Eine Remington Gewehr-Patrone liegt auf der 35. SHOT Show aus.
US-Amerikaner kaufen nicht mehr ganz so viele Waffen. Sie befürchten vorerst keine weitere Verschärfung der Waffengesetze. Bildrechte: dpa

Waffenverkäufe gehen zurück Waffenhersteller Remington pleite

Remington, einer der ältesten Waffenhersteller in den USA, ist insolvent. Seit Donald Trump US-Präsident ist, verkauft das Unternehmen weniger Pistolen und Gewehre. Außerdem lastet ein Schuldenberg auf der Firma.

Eine Remington Gewehr-Patrone liegt auf der 35. SHOT Show aus.
US-Amerikaner kaufen nicht mehr ganz so viele Waffen. Sie befürchten vorerst keine weitere Verschärfung der Waffengesetze. Bildrechte: dpa

Der US-Waffenhersteller Remington ist pleite. Die Remington Outdoor Company kündigte an, einen Insolvenzantrag zu stellen. Grund seien hohe Schulden und der rückläufige Absatz von Pistolen, Gewehren und Munition. Der Gläubigerschutz solle helfen, den Schuldenberg abzubauen.

Eine der ältesten Waffenschmieden

Das Verfahren sei mit Banken und Investoren abgesprochen, teilte das Unternehmen mit. Ziel ist demnach, die Schulden um 700 Millionen Dollar zu senken und gut 100 Millionen Dollar neues Kapital zu beschaffen. Den Angaben zufolge soll die Produktion weitergehen. Rechnungen und Löhne würden weiterbezahlt.

Remington ist eine der größten und ältesten Waffenschmieden in den USA, deren Wurzeln bis in Jahr 1816 zurückreichen. Das Unternehmen sitzt in Madison, North Carolina und hat rund 3.500 Mitarbeiter. Eigentümer ist die Beteiligungsgesellschaft Cerberus, die das Unternehmen 2007 übernommen hatte, aber schon seit Jahren vergeblich versucht, es wieder zu verkaufen.

Waffenfreund Trump ist schuld

Remington ist mit seinen Problemen nicht allein. Auch andere Waffenhersteller in den USA haben Absatzschwierigkeiten. Einen Grund sieht die Branche in der Präsidentschaft von Donald Trump, der als Freund der Waffenindustrie gilt. Und das wissen auch die Verbraucher. Weil sie aktuell keine Verschärfung der Waffengesetze befürchten, kaufen sie weniger Gewehre und Munition. Während der Präsidentschaft von Barack Obama und auch noch während des Wahlkampfs von Hillary Clinton hatten sich Amerikaner im großen Stil mit Waffen eingedeckt.

Remington geriet allerdings schon früher in Schwierigkeiten. Das Unternehmen wurde wegen angeblich defekter Gewehre verklagt. Zudem hatten die Hinterbliebenen des Schulmassakers in Sandy Hook im Jahre 2012 gegen Remington geklagt, bei dem unter anderem ein Sturmgewehr des Herstellers eingesetzt wurde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Februar 2018 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 10:16 Uhr

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5 Kommentare

14.02.2018 17:25 Witwer Bolte 5

Das ist 'ne glatte Fake-News! "Waffenfreund" Trump hat überhaupt keine Gesetzgebungsgewalt, um "aktuell Waffengesetze verschärfen" zu können oder nicht, genauso wenig wie Obama das zu seinen Präsidentschaftszeiten vermocht hatte. In den USA gilt tatsächlich noch das Prinzip der Gewaltenteilung, und Gesetze machen in diesem Land immer noch die Parlamente und nicht die Exekutive. Vielleicht fällt es Propagandisten in der BRD schwer, dieses Prinzip zu verstehen, aber das ist nun einmal so in einer leidlich funktionierenden Demokratie!

13.02.2018 15:12 REXt 4

Gut das es den Trump gibt, der ist an allem Schuld, was nicht klappt, vielleicht auch an der Groko? Mal ehrlich, wir müssen doch so was von blöd gehalten werden, um uns solchen Schmarn aufzutischen!

13.02.2018 15:01 Markus 3

In Amerika ist alles verkehrt. Heutzutage reicht es, einer Dame Blumen zu schenken, um als Sexist vor Gericht zu stehen... Vielleicht weil Amerika auf anderer Seite der Erde ist, deshalb gehen dort alle Kopf nach unten? Wie kann man sonst täglichen Quatsch aus Amerika erklären?

13.02.2018 13:09 Atze 2

Guter Tag für die USA und die Welt.
Wenn Rheinmetall nun noch betreffs Türkei gestoppt wird....... Die haben ja trotz Gabriels Stopp ,im derzeitigen Wirrwar der Groko , die Verträge schon mal eigenmächtig unterzeichnet. Sehr voreilig. MfG

13.02.2018 13:06 Harry 1

Trump persönlich ist also Schuld an der Pleite der Waffenbude, weil - Trommelwirbel - er ein Freund der Waffenindustrie ist. Scheint so, als könnte der gedankliche Salto mortale gar nicht gewagt genug sein, um ja den pöhsen Trump als Universalerklärung für alle Malaisen dieser Welt irgendwie im Artikel unterzubringen.