36 Wochen

Sie müssen sich schon mal die Mühe machen und das durchrechnen, wieviel Strom mit einer Talsperrenfüllung erzeugt werden kann. Dafür haben Sie ja schließlich Physikunterricht in der Schule gehabt. Es ist pro Talsperrenfüllung nicht allzu viel und wenn die Talsperre leer ist, dann können Sie nur noch in der Größenordnung des Zuflusses Wasser in Strom umwandeln.

Strafrechts-Profit-eur vor 36 Wochen

Die Durchschnittsrente liegt unter 900 Euro (Auszahlbetrag) im Monat.
Wenn Sie bitte darstellen würden, wie ein Rentner 16.000 Euro zusammensparen können soll?

Sie beweisen mit Ihren Zahlen, dass Sie zu den finanziell Bessergestellten gehören, denen es egal ist, dass sie mit ihren pseudo-ökologischen Experimenten einen großen Teil der Bevölkerung immer stärker vom Wohlstand ausschließen.

Hauptsache Sie können sich auf die Schultern klopfen. Die anderen können sehen wo sie bleiben.

Querdenker vor 36 Wochen

Die gewünschten Informationen finden Sie alle in meinem Beitrag und wenn Sie die Suchmaschine bemühen, um meinen Hinweise zu Internetseiten mit Infos zu folgen. Eine Solarkarosserie ist relativ preiswert im Verhältnis zum Nutzen und zu eine normalen Lackierung. Der familientaugliche Kompaktwagen Sion kostet neu etwa 16.000 Euro mit Solarkarosserie aber ohne Akku. Batterien für E-Autos sind recht teuer, aber hier nicht das Thema.

Elektroautos ohne Solarkarosserie sollten gar keine Förderung bekommen!

Eigentlich ist das ein weiterer Skandal in der Autobranche, dass jetzt diese indirekten Dreckschleudern gefördert werden sollen! Die neuen E-Autos gehen vor allem in Export und da in Länder mit schlechtem Strommix (siehe „bpb EU USA China: Energiemix“). Eine Solarkarosserie sollte für E-Autos eigentlich zwingend sein, wenn man beim Klimaschutz glaubwürdig sein möchte.