Bei stärkerem Ausbau Bis zu 50.000 Jobs in Solarbranche möglich

Würde Deutschland stärker auf Strom aus Photovoltaik setzen, könnten der Branche zufolge 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Zum Vergleich: In der Braunkohleindustrie arbeiten derzeit weniger als 20.000 Menschen.

Bei einem stärkeren Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik könnten bis 2040 rund 50.000 neue Jobs entstehen. Das geht aus einer Studie der Marktforschungsfirma EuPD Research Sustainable Management im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft hervor.

Derzeit gibt es demnach rund 24.000 direkt Beschäftigte in der Photovoltaik-Branche. In dieser sind in den vergangenen Jahren allerdings Tausende von Jobs abgebaut worden. Das lag vor allem an der zunehmenden Konkurrenz vor allem aus Asien bei der Fertigung von Solarprodukten.

Mehr Solarenergie ist ein Muss

Laut Studie müssen Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden als bisher geplant - um eine Stromerzeugungslücke infolge des geplanten Ausstiegs aus der Atomenergie sowie der Kohleverstromung in Deutschland zu vermeiden. Dadurch könnte der Branchenumsatz von derzeit fünf Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro steigen.

Die Große Koalition hatte im Zuge ihres Klimaschutzprogramms angekündigt, Solarstrom stärker auszubauen. Dabei geht es auch um eine weitere Förderung. Bisher sollten neue Solarstromanlagen auf Gebäuden nicht mehr gefördert werden, sobald insgesamt eine Marke von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Kapazität erreicht ist. Die Bundesregierung will diesen Förderdeckel nun aufheben.

Ziel: 65 Prozent Ökostrom bis 2030

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 den Anteil des Ökostroms aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne auf 65 Prozent zu steigern - in den ersten neun Monaten 2019 lag der Anteil am Bruttostromverbrauch nach Angaben der Energiebranche bei knapp 43 Prozent.

2022 geht das letzte Atomkraftwerk vom Netz, 2038 soll spätestens Schluss sein mit dem Strom aus Kohle. Im Braunkohlebergbau und -kraftwerken arbeiteten im Jahr 2016 laut Bundesumweltamt bereits weniger als 20.000 Menschen, fast 70 Prozent davon waren 46 Jahre und älter.

In der Windenergiebranche arbeiteten einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) 2016 160.000 Menschen. Insgesamt zählte die Studie im Bereich der Erneuerbaren Energien sogar knapp 340.000 Jobs.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Dezember 2019 | 06:30 Uhr

8 Kommentare

kleinerfrontkaempfer vor 46 Wochen

Das war doch schon mal alles da:
Bosch, QCell, Solarworld, ErSol,.....
Marktwirtschaftlich begünstigt und bereinigt am Standort Doitschland. Die Gunst der Stunde und des Vorsprungs wurde nicht genutzt.

Atheist vor 46 Wochen

Wir bauen gerade unsere Altersgerechte Haus
Und wer einen Bauantrrag genehmigt bekommen will muss min. eine Ökoanlage nachweisen, entweder Wärmepumpe, Solar....
Da die Wärmepumpen nicht mehr hergeben als 22 grad Zimmertemperatur und ein Stromfresser ist haben wir uns schweren Herzens für die Solaranlage entschieden.
Schwer deshalb weil es erstens eine Frage vom Preis ist, zweitens weil die Dinger unsicher sind und die Lebenserwartung nicht sehr hoch, drittens weil es das Dach verschandelt...
Ich habe aber auch schon Leute gehört die sich deshalb Solar Attrappen auf Dach setzen.

Anhaltiner vor 46 Wochen

Bis zu 50.000 Jobs in Solarbranche möglich , ja genau aber eben in China. Einfach mal nachsehen in www.agora-energiewende und in der Realität landen.Dann weiter träumen:Ziel: 65 Prozent Ökostrom bis 2030
Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 den Anteil des Ökostroms aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne auf 65 Prozent zu steigern - in den ersten neun Monaten 2019 lag der Anteil am Bruttostromverbrauch nach Angaben der Energiebranche bei knapp 43 Prozent.