Die Luftaufnahme zeigt das VW Werk mit dem Heizkraftwerk (l) und der Autostadt (r) in Wolfsburg (Niedersachsen).
Der Dieselskandal ist für VW noch lange nicht ausgestanden. Hier ein Blick auf das Hauptwerk in Wolfsburg. Bildrechte: dpa

Manipulations-Vorwürfe Der Abgasskandal von VW - Eine Chronologie

Der Abgasskandal ist für den Autobauer aus Wolfsburg die wohl schwerste Krise der Unternehmensgeschichte. Im Herbst 2015 wurden die Manipulationsvorwürfe an Dieselmotoren publik. Im Verlauf des Jahres 2016 offenbarte sich das Ausmaß dieser Affäre. Autofahrer sind aus vielen Gründen empört und enttäuscht.

Die Luftaufnahme zeigt das VW Werk mit dem Heizkraftwerk (l) und der Autostadt (r) in Wolfsburg (Niedersachsen).
Der Dieselskandal ist für VW noch lange nicht ausgestanden. Hier ein Blick auf das Hauptwerk in Wolfsburg. Bildrechte: dpa

Der Skandal Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, in seine Diesel-Pkw eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese erkennt, ob ein Wagen auf dem Prüfstand steht - und er hält auch nur dann die Abgasgrenzwerte ein. Im normalen Verkehr auf der Straße ist der Schadstoffausstoß um ein Vielfaches höher. Weltweit sind davon mindestens elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Die meisten davon fahren in Europa, darunter mehr als zwei Millionen in Deutschland.

Der aktuelle Stand

Die Anfänge des VW-Skandals reichen Jahre zurück. Im Herbst 2015 war öffentlich geworden, dass Dieselfahrzeuge aus dem VW-Konzern mithilfe einer Software bei Abgastests schummelten. Seitdem hat sich die Lage kaum beruhigt. Sehr zäh verläuft zum einen die versprochene Umrüstung der betroffenen Modelle, aber auch die Aufklärung darüber, wer was wann wusste und wen informierte. Im Bundestag arbeitet ein Untersuchungsausschuss, der nicht nur den Skandal aufarbeiten soll, sondern auch die Verquickung von Autoindustrie und Politik. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Vorstandschef Winterkorn und andere Vorstandsmitglieder. Volkswagen will die Affäre auch selbst aufklären. In den USA wurde Winterkorn inzwischen angeklagt. Das Unternehmen beauftragte damit die US-Kanzlei Jones Day.

VW selbst weiß noch nicht, welche Kosten letztlich auf den Konzern zukommen. Der Absatz ging zwischenzeitlich deutlich zurück, zog zuletzt aber wieder an. Für die Kosten des Skandals hatte Volkswagen in der Jahresbilanz 2015 Rückstellungen von 16,2 Milliarden Euro gebildet. Inzwischen prüft der Konzern, ob er finanzielle Ansprüche gegen Ex-Konzernchef Winterkorn geltend machen kann. Selbst wenn sich VW in den USA mit den Händlern auf Schadenersatz einigen konnte, stehen in den USA, in Deutschland und weiteren Ländern noch Zivilklagen und strafrechtliche Ermittlungen aus. In Deutschland empört die betroffenen Autobesitzer vor allem, dass VW-Autobesitzer in den USA finanziell entschädigt werden sollen, in Deutschland und anderen europäischen Staaten aber nicht.

Betroffene Fahrzeuge nach Ländern Deutschland: mindestens 2,8 Millionen
Großbritannien: 1,2 Millionen
Frankreich: 950.000
Spanien: 680.000
Italien: 650.000
Belgien: 500.000
USA: 482.000
Österreich: 363.000
Mexiko: 32.000

Eine Chronologie der Ereignisse

Juni 2018

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig verhängt ein Bußgeld über eine Milliarde Euro gegen Volkswagen. Der Autobauer erklärt: "Volkswagen akzeptiert das Bußgeld und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung".

Mai 2018

Die US-Justiz erhebt Anklage gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn. Auch ein Haftbefehl wird erlassen. Winterkorn wird Betrug, Verschwörung zum Verstoß gegen Umweltgesetze und Täuschung der Behörden vorgeworfen. So lange Winterkorn Deutschland nicht verlässt, muss er allerdings keine Auslieferung an die USA befürchten.

