Zusammenarbeit MDR und ZDF Digital gründen gemeinsame Innovationsagentur

MDR und ZDF Digital wollen mit einem gemeinsamen Tochterunternehmen die digitale und technische Erneuerung noch schneller vorantreiben - zum Vorteil der Nutzer. Die Innovations- und Digitalagentur (ida) wird am Mittwoch in Leipzig vorstellt. Dort wird sie auch ab April ins operative Geschäft einsteigen. Ab Herbst ist ein zweiter Standort in Erfurt geplant.

Menschen sitzen an einem langen Tisch vor einem Monitor
Blick in ein MDR-next-Seminar. Ida soll den Austausch in beiden Medienhäusern beschleunigen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Mitteldeutsche Rundfunk und ZDF Digital haben am Mittwoch ihre gemeinsame Innovations- und Digitalagentur (ida) in Leipzig vorgestellt. Beide Häuser wollen mit der Agentur ihre Kompetenzen sowie Ressourcen bei der Entwicklung zukünftiger digitaler Medienangebote effizient bündeln, so die MDR-Pressestelle. Voraussichtlich ab April soll das operative Geschäft in einem Co-Working-Raum in Leipzig mit vorerst 15 Mitarbeitern starten.

MDR-Intendantin Karola Wille bezeichnete die Agentur als wichtigen Baustein im Veränderungsprozess des MDR und des KiKA: "Wir setzen auf Geschwindigkeit – deshalb erwarten wir kontinuierlich Impulse, spannende digitale Produkte und Ideen. Und wir setzen auf starke Partner – deshalb freue ich mich sehr über das gemeinsame Engagement mit ZDF Digital."

ZDF-Intendant Thomas Bellut verwies in Leipzig auf die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem MDR. "Deshalb war die Überlegung für ein gemeinsames zukunftsweisendes Unternehmen sehr willkommen. Die Region Mitteldeutschland mit Leipzig im Zentrum und Erfurt als Standort unseres gemeinsamen Kinderkanals ist hochattraktiv und ideal, um digitale Innovationen für unsere Häuser voran zu treiben."

Netzanwendungen, Apps und den Nutzer im Blick

Matthias Montag
ida-Geschäftsführer Montag setzt auf noch schnellere Innovation. Bildrechte: MDR/Memofotografie.de/Jens Beulich

Die Innovations- und Digitalagentur soll vor allem digitale technische Dienste wie Netzanwendungen, Apps sowie Tools für den redaktionellen Alltag weiterentwickeln wie die für digitales Storytelling oder Datenjournalismus. Weitere Arbeitsbereiche sind nach Angaben des designierten Geschäftsführers Matthias Montag Innovationsmanagement und der Dialog mit MDR-Nutzern. Außerdem gehe es darum, wie digitale Inhalte auch für junge Formate gestaltet werden können.

Montag bezeichnete die Agentur als Katalysator für digitale Entwicklung und Innovation. "Wir haben tolle Projekte und Veränderungen im MDR erreicht, aber sind auch zur Erkenntnis gekommen: Wir müssen schneller sein." In diesem Prozess sei die neue GmbH wie ein digitales Beiboot.

Weiterer Standort in Erfurt geplant

Im Herbst soll nach aktueller Planung in Erfurt ein weiterer ida-Standort entstehen. Dort, so Montags Einschätzung, werde es durch die Nähe zum Kinderkanal möglich, Kinderthemen wie digitale Bildung und Medienkompetenz zu verfolgen. Montag war vormals für die digitalen Angebote beim KiKA zuständig. Zuletzt arbeitete er als Referent in der Programmdirektion Leipzig des Mitteldeutschen Rundfunks und war Mitglied des MDR Digitalboards.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR AKTUELL RADIO | 05. Februar 2020 | 19:00 Uhr