Die Figur eines historischen Apothekers in einer Szene des neuen Schnaps-Museums der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik
Die Altenburger Destillerie beherbergt auch ein Schnapsmuseum. Bildrechte: dpa

65 Mitarbeiter betroffen Altenburger Schnapshersteller ist insolvent

30 Millionen Flaschen werden pro Jahr in der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik abgefüllt, doch nun musste die Firma aus Thüringen Insolvenz anmelden. Betroffen sind 65 Mitarbeiter des Betriebs.

Die Figur eines historischen Apothekers in einer Szene des neuen Schnaps-Museums der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik
Die Altenburger Destillerie beherbergt auch ein Schnapsmuseum. Bildrechte: dpa

Der Spirituosenhersteller Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik ist zahlungsunfähig. Die Thüringer Firma hatte die Insolvenz bereits am 12. April angemeldet. Zum Insolvenz-Verwalter wurde am Montag Kai Dellit bestellt, wie die Berliner Anwaltskanzlei Hermann Wienberg Wilhelm am Dienstag erklärte. In einer Mitteilung Dellits hieß es, es sei das gemeinsame Ziel, "den Geschäftsbetrieb mit einem Umsatz von über 65 Millionen Euro reibungslos fortzuführen und zu sanieren".

Fehleinschätzungen und Steuernachzahlungen

Laut Unternehmens-Geschäftsführer Michael Schenk sind von der Pleite 65 Mitarbeiter betroffen. Sie seien über die aktuelle Lage sowie über die weiteren Schritte informiert worden. Die Kunden der Firma würden "auch künftig zuverlässig und in der gewohnten Qualität" beliefert.

Nach Angaben von Schenk haben eklatante Fehleinschätzungen des Alteigentümers und hohe Steuernachzahlungen zu der Schieflage geführt.

Lange Firmengeschichte

Das Unternehmen wurde im Jahr 1948 gegründet – damals unter dem Namen Altenburger Likörfabrik. Nach eigenen Angaben gehört es derzeit mit einer Produktion von 30 Millionen Flaschen pro Jahr zu den größten Spirituosenherstellern in Deutschland und Europa.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | 16. April 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2019, 20:15 Uhr

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12 Kommentare

17.04.2019 16:42 Gerd Müller 12

Alkohol macht Birne hohl, ist die Birne endlich hohl, ist mehr Platz für Alkohol.
Alkohol, du böser Geist,
auch wenn du mich zu Boden reißt,
ich stehe auf, du boxt mich nieder,
ich kotz dich aus und sauf dich wieder!
Prost

17.04.2019 15:12 alter Ossi 11

Die Misswirtschaft lastet leider auf dem Rücken der Mitarbeiter, die für die Insolvenz nun gar nichts können. Eine unsichere Zukunft, der Weg zum Arbeitsamt. Und das nur, weil einige gut bezahlte Chefs sich zwar schöne Autos leisten können, aber von Betriebswirtschaft keine Ahnung haben.

17.04.2019 14:40 Wachtmeister Dimpfelmoser 10

"Wer Sorgen hat, hat auch Likör", sagt Wilhelm Busch. Umgekehrt scheint es dann wohl auch zu stimmen.

17.04.2019 14:36 Willy 9

@ 4 ne das stimmt nicht, du kannst nur noch im Suff diesen Staat ertragen, mit all seinen mißerablen Miststände die es jetzt gibt.

17.04.2019 12:26 alter Thüringer 8

Na wieder ein Unternehmen aus dem Osten,die Traditionen sterben vielleicht findet sich ein Weg die leidigen Steuern erstmal zu stunden,klappt im Westen auch und dann geht's weiter ne...

17.04.2019 11:43 DeTail 7

Ich würde drauf tippen, dass jede Schlucki-Flasche einzeln bei den 30 Mio mitgezählt wird >> etwas über 2 Euro Erlös pro Flasche ist zwar rechnerisch korrekt, könnte aber eine etwas verkürzte "Betriebswirtschaft" sein.

17.04.2019 10:37 Signifi Kant 6

Darauf brauch ich erstmal einen Schnaps..!

17.04.2019 09:02 Schaefer 5

Bei nur knapp über 2 € Erlös pro Flasche beim Hersteller und ca. 7 € Verkaufspreis scheinen nur die Händler Geld zu verdienen...

17.04.2019 06:39 Klaus-Peter 4

Saufen ist sowieso ungesund.

17.04.2019 05:28 Auf zum letzten Gefecht! 3

verdammt!