Corona-Soforthilfe Bislang kaum Betrugsverdachtsfälle in Mitteldeutschland

Verdachtsfälle nur von Thüringer Aufbaubank registiert

Bei der Beantragung der Corona-Soforthilfen wurden in Mitteldeutschland bisher kaum mutmaßliche Betrugsversuche festgestellt. Verdachtsfälle wurden nach Auskunft der bearbeitenden Banken bislang nur Thüringen registiert.

Thüringer Aufbaubank
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Bei der Beantragung der Corona-Soforthilfen wurden in Mitteldeutschland bisher kaum mutmaßliche Betrugsversuche festgestellt. Das erklärten die Sächsische Aufbaubank, die Investitionsbank Sachsen-Anhalt und die Thüringer Aufbaubank auf Anfrage des MDR-Magazins „Umschau.“ Nach Medienberichten wurden u.a. in Berlin und Nordrhein-Westfalen Betrugsversuche registriert. Verdachtsfälle nur von Thüringer Aufbaubank registiert

Verdachtsfälle gab es in Mitteldeutschland nach Auskunft der bearbeitenden Banken bislang nur in Thüringen. Die Pressesprecherin der Thüringer Aufbaubank Maret Montavon teilte mit, dass im Verhältnis zur großen Menge der Anträge die Zahl der mutmaßlichen Betrugsversuche sehr gering sei. „Es gab Fälle, da wurden mehrfach Anträge unter gleichem Namen, jedoch mit anderen Adressen gestellt, oder auch mit gleichen Adressen und unterschiedlichen Namen“, beschreibt  sie Verdachtsfälle, die derzeit überprüft würden. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt hat nach eigener Auskunft bisher keine Betrugsversuche festgestellt. In Sachsen sei eine Einschätzung über mutmaßliche Betrugsversuche derzeit nicht möglich, hieß es aus Dresden. Die Pressesprecherin der dortigen Aufbaubank Beate Bartsch sagte, dass sich die Bank zunächst auf die Bearbeitung der Soforthilfen fokussieren würde, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Hintergrund: Soforthilfen in der Corona-Krise

Soforthilfen sind Zuschüsse für durch die Corona-Krise in Not geratene Soloselbstständige und Kleinunternehmer, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Je nach Bundesland und Zahl der Beschäftigten liegen sie zwischen 5.000 und 30.000 Euro. Nach Auskunft der bearbeitenden Banken in Mitteldeutschland wurden bis Dienstagabend in Sachsen 49.000 Anträge gestellt, in Thüringen 32.800 und in Sachsen-Anhalt 32.000.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. April 2020 | 19:30 Uhr