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Strompreis steigt um etwa sechs Prozent EnviaM erhöht Stromtarife

Mehr als 700.000 Stromkunden in Ostdeutschland müssen sich auf höhere Preise einstellen. Der Energiedienstleister enviaM erhöht zum 1. Januar 2020 die Preise für Privat- und Gewerbekunden um etwa sechs Prozent.

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Der ostdeutsche Stromversorger enviaM erhöht zum Jahreswechsel seine Preise. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Chemnitz mitteilte, klettert der Preis je Kilowattstunde Strom um 1,65 Cent brutto.

Drei-Personen-Haushalt zahlt etwa 33 Euro mehr pro Jahr

Privatkunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden zahlen demnach künftig 29,35 Cent je Kilowattstunde und damit sechs Prozent mehr als bisher. Die Jahresrechnung würde demnach um etwa 33 Euro auf 721 Euro steigen.

Für Gewerbekunden mit einem Verbrauch von 6.000 kWh verteuert sich die Kilowattstunde demnach auf 29,51 Cent. Die Jahresstromrechnung steige damit um knapp 100 Euro auf 1.971 Euro.

Gestiegene Beschaffungskosten

EnviaM begründet die Tariferhöhung mit gestiegenen Beschaffungskosten. Die Preise für Brennstoffe zur Stromerzeugung hätten sich um 47 Prozent erhöht. Vorstandsmitglied Andreas Auerbach sagte, 2019 hätten sinkende Netzentgelte und Umlagen die höheren Beschaffungskosten noch ausgeglichen, doch 2020 sei das nicht der Fall.

EnviaM versorgt in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Dienstleistungen. Der zur Unternehmensgruppe gehörende Gasversorger Mitgas hatte im August angekündigt, die Gaspreise in der Heizperiode 2019/2020 stabil zu halten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. November 2019 | 13:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 14:50 Uhr