Zwischen Logos der Deutschen Bank und der Commerzbank steht ein Ehering
Welche Folgen hätte eine Fusion von Commerz- und Deutsche Bank für Kunden oder potentielle Kunden? Bildrechte: imago/sepp spiegl

Fragen und Antworten Verbraucherzentrale sieht mögliche Bankenfusion kritisch

Die Verbraucherzentrale sieht eine mögliche Fusion von Commerz- und Deutscher Bank hinsichtlich der Finanzstabilität kritisch. Potentielle Kunden sollten sich in ihren Entscheidungen dennoch nicht beeinflussen lassen. MDR AKTUELL sprach mit Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzmarkt im Geschäftsbereich Verbraucherpolitik bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Zwischen Logos der Deutschen Bank und der Commerzbank steht ein Ehering
Welche Folgen hätte eine Fusion von Commerz- und Deutsche Bank für Kunden oder potentielle Kunden? Bildrechte: imago/sepp spiegl

Wie schätzen Sie eine mögliche Fusion von Commerz- und Deutscher Bank allgemein ein?

Die Möglichkeit einer Fusion ist unter dem Blickwickel der Finanzstabilität kritisch zu bewerten. Je größer eine Bank, desto schwieriger kann es sein, eine solche im Falle von Solvenzproblemen nicht mit Steuergeldern unterstützen zu wollen. Hier sind Verbraucher dann mittelbar als Steuerzahler betroffen.

Sollten potenzielle Kunden den Schritt zu einer der beiden Banken wagen jetzt oder lieber erst einmal abwarten?

Den Abschluss eines Girokontos oder ähnliches sollten Verbraucher meines Erachtens unabhängig von der Diskussion über die Möglichkeit einer Fusion treffen. Sollten sich – was  eher unwahrscheinlich ist – durch die Fusion die Konditionen verschlechtern, können Girokonten wieder gewechselt werden.

Was könnte eine Fusion für die Kunden bedeuten?

Mit Blick auf die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 sind Verbraucher betroffen, die bei beiden Banken 100.000 Euro als Einlage geparkt haben. Die Verbraucher sollten sich darum kümmern, ihr Geld wieder auf zwei unterschiedliche Banken zu verteilen. Allerdings wird das nicht so eine große Gruppe treffen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. März 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 17:12 Uhr