VW-Verwaltungshochhaus - schräge Aufnahme
In der Verwaltung von VW sollen Tausende Stellen wegfallen. Bildrechte: imago/Schöning

Einsparungen VW kündigt weiteren Stellenabbau an

VW setzt künftig auf Elektromobilität und Digitalisierung. Um die Kosten dafür zu stemmen, sollen in den nächsten Jahren bei der Kernmarke bis zu 7.000 Stellen in der Verwaltung abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht geplant.

VW-Verwaltungshochhaus - schräge Aufnahme
In der Verwaltung von VW sollen Tausende Stellen wegfallen. Bildrechte: imago/Schöning

Volkswagen will bei seiner Kernmarke VW in den nächsten Jahren Tausende Stellen in der Verwaltung streichen. In einer Mitteilung des Autobauers heißt es, VW wolle Routinearbeiten automatisieren. Man gehe davon aus, dass dadurch bis 2023 etwa 5.000 bis 7.000 Stellen wegfielen.

Die Stellen sollen nicht neu besetzt werden, wenn Mitarbeiter altersbedingt aufhören. Entlassungen sind zunächst nicht geplant. VW bekräftigte, an der vereinbarten Beschäftigungssicherung bis 2025 werde nicht gerüttelt. Das heißt, bis dahin sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Welche Folgen die neuen Sparpläne für die ostdeutschen VW-Standorte haben, ist noch nicht bekannt. In Dresden und Zwickau soll es aber voraussichtlich keinen Personalabbau geben.

VW setzt auf Elektromobilität

VW will nach eigenen Angaben die Kosten ab 2023 um 5,9 Milliarden Euro im Jahr senken. Dadurch sollen Mittel freiwerden, die in neue Elektromodelle, die Digitalisierung und neue Mobilitätsdienste fließen sollen. Die Ausgaben dafür sollen bis 2023 auf 19 Milliarden Euro steigen. Das sind acht Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant. Allein in die Digitalisierung der Verwaltung und neue IT-Systeme will VW 4,6 Milliarden Euro investieren.

Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte, Volkswagen wolle seinem "strategischen Anspruch im Elektro-Zeitalter gerecht werden". 2019 werde für die Transformation der Marke VW ein Schlüsseljahr. VW hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Modellvielfalt zu reduzieren und die Materialkosten zu senken.

Konzern will weiter sparen

Bereits 2016 hatte VW mit der Arbeitnehmerseite bereits ein großes Sparprogramm verabredet, das bis 2020 läuft. Es sieht vor, weltweit 30.000 Stellen abzubauen, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9.000 Arbeitsplätze etwa in der Software-Entwicklung neue entstehen. Das Programm soll Milliardeneinsparungen bringen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. März 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 09:17 Uhr

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26 Kommentare

13.03.2019 20:54 Peter 26

@25 winfried: Wir wissen doch Beide, dass es noch nie auskömmliche Arbeitsplätze für ALLE gab.
Sofern wir nicht wirklich irgendwann im realen Kommunismus landen, wird es immer Arm und Reich, aber auch Otto Normalverbraucher zwischen beiden Extremen. Auch letzteren gab es schon immer. Und ich sehe keinen Grund zu glauben, dass Otto Normalverbraucher durch die Digitalisierung ausstirbt.

13.03.2019 18:03 winfried zu (23, 24)Peter 25

Worüber wir Beide im Moment diskutieren sind "große Fässer" und ...
führen vom Artikel-Thema weg. ... Nur so viel:
Ich war bei VW und der "Gebäudereinigung" vor und hinter der "Werkbank" beschäftigt,
Auslandstätigkeit in RUS und VR China eingeschlossen.
Ich kenne also das "Geschäft".

Und da Sie das Thema "Digitalisierung" so begeistert, denken Sie an die "Dienstleistungsgesellschaft" vor einigen Jahren.
Sie hat als "Blüte" die Situation, dass man sich gegenseitig die Haare schneidet.

Und das ist DIE Frage der Zukunft für Otto-Normalverbraucher, wird es zukünftig nicht nur ANDERE Arbeitsplätze geben, sondern für Alle auskömmliche, und bevor Sie antworten, nur eine Person kann BK bzw. BP werden.

13.03.2019 17:24 Peter 24

@20 Bingo: Sicher fallen der Digitalisierung Arbeitsplätze zum Opfer.
Nur, bietet die Digitalisierung auch Chancen. Vor 10 Jahren konnte sich zum Beispiel auch niemand vorstellen, dass heute 340.000 Menschen in Firmen tätig sind, welche sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen.
Und noch was: Das Schlüsselwort heißt Bildung, um die Digitalisierung zu meistern. Bundesregierung und Länder haben deshalb in den Schulen den Digitalpakt auf den Weg gebracht. Eine Partei hat dies allerdings im Bundestag kleinkariert abgelehnt. Sie wissen wahrscheinlich, welche.