Volkswagen prüft derweil finanzielle Ansprüche gegen Winterkorn.

April 2018

Der bisherige Markenchef Herbert Diess wird neuer Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen. Er löst Matthias Müller ab, der erst 2015 die Nachfolge von Martin Winterkorn übernommen hatte.

März 2018

Das Landgericht Stendal entscheidet, dass VW einer Autobesitzerin aus der Altmark 17.000 Euro Schadenersatz zahlen muss. Die Frau hatte einen Skoda mit manipulierter Abgas-Software gekauft. Nach Ansicht des Gerichtes handelte VW vorsätzlich sittenwidrig. Dem Urteil wird Signalwirkung zugeschrieben. Der Fall ist allerings noch nicht in letzter Instanz entschieden.

Derweil steht VW trotz des Diesel-Skandals wirtschaftlich gut da. Der Konzern verkündet einen Rekord-Umsatz.

Februar 2018

Volkswagen, Daimler und BMW zahlen viel Geld in einen Fonds für saubere Luft ein. Die drei Autobauer übernehmen den von der Bundesregierung für die gesamte Branche vorgesehenen Anteil von 250 Millionen Euro.

Januar 2018

Thomas Steg
Der ehemalige VW-Markenchef Thomas Steg. Bildrechte: dpa

Mit Empörung reagieren Politiker und die Öffentlichkeit auf die Nachricht, dass deutsche Autobauer Abgas-Tests an Menschen und Affen finanziert haben. VW, BMW und Daimler wollten mit den Studie offenbar beweisen, dass die Schadstoffbelastung durch Diesel dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat.

VW soll bei der Initiative federführend gewesen sein. Der Konzern beurlaubt nach Bekanntwerden der Tests seinen Cheflobbyisten Thomas Steg.

Dezember 2017

Wegen Vertuschung und Abgasmanipulationen wird ein VW-Manager in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit mitteilt, muss der Angeklagte Oliver S. außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar zahlen.

November 2017

Das Dresdner Landgericht weist zwei Klagen gegen VW im Zusammenhang mit dem Abgasskandal ab. Kunden hatten Entschädigungen gefordert. Zuvor waren sie von ihren Kaufverträgen zurückgetreten und hatten diese wegen "arglistiger Täuschung" angefochten.

September 2017

Im Zuge der Ermittlungen zum Dieselskandal verhaftet die bayerische Justiz Wolfgang Hatz, einen hochrangigen Ex-Manager des Volkswagen-Konzerns. Der ehemalige Porsche-Entwicklungsvorstand und Audi-Motorenentwickler sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

August 2017

Volkswagen kündigt ein Software-Update für rund vier Millionen Dieselautos an - darunter 2,5 Millionen für die bereits Abgas-Nachbesserungen angeordnet wurden.

In den USA wird erstmals ein langjähriger VW-Ingenieur im Zusammenhang mit dem Skandal verurteilt. Er erhält in Detroit eine Gefängnisstrafe von 40 Monaten und eine Geldbuße von 200 000 Dollar.

Juli 2017

Wegen illegaler Abgas-Software verhängt der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Zulassungsverbot für den Porsche-Geländewagen Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Motor.

Juni 2017

Auch bei den Audi-Modellen A7 und A8 werden Abgasmanipulationen festgestellt. Das Bundesverkehrsministerium fordert den VW-Konzern zum Rückruf von 14.000 Autos in Deutschland auf. Betroffen sind europaweit 24.000 Wagen. Audi entschuldigt sich bei seinen Kunden.

Mai 2017

Vorwürfe der Marktmanipulation haben auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf den Plan gerufen. Sie ermittelt gegen VW-Konzernchef Matthias Müller, seinen Vorgänger Martin Winterkorn und den Ex-VW-Finanzvorstand und heutige VW-Chefaufseher Hans Dieter Pötsch.

