Beutenberg Campus Der Forschungsstandort der Superlative in Jena

Seit jeher ist Jena ein Leuchtturm der Wissenschaft und Wirtschaft. Neben weltbekannten Unternehmen sind mehr als ein halbes Dutzend namenhafte Institute in der Stadt in Thüringen heimisch. Wir haben hinter die Kulissen des bekannten Beutenberg Campus geschaut.

Dr. Matthias Platzer (63) und Dr. Christoph Englert (55) im Zuchtcontainer, hier werden die Türkisen Prachtgrundkärpflinge gezüchtet
Dr. Matthias Platzer (links) und Dr. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut in Jena im Zuchtcontainer. Bildrechte: imago images / Steve Bauerschmidt

Warum der Wissenschaftsstandort Jena boomt

4.500 Wissenschaftler leben und arbeiten in Jena. Über ein Viertel der Einwohner hat einen Hochschulabschluss. Das sind mehr als in jeder anderen deutschen Großstadt. Neben weltbekannten Unternehmensnamen wie ZEISS und SCHOTT sind es auch und vor allem die Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Jena für Studenten und Wissenschaftler attraktiv machen.

Ein Teil dieser Forschungslandschaft ist der Beutenberg Campus. Ein Wissenschaftsstandort der Superlative. Rund 3.000 Mitarbeiter arbeiten hier in neun Forschungsreinrichtungen und zwei Gründerzentren. Wohl klingende Institutsnamen wie Max Planck, Leibniz oder Fraunhofer sind gleich mehrfach vertreten.

Grundlagenforschung, Angewandte Forschung und innovative Start-ups – alles ist auf dem Beutenberg reichlich vorhanden.

Exklusive Einblicke hinter die Kulissen

"Where LIFE SCIENCE meets PHYSICS" lautet das Motto des Beutenberg Vereins. Wir haben den Wissenschaftlern und Unternehmern auf dem Beutenberg eine Woche lang über die Schulter geschaut. Was machen die da? Für wen ist das und was bringt uns das am Ende? – sind nur einige Fragen, die uns die Wissenschaftler und Unternehmer vom Beutenberg in Jena ausführlich beantwortet haben.


Folge 1

Fruchtfliegen ins Gehirn geschaut

Silke Sachse ist Forscherin am Max Planck Institut für Chemische Ökologie. Sie will wissen, wie unser Geruchssinn funktioniert. Dafür schaut sie lebendigen Fruchtfliegen beim Riechen ins Gehirn. Der Geruchssinn ist der am wenigsten erforschte unserer Sinne. Die Erkenntnisse von Silke Sachse und ihren Kollegen sollen später helfen, zu verstehen was beim Verlust des Riechens geschieht und wie dieser Verlust rückgängig gemacht werden kann.


Folge 2

Dem Altern auf der Spur

Das Genom des Killifisch ist seit 2015 vollständig entschlüsselt. Jetzt können die Forscher am Leibniz Institut für Alternsforschung einzelne Gene manipulieren und ihre Funktion studieren. Die Lebenserwartung der Fische beträgt nur zwischen 4 und 11 Monaten. Damit eignen sie sich perfekt für die Beantwortung zu Fragen des Altwerdens. Prof. Dr. Christoph Englert kann und will das Altern nicht aufhalten. Aber er kann es vielleicht angenehmer gestalten. Auch für uns Menschen.


Folge 3

Speisen am Wissenschaftsstandort

Der Beutenberg Campus ist wie ein komplexer Organismus aus Instituten, Firmen und Zentren. Er benötigt Strom, Wärme und er ist hungrig. Über 700 Mittagsmahlzeiten werden jeden Tag allein in der Kantine ausgegeben. Und dafür legen sich die Köchinnen und Köche der Mensa ordentlich ins Zeug. Hungrige Wissenschaftler aus aller Welt haben anspruchsvolle Gaumen. Grit Walther, Chefin der Mensa gewährt uns einen Blick in die Küche.


Folge 4

Internationales Flair in der Kita

Jena ist die einzige Stadt Thüringens mit einer positiven Geburtenbilanz. Hier kommen mehr Kinder zur Welt als Menschen sterben. Und dieser Trend hält an. Auch am Beutenberg. In der Kindertagesstätte des Beutenberg Campus lernen Forscher-Kinder aus 13 Nationen nicht nur die Deutsche Sprache, sondern auch, dass Veränderung zum Leben gehört. Die Fluktuation ist hoch. Nicht die einzige Herausforderung für Kindergärtner Paul Zehnter. Wir haben ihn einen Tag begleitet.


Folge 5

Wie der Boden das Klima beeinflusst

Im Max Planck Institut für Biogeochemie werden die Stoffkreisläufe des Planeten untersucht und wie Lebewesen diese beeinflussen. Marion Schrumpf ist selber jahrelang durch die Welt gereist und hat hunderte Bodenproben genommen. Heute erstellt die Forscherin globale Modelle an ihrem Computer, mit denen sie erforscht, wie der klimawirksame Kohlenstoff im Boden wirkt und welchen Einfluss das auf unser Klima hat.  

Mehr Einblicke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 06. Januar 2020 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Januar 2020, 16:39 Uhr