13.03.2019 17:11 Peter 23

@21 winfried: Sie scheinen mit der Marktwirtschaft auf Kriegsfuß zu stehen.
Ich bin selbständig, weiß also, wovon ich rede.
Gewinne zu machen, ist selbstverständlich das Ziel jedes Unternehmers. Ohne Gewinne würde jedes Unternehmen pleite sein.
Gewinne dienen mehreren Zwecken: Erstens selbstverständlich als Vergütung für die Eigentümer des Unternehmens, hier die Aktionäre von VW. Gewinne sind aber auch notwendig, um investieren zu können. Und diese Investitionen kommen letztendlich auch den Mitarbeitern zu Gute. Schließlich denken Sie bitte auch daran, dass die VW-Mitarbeiter aus den Gewinnen eine satte Einmal-Vergütung erhalten haben.
Ergo: Gewinne einfach nur zu verteufeln, greift meines Erachtens ein wenig kurz.

13.03.2019 16:53 Fragender Rentner 22

Zitat von Oben: VW setzt künftig auf Elektromobilität und Digitalisierung.
Um die Kosten dafür zu stemmen, sollen in den nächsten Jahren bei der Kernmarke bis zu 7.000 Stellen in der Verwaltung abgebaut werden.

Wieso sollen die in der Verwaltung abgebaut werden?

Baut die Verwaltung auch schon lange die Autos in den Büros?

13.03.2019 16:45 winfried an (19)Peter 21

Sie gehören wohl auch zu den "Einlullern" (gemeint sind die "Beruhiger").
Von wegen "man wolle Routinearbeiten automatisieren",
Um Gewinn geht es in der Privatwirtschaft, sprachlich möglichst "angenehm verpackt".
Beispiele gefällig ?!
... Reibungshitze bei "über den Tisch ziehen" = Nestwärme;
... schlechtes Benehmen = Durchsetzungsvermögen;
... Nötigung / Erpressung = Entscheidungshilfe(n).

13.03.2019 16:34 Bingo 20

Heute schreit man nach Fachkräften,"übermorgen" sind sie auf den Amt für Arbeit, bei einer mies bezahlenten Zeitarbeitsfirma oder arbeitslos. Wenn die Digitalisierung erst im vollen Gang ist, werden noch viele Menschen arbeitslos...

13.03.2019 16:15 Peter 19

@17 007: Sie scheinen den Artikel nicht richtig gelesen zu haben.
Da steht wörtlich: "In einer Mitteilung des Autobauers heißt es, VW wolle Routinearbeiten automatisieren. Man gehe davon aus, dass dadurch bis 2023 etwa 5.000 bis 7.000 Stellen wegfielen."
Das heißt doch im Klartext: Die Stellen fallen weg, weil VW die Produktionsabläufe digitalisieren will.
Da bleibt also herzlich wenig übrig von Ihrem Vorwurf übrig, der Umstieg auf E-Autos würde der Grund sein.
Mein Lieber, Sie sollten den Tatsachen ins Auge sehn: Der Spielverderber bin nicht ich.

13.03.2019 16:04 Peter 18

@13 007: Sie scheinen den Durchblick zu haben.
Und die Autobauer rund um den Globus, welche immer wieder neue E-Auto-Modelle auf den Markt bringen? Sind das Deppen? Und die 1,255 Mio chinesischen Käufer von E-Autos im Jahre 2018? Sind das Deppen? Und die 361.000 in den USA? Und die 73.000 in Norwegen? Alles Deppen?

13.03.2019 15:34 007 17

@ Peter 14 ... Mit Worten konnten Ideologen schon immer gut nur mit FAKTEN, den TATSACHEN nicht. Aber dafür sind wir aufgeweckten Realisten ja da. Wir sehen auch hinter u unter den Misthaufen.
Sie sagen es wird keine Betriebsbedingten Kündigungen geben? Nein, es werden nur 7000 interne Stellen gestrichen. Arbeitsplätte die unwiederholbar unserm Land verloren gehen. Und das nur wegen diesen Link-grünen Klima- Unsinn. Da wird sich die ausländische Konkurrenz, die anderen Auto Herstelle aber freuen. Unsere Industrie Demontage für dieses ideologische Hirngespinsten ist anderen ihr Gewinn. Ich höre sie bis nach DE lachen. Aber ich weiß Peterle, sie verbuchen selbst Verluste noch als Gewinne. Das erinnert mich an meine Zeit im Kindergarten. Fast alle Kinder haben gespielt, Burgen gebaut, waren kreativ. Und dann gab es da eine ganz kleine Gruppe, die konnte nicht glücklich spielen, die war laut, unkreativ u hat anderen ihr Spiel kaputt gemacht. Die die unser Land heute abschaffen wollen ...