Bei den Ermittlungen gegen Müller geht es um dessen Amt im Vorstand der Porsche SE, dem Haupteigner von Volkswagen. Zuvor hatten schon die Braunschweiger Strafverfolger solche Untersuchungen gestartet - dort außerdem gegen den VW-Kernmarken-Chef Herbert Diess. Volkswagen ist der Überzeugung, alle Regeln eingehalten zu haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ist zuständig, weil die Porsche SE ihren Sitz in der schwäbischen Großstadt hat.

Januar 2017

Auch gegen den früheren Vorstandschef des Autokonzerns, Martin Winterkorn, ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun wegen des Anfangsverdachts auf Betrug. Es hätten sich hinreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Winterkorn früher als von ihm behauptet, von der Manipulations-Software und deren Wirkung gewusst haben könnte.

Bisher hatte die Staatsanwaltschaft gegen Winterkorn nur wegen des Verdachts der Marktmanipulation ermittelt, weil VW die Finanzmärkte möglicherweise zu spät über die milliardenschweren Risiken des Skandals informiert hat.

Anfang Januar hat der Konzern sich nach eigenen Angaben mit dem US-Justizministerium auf einen weiteren Vergleich geeinigt. Dieser sieht Zahlungen in Höhe von umgerechnet rund vier Milliarden Euro vor. Kurz darauf kommt es zu einem weiteren Vergleich: VW will demnach zusammen mit Bosch 1,5 Milliarden Dollar an Käufer von Drei-Liter-Modellen zahlen.

Dezember 2016

Der Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages soll klären, wann die Bundesregierung von den Abgas-Manipulationen erfahren hat und was sie seit 2007 unternommen hat, damit Abgas-Regeln eingehalten werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Umweltministerin Barbara Hendricks und Kanzleramtschef Peter Altmaier waren vorgeladen.

Die EU-Kommission eröffnet ein Vertragsverletzungsverfahren. Die Behörde wirft der Bundesregierung unter anderem vor, den VW-Konzern nicht für die Manipulation von Schadstoffwerten bei Dieselautos bestraft zu haben.

November 2016

VW will weltweit 30.000 Jobs abbauen. Allein in Deutschland sollen bis zu 23.000 Jobs wegfallen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben des VW-Konzerns nun auch gegen Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Er wird verdächtigt, in die Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Abgasskandal verwickelt zu sein. Ermittelt wird bereits unter anderen gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn und den derzeitigen VW-Markenchef Herbert Diess. Ihnen wird vorgeworfen, die Finanzwelt zu spät über den Abgasskandal informiert zu haben.

Oktober 2016

In den USA werden knapp 500.000 Kunden von VW-Wagen mit Zwei-Liter-Diesel-Motor finanziell entschädigt. Das zuständige Bundesbezirksgericht San Francisco hat den milliardenschweren Vergleich des Konzerns mit den VW-Besitzern endgültig genehmigt. Das Paket kann den Autobauer bis zu 15,2 Milliarden Euro kosten. Die Rückkäufe sollten Mitte November beginnen. Lösungen für größere Motoren stehen noch aus. Neben den zivilrechtlichen Auseinandersetzungen mit VW-Fahrern und -Händlern laufen aber auch noch strafrechtliche Ermittlungen gegen den Konzern. Das Justizministerium in Washington sieht Anhaltspunkte für kriminelle Machenschaften. Auch hier strebt Volkswagen eine außergerichtliche Einigung an.

Volkswagen hat einem Bericht zufolge bislang nicht einmal zehn Prozent der in Deutschland vom Dieselskandal betroffenen Autos nachgerüstet. Nur rund 240.000 der rund 2.556 Millionen manipulierten Autos mit EA-189-Motor seien umgebaut worden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

September 2016

Der Autozulieferer Bosch ist offenbar stärker in den VW-Abgasskandal verstrickt als bekannt. Dokumente im US-Verfahren belegen, dass der Autozulieferer aktiv an der Manipulation von Dieselmotoren beteiligt war und das zu vertuschen versuchte.

Pünktlich zum ersten Jahrestag des Abgas-Skandals sieht sich Volkswagen mit neuen Klagen konfrontiert. Nach Bayern wollen nun auch Hessen und Baden-Württemberg juristisch gegen den Autobauer vorgehen. Das kündigten die Finanzministerien der beiden Länder an.

