Corona Knapp eine Million Menschen in Mitteldeutschland in Kurzarbeit

In den drei mitteldeutschen Ländern sind in der Corona-Krise fast eine Million Menschen in Kurzarbeit. Das teilten die Landesarbeitsagenturen am Donnerstag mit. Auch die Arbeitslosigkeit stieg.

Ein Kunde geht durch die Tür eines Jobcenters.
Hunderttausende Menschen sind in Kurzarbeit; die Arbeitslosigkeit steigt. Bildrechte: dpa

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind im Zuge der Corona-Krise etwa 973.000 Menschen in Kurzarbeit. Das teilten die Landesarbeitsagenturen in ihrer Monatsstatistik für April mit.

In Sachsen wurde demnach für mehr als 521.000 Frauen und Männer Kurzarbeit angezeigt. In Thüringen waren es fast 262.000. Das sei fast ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In Sachsen-Anhalt seien es etwa 190.000 Beschäftigte, fast ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Deutschlands Unternehmen meldeten insgesamt für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit an. Diesen Rekordwert gab die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekannt. Im gesamten Krisenjahr 2009 waren 3,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit geschickt worden.

Auch Arbeitslosigkeit steigt

Auch die Arbeitslosigkeit stieg. In Thüringen gab es einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,0 Prozent, in Sachsen auf 6,1 Prozent und in Sachsen-Anhalt auf 7,8 Prozent. Bundesweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im Monat April auf 2,64 Millionen. Das sind 308.000 mehr als im Monat März.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. April 2020 | 10:30 Uhr

1 Kommentar

wer auch immer vor 14 Wochen

Wir, meine Frau und ich, sind betroffen. Theoretisch nächste Woche Neustart, aber in einer Firma für Zulieferung Autoindustrie, würde der Start ausgesetzt.
Da ich in 9 Monaten eh in Rente gehe, würde ich bei entsprechendem Angebot Platz für die jüngere Generation machen.
Jedenfalls machen wir keine Klimzüge am Brotkasten. Was wir bis jetzt nicht gespart haben, wird auch in den letzten Arbeitsmonaten nicht dazu kommen.