Ein Mitarbeiter montiert ein VW Logo an die Front eines VW Tiguan.
VW erwirtschaftete 2018 trotz des Diesel-Skandals einen Milliardengewinn. Bildrechte: dpa

Trotz Problemen VW erhöht Mitarbeiter-Prämie auf 4.750 Euro

Ungeachtet aller Turbulenzen stockt Volkswagen die sogenannte Erfolgsprämie für 2018 um 16 Prozent auf. Die Tarifbeschäftigten in den westdeutschen Werken können sich über insgesamt 4.750 Euro extra freuen.

Ein Mitarbeiter montiert ein VW Logo an die Front eines VW Tiguan.
VW erwirtschaftete 2018 trotz des Diesel-Skandals einen Milliardengewinn. Bildrechte: dpa

Gut 100.000 Tarifbeschäftigte der Volkswagen AG bekommen eine höhere Erfolgsprämie. Der Bonus für 2018 steigt um 16 Prozent auf 4.750 Euro. Darüber informierte die Betriebsratszeitung "Mitbestimmen" in ihrer März-Ausgabe. Im Jahr davor hatte der Konzern seine Belegschaft mit 4.100 Euro am Gewinn beteiligt.

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte dem Blatt, die Mitarbeiter hätten viele der Probleme des Konzerns nicht zu verantworten, diese aber ausgebügelt. Darum sei es nur fair, dass sie ihren Anteil am Erfolg erhielten.

Die Erfolgsprämie geht an die Tarifbeschäftigten der Werke Wolfsburg, Hannover, Emden, Salzgitter, Braunschweig und Kassel sowie der Finanztochter. Sie basiert auf einer tariflich vereinbarten Berechnung. Rund 1.700 Euro gab es dem Bericht zufolge schon Ende 2018 als Vorauszahlung. Der Rest soll mit den Gehältern im Mai fließen. Bei den Summen handelt es sich um Brutto-Beträge. Auch Mitarbeiter an anderen Standorten bekommen Bonuszahlungen, jedoch nach anderen Berechnungsgrundlagen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. März 2019 | 08:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2019, 08:58 Uhr

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20 Kommentare

05.03.2019 15:05 Historiker 20

Baut ein Arbeiter in Wolfsburg einen VW schneller zusammen als ein Arbeiter in Mosel? Oder stehen die IG Metall-Funktionäre unter Druck, den Lohnunterschied zwischen Ost und West weiterhin zementieren zu müssen?

05.03.2019 14:09 Max W. 19

@05.03.2019 12:08 forsa (@gerd Müller. Nennen Sie jetzt ernsthaft Arbeiter am Fließband eine elitäre Kaste? Wie verzerrt ist denn Ihre Realität.)

Lach... Sie haben wohl lange keine VW-Werkshalle mehr besichtigt. Und der Begriff "Fertigungstiefe" ist ihnen vermutlich unbekannt. Der alte Spruch: "Beschäftigung bei VW entspricht einer Verbeamtung" trifft den Nagel auf den Kopf.

Was glauben denn wohl sie, warum die IG-Metall mit der Agenda2010 keinerlei Problem hatte? Wenn sie es schon nicht wissen. Das war ja gerade der Sin der Agenda-Politik: Die Beschäftigten gegeneinander auszuspielen. Scheint geklappt zu haben, wenn ich mir den DGB so ansehe.

05.03.2019 13:07 Max W. 18

@05.03.2019 11:53 peter (VW ist ein krimineller Verein und dürfte den Namen Volkswagen garnicht tragen. Ein Witz!!!)

Gerade die Geschichte des Namens "Volkswagen" sagt alles Notwendige zu dieser Firma. Auch heute noch und gerade jetzt.

05.03.2019 12:53 Müller 17

Erheblich unterschiedliche Prämien? Obwohl VW(Audi) aus Zwickau stammt? 30 Jahre nach der Wende und wo bereits, als es die DDR noch gab, das Werk in Zwickau ,Chemnitz(da kamen schon sehr lange Motoren her) aufgebaut wurde??? Bei so hohen Vorstandsgehältern und besster Qualität, da in Zwickau die Wiege des Automobilbau steht? Zweiklassengesellschaft?

05.03.2019 12:26 Max W. 16

@05.03.2019 11:29 Sorgenfalte

(Befremdlich ist für mich, dass dieser durch VW aufgeflogene Diesel-S-K-A-N-D-A-L offensichtlich in Gewinnmaximierung endet. Mancher Schummelsoftwareautobesitzer indes schaut betröpelt drein.)

Das ist das Wesen "unseres Rechtsstaates" geworden - durch tätige Mithilfe "unserer Politiker".
Und das ist natürlich das Wesen eines von Lobbyisten im Interesse ihrer Klientel "regierten" Staates. Beachten sie übrigens die Sprache: "VW-Chef Herbert Diess hatte kürzlich gesagt, dass man sich 2018 ordentlich geschlagen habe." - das ist das Vokabular von Kriegführenden. Der Feind ist jeder, der dem Profit gefährlich werden könnte.

Und: Wieso differenziert der Bericht da oben nicht nach "Leiharbeitern" und "Festbeschäftigten"?

05.03.2019 12:08 forsa 15

@gerd Müller. Nennen Sie jetzt ernsthaft Arbeiter am Fließband eine elitäre Kaste?
Wie verzerrt ist denn Ihre Realität. Oder sind Sie auch so einer, der sich selber nur das Meiste zugessteht und dem Rest nichts?
Und noch was an die weiteren Neigköpfe. Man kann vom Vorstand des VW Konzerns halten was man will. Aber dafür können die Arbeiter am Fließband nichts. Die machen ihre Arbeit, und das auch im Schichtdienst.

05.03.2019 11:55 ReneS 14

Unglaublich, aber auch hier sieht man schon wieder die Unterscheide zwischen Ost und West. Da wundert sich unsere Elite immer noch, das "die im Osten" anders ticken.
Aber wenigsten können sich die VW Angestellten die Autos die sie selbst bauen noch leisten, während z.B. eine Pflegekraft zum Mindestlohn dafür schon mehrere Jahren sparen muss. Aber "Autos kaufen zumal keine Autos" und wie schnell der Absturz einer ganzen Sparte wie zum Beispiel der Telekomunikation bei der Siemens AG ging, habe ich selbst erlebt.
Die deutsche Autoindustrie "arbeitet" auch daran, mit aller Kraft denselben Weg zu nehmen und dann wird das auch für die Belegschaft "lustig"!

05.03.2019 11:53 peter 13

Eine Frechheit ohnegleichen, Verdummung der geschädigten Dieselfahrer.
Ich komm mir hier total verar........... vor.
VW ist ein krimineller Verein und dürfte den Namen Volkswagen garnicht tragen. Ein Witz!!!

05.03.2019 11:42 Max W. 12

"VW erhöht Mitarbeiter-Prämie auf 4.750 Euro"

Na, ihr VW-Käufer, die ihr gerade vor Gericht versucht, die Betrüger und Umweltkriminellen auf Schadensersatz zu verklagen? Ist das nicht eine gute Nachricht? Merkt ihr, was ihr falsch gemacht habt beim Autokauf? Jetzt wisst ihr's.

05.03.2019 11:41 Norbert Langers 11

Werde nie verstehen, wieso viele Menschen diese völlig überteuerten Autos kaufen bzw. finanzieren oder leasen. Vor allem weil VW / Audi + Seat + Skoda die deutschen Autokäufer bei Ihren Dieselmodellen diese Klientel völlig verarscht hat.. ( Euro ).