Im Untersuchungsausschuss des Bundestages kommt die politische Aufklärung in Gang. Im Fokus steht dabei auch die Rolle der Bundesregierung. Viel Zeit ist jedoch nicht vorgesehen.

August 2016

Das Land Bayern kündigt Klage gegen VW wegen der Aktienkursverluste im Abgasskandal an. Der Pensionsfonds der bayerischen Beamten machte einen Schaden in Höhe von maximal 700.000 Euro geltend.

Südkorea stoppt den Verkauf von VW-Modellen. Das Umweltministerium entzog dem Konzern die Zulassungen für 80 Modelle der Marken VW, Audi und Bentley und verhängte eine Geldbuße von rund 14,3 Millionen Euro. Das Ministerium begründete dies damit, dass die Zulassungen auf der Grundlage falscher Angaben zum Schadstoffausstoß und der Lärmentwicklung der Fahrzeuge erfolgt sei.

US-Anwaltskanzleien nehmen erstmals auch den Zulieferer Bosch ins Visier. Sie werfen dem Unternehmen eine Mittäterschaft in der Affäre vor. Bosch hatte die Steuerungs-Software entwickelt und an VW geliefert.

Juni 2016

Das Entschädigungs-Paket für US-Kunden steht: Volkswagen soll wegen des Abgasskandals in den USA voraussichtlich fast 15 Milliarden Dollar zahlen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor.

Im VW-Abgasskandal ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig jetzt doch gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn wegen des Verdachts der Marktmanipulation.

Ihm wird vorgeworfen, dass Volkswagen die Finanzwelt womöglich zu spät über die Affäre informiert hat.

April 2016

Die Affäre um Abgas-Manipulationen in den USA beschert dem größten europäischen Autobauer für 2015 ein Rekordminus von 1,6 Milliarden-Euro. Wegen Rückstellungen erzielte der Konzern das schlechteste Ergebnis seiner Geschichte.

Volkswagen hat sich mit US-Vertretern grundsätzlich auf einen Vergleich im Streit um manipulierte Diesel-Abgaswerte geeinigt.

In der VW-Führung wird über die Auszahlung von Boni an den Vorstand gestritten. Die Sicht darauf ist unterschiedlich - sie reicht von voller Auszahlung über Kürzung bis zum Verzicht.

Grüne und Linke im Bundestag planen einen Untersuchungsausschuss, der Mauscheleien zwischen der Autoindustrie und der Politik aufdecken soll.

Januar 2016

VW beginnt mit einer Rückrufaktion. Dieselautos, bei denen die Schummelsoftware eingebaut wurde, werden nun zurückgerufen. Betroffene müssen einiges beachten.

Bislang hieß es, die Führung des Volkswagen-Konzerns habe nichts von den Abgas-Manipulationen gewusst. Erstmals widerspricht ein Zeuge.

Die Behörden in den USA lehnen die Rückrufpläne des VW-Konzerns in den USA als unzureichend ab. Das US-Justizministerium reicht wegen des Abgasskandals eine Klage ein. Dem deutschen Autobauer wird ein Verstoß gegen das Luftreinheitsgesetz zur Last gelegt.

November 2015

Volkswagen muss im Zuge des Abgasskandals bei 540.000 Diesel-Fahrzeugen größere technische Änderungen vornehmen. Das entschied das Kraftfahrtbundesamt mit.

In den USA wird der Verkauf des Porsche Cayenne gestoppt, weil es neue Manipulations-Vorwürfe gibt.

Oktober 2015

VW legt einen Zeitplan zur Rückrufaktion vor. Sie sollen im Januar 2016 beginnen.

Der Skandal um manipulierte Dieselmotoren im VW-Konzern könnte sich auch auf neuere VW-Motoren ausweiten. Derzeit wird geprüft, ob auch das Nachfolgemodell des betroffenen Motors EA189 manipuliert war. Der EA288 galt bisher als unverdächtig.

VW-Kunden können im Internet überprüfen, ob ihr Auto von der Abgasaffäre betroffen ist. Damit startet der Autobauer die versprochene Aufklärung seiner Kunden. Gibt man auf der Seite www.volkswagen.de/info die Fahrgestellnummer ein, kann man feststellen, ob der eigene Wagen einen der betroffenen EA 189-Dieselmotoren hat.

