Die Zufahrt zum Enercon-Werk in der Landeshauptstadt.
Das Enercon-Werk in Magdeburg. Bildrechte: dpa

Windkraft-Krise Wirtschaftsminister: Enercon und Bund müssen sich bewegen

Beim Windradbauer Enercon sollen tausende Jobs abgebaut werden, auch in Magdeburg. Vor einem Gipfeltreffen zu dem Thema nimmt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister das Unternehmen und die Bundesregierung in die Pflicht.

Die Zufahrt zum Enercon-Werk in der Landeshauptstadt.
Das Enercon-Werk in Magdeburg. Bildrechte: dpa

Bei einem Spitzengespräch in Hannover geht es heute um eine Lösung für den kriselnden Windrad-Hersteller Enercon. Das Unternehmen mit Standorten in Magdeburg und im ostfriesischen Aurich will 3.000 Stellen streichen, die Hälfte davon in Sachsen-Anhalt. An dem Treffen in der niedersächsischen Staatskanzlei nimmt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Willingmann teil.

Der SPD-Politiker sieht den Bund in der Pflicht. Willingmann sagte MDR AKTUELL, Berlin habe 2017 Rahmensetzungen vorgenommen, die es außerordentlich schwer machten, Windkraft-Anlagen in Deutschland zu bauen. Die Genehmigungsverfahren seien sehr kompliziert, die Artenschutz-Bestimmungen seien sehr eng. Willingmann betonte, auch Enercon müsse sich bewegen und sich neue Geschäftsfelder erschließen. Man dürfe nicht allein auf den deutschen Markt setzen, das sei in jeder Branche gefährlich.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. November 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2019, 05:00 Uhr

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