Die beiden Türme des Europäischen Gerichtshofs
Bayer darf nach einem Urteil des EuGH weiter eine von Monsanto gentechnisch veränderte Sojabohne verkaufen. Bildrechte: dpa

EuGH-Entscheidung Zulassung von Gen-Sojabohne rechtens

Die Bayer-Tochter Monsanto darf in der EU weiterhin genmanipulierte Sojabohnen verkaufen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Die Bohnensorte von Monsanto ist gegen Schädlinge resistent und auch widerstandsfähig gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat.

Die beiden Türme des Europäischen Gerichtshofs
Bayer darf nach einem Urteil des EuGH weiter eine von Monsanto gentechnisch veränderte Sojabohne verkaufen. Bildrechte: dpa

Gentechnisch veränderte Sojabohnen von Monsanto dürfen in der Europäischen Union weiterhin in Lebensmittel und Tierfutter verwendet werden. Der Europäische Gerichtshof wies in letzter Instanz eine Klage von drei Nichtregierungsorganisationen gegen die EU-Zulassung einer solchen Sorte zurück.

Die EU-Kommission hatte 2012 den Vertrieb von Lebens- und Futtermitteln mit dem entsprechenden Soja-Bohnen erlaubt. Vorausgegangen war eine Stellungnahme der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, nach der die Sorte ebenso sicher sei wie herkömmliche Sojabohnen.

Gesundheitliche Risiken

Erntemaschinen auf Sojafeld
Erntemaschinen auf einem Sojafeld Bildrechte: dpa

Die Organisationen wollten gerichtlich erstreiten, dass die EU-Kommission ihre Zulassung der manipulierten Soja-Sorte überprüfen muss. Sie wollten insbesondere die Feststellung überprüfen lassen, dass es keine wesentlichen Unterschiede zwischen genetisch veränderten Sojabohnen und herkömmlichen Bohnen gebe. Sie argumentierten, gesundheitliche Risiken seien vor der Zulassung nicht ausreichend geprüft worden.

2013 lehnte das Gericht der Europäischen Union dieses Ansinnen ab. Dagegen waren die NGOs nun in letzter Instanz vor den Europäischen Gerichtshof gezogen.

Deutschland führt gentechnisch veränderte Pflanzen ein

In Deutschland werden keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut, sie dürfen aber importiert werden. Derzeit sind 60 gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel zugelassen. Die betreffende Sojabohne widersteht sowohl Insekten- als auch Unkrautgiften wie Glyphosat. Die Sojabohne wird in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gepflanzt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. September 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2019, 13:52 Uhr

3 Kommentare

Keine Bereicherung mehr vor 1 Wochen

„Deutsche verlernen das Genießen, bei dem Fraß kann einem auch schlecht werden. Was sagen die Grünen dazu?
Hoffentlich wird der Mist auch gekennzeichnet, damit man es nicht kauft.

Leachim-21 vor 1 Wochen

dieser Artikel belegt doch nur was alle wissen, der Wille der Bevölkerung ist nicht wichtig die Bevölkerung der 27 Staaten lehnen Genmanipuliertes Soja ab und auch andere genmanipulierte Produkte ab und was tut die Kommission sowie die Gerichte genau das Gegenteil. wundert sich dann noch jemand wenn die Ränder immer mehr zu lauf bekommen. ich nicht.

kennemich vor 1 Wochen

Die Bohnensorte von Monsanto ist gegen Schädlinge resistent und auch widerstandsfähig gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat.

Na da ist ja alles klar für das Versprühen von dem so gesunden Glyphosat.

Da ist sie bestimmt auch gesund für die Menschen.

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