September 2015

Porsche-Chef Matthias Müller übernimmt Vorstandsvorsitz bei Volkswagen und löst damit Winterkorn ab. Er ist von Beginn seiner Amtszeit an mit Krisenbewältigung befasst. Er verspricht Aufklärung der Vorwürfe. Vor allem in den USA versucht er, den Schaden überschaubar zu halten.

Volkswagen gibt massive Abgas-Manipulationen in den USA zu. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat VW vorgeworfen, bei zahlreichen Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen zu haben.

Der Skandal hat seine Wurzeln in den Jahren zuvor VW hatte ab 2005 große Absatzprobleme in den USA. Als Reaktion wollte der Konzern nach Aussagen eines Zeugen die Hybridtechnik des "Erzrivalen" Toyota mit einem "Clean Diesel" ausstechen. Diese Technik sollte schnell eingeführt werden, sauber, aber nicht teuer sein. Eingeweihten sei klar gewesen, dass das nur mit einer Manipulation der Software zu erreichen sei, sagte ein Insider aus.

Die Entscheidung der VW-Chefs, Manipulationssoftware in Dieselwagen einzubauen, soll 2006 gefallen sein. Bereits 2007 soll Autozulieferer Bosch vor dem Einsatz in einem Brief an die Konzernzentrale gewarnt haben. 2014 wurden in den USA erste Vorwürfe laut. VW versuchte zunächst, den Skandal "klein" zu halten und auf dem Verhandlungswege zu lösen.

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2018, 18:27 Uhr

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5 Kommentare

05.12.2017 15:58 optinator 5

Ich möchte gerne Mitarbeiter in diesem Skandalunternehmen sein !
Dann ginge es mir gut !

Aber leider arbeite ich nur bei einem Dienstleister für dieses Unternehmen.

17.05.2017 13:20 Graf von Henneberg 4

Skandal - nein, nur das Offenkundigwerden der Mechanismen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Das ist dem Grunde nach alles ganz normal. Das System funktioniert eben so, und es kann nicht anders. Weiß das Volk denn das nicht?

11.01.2017 12:01 Klaus Troost 3

Die Dreistigkeit und hohe kriminelle Energie , als Hersteller in PKWs Betrugssoftware einzubauen, ist m.E. der erste Skandal.
Offenbar ging man bei VW davon aus, dass TÜV und Politik ohnehin nicht nach realistischen Emissionswerten suchen und im Falle einer Entdeckung keine existenzgefährdenden Folgen zu befürchten sind. Die enge Zusammenarbeit von Politik und Industrie, die diese Erwartungshaltung begründet haben, - das ist der zweite, noch viel größere Skandal.
Wenn der Konzernchef, in dessen Amtszeit der Betrug vorgenommen wurde, sich mit 80% seiner aktiven Bezüge in den Ruhestand verabschieden darf, und die Aktionäre dies nicht verhindern, dann ist das m.E. der dritte Skandal.
Wieder ein gesunder Konzern vom Management vor die Wand gefahren, weil Vorstände ihre Kontollfunktion nicht ausüben- der vierte Skandal.
Mehr als 1 Jahr später sind die Fahrzeuge noch nicht nachgerüstet und VW übernimmt keine Verantwortung für den Schaden der deutschen Kunden- m.E. der fünfte Skandal.

19.11.2016 00:52 rainer beutler 2

kleines gedicht zum abgasskandal,denkt euch ich habe das Christkind gesehnes es stand gruss rainer man kann das gedicht im Internet weiterlesen

19.11.2016 11:22 Wolfgang Kroll 1

Nach dem Stand der Dinge steht für mich eines fest.
Das KBA, vor allem Minister Dobrindt ist in der Sache tiefer verstrikt als er zugeben will und man sollte "Ihn"
mal staatsanwaltlich unter die Lupe nehmen, damit die gesamten Klüngeleien mit der Autolobby und Anderen
aufgedeckt werden. Er sollte umgehend seines Postens enthoben werden bevor noch mehr Beweismaterial verschwindet. Das "Ganze" stinkt nach Korruption in größtem Ausmaß.