Ein Software-Update wird auf einen Volkswagen Golf geladen.
VW führt bei vielen Modellen Software-Updates durch. Bildrechte: dpa

Neuer Schummel-Verdacht VW stoppt Nachrüst-Software bei bestimmten Dieselmodellen

Wegen des Dieselskandals um unerlaubte Abschaltvorrichtungen muss Volkswagen bei vielen Modellen die Software austauschen. Nun wurden Probleme bekannt, der Autokonzern stoppte die Nachrüstung teilweise.

Ein Software-Update wird auf einen Volkswagen Golf geladen.
VW führt bei vielen Modellen Software-Updates durch. Bildrechte: dpa

VW hat Probleme bei der Software-Nachrüstung eines bestimmten Motortyps eingeräumt. Bei internen Kontrollen der neuen Abgas-Software für Dieselfahrzeuge seien Auffälligkeiten festgestellt worden, erklärte das Unternehmen am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild am Sonntag". Das Kraftfahrtbundesamt sei unverzüglich informiert worden. Auch das Bundesverkehrsministerium wisse bereits Bescheid.

Bei den betroffenen Modellen handelt es sich um Dieselfahrzeuge mit 1,2-Liter-Motoren des Typs EA 189. Die Nachrüstung werde zunächst ausgesetzt, erklärte der Autokonzern.

Update von externer Firma

Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, sind die programmierten Werte bei der neuen Software so gewählt, "dass das Fahrzeug für die Dauer des behördlichen Prüfzyklus NEFZ sauber fährt". Allein in Deutschland seien unter anderem 10.000 Fahrzeuge des Modells Polo betroffen.

Das Update sei von einer externen Firma entwickelt worden. Der Zeitung zufolge gehen Experten innerhalb der Behörde bereits jetzt von einer unzulässigen Abschaltvorrichtung aus.

Mit den Software-Nachrüstungen will VW eigentlich den Dieselskandal beenden, der 2015 bekannt geworden war. Der Konzern hatte damals gegenüber den US-Behörden eingeräumt, weltweit bei Millionen Dieseln die Abgasreinigung manipuliert zu haben. Auch andere Autobauer hatten später Manipulationen zugegeben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Dezember 2018 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Dezember 2018, 13:48 Uhr