Rechtsextreme Terrorzelle Letzte Minuten von Böhnhardt und Mundlos rekonstruiert

Am 4. November starben die beiden Rechts-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach einem Banküberfall in Eisenach. Fahnder haben jetzt die letzten Minuten im Leben der beiden rekonstruiert. Ihre Komplizin Beate Zschäpe hat unterdessen den Antrag gestellt, in eine andere Haft-Anstalt verlegt zu werden.

Feuerwehrleute und Polizisten stehen 2011 in Eisenach vor einem qualmenden Wohnmobil.
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Fahnder haben die letzten Minuten im Leben der beiden Rechts-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt rekonstruiert. Nach einem Bericht der Zeitung "Bild am Sonntag" hat Uwe Mundlos demnach am 4. November 2011 um kurz nach 12 Uhr zunächst seinen Kumpan Uwe Böhnhardt erschossen. Dann habe Mundlos in dem Wohnmobil, in dem sich die beiden verschanzt hatten, Feuer gelegt und anschließend sich selbst erschossen. Dies habe nach Aussagen von zwei Streifenpolizisten insgesamt 15 Sekunden gedauert, schreibt das Blatt.

Ringfahndung wieder aufgehoben

Böhnhardt und Mundlos hatten an diesem Tag in Eisenach eine Sparkasse überfallen. Anschließend waren sie mit Fahrrädern zu einem Wohnmobil geflüchtet, das sie für den Überfall gemietet hatten. Im Eisenacher Ortsteil Stregda war das Wohnmobil von Streifenpolizisten gestellt worden.

Wie es in dem Zeitungsbericht weiter heißt, war die Ringfahndung nach den beiden zu diesem Zeitpunkt schon aufgehoben gewesen. Theoretisch hätten sie deshalb über die Autobahn flüchten können. Warum sie das nicht getan hätten, sei rätselhaft, schreibt das Blatt.

Zschäpe will in anderes Gefängnis verlegt werden

Die mutmaßliche Rechts-Terroristin Beate Zschäpe hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" ihre Verlegung in ein anderes Gefängnis beantragt. Der Verteidiger der 37-jährigen Frau habe den Antrag gestellt, dass Zschäpe ihre Untersuchungshaft in größerer Nähe zu ihrer Heimatstadt Jena verbringen kann. Zur Begründung habe sie angegeben, dass ihre Mutter und ihre Großmutter dort leben. Zschäpe hatte sich wenige Tage nach dem Tod ihrer beiden Kumpane Mundlos und Böhnhardt der Polizei gestellt. Sie sitzt seitdem in der Haftanstalt Köln-Ossendorf in Untersuchungshaft. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe bildeten die Terrozelle NSU. Sie sollen für den Tod von zehn Menschen verantwortlich sein.

Der mutmaßliche NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben ist laut dem Bericht mittlerweile von Wuppertal in die Justizvollzugsanstalt Gräfentonna in Thüringen verlegt worden. Einen entsprechenden Antrag hatte der frühere Thüringer NDP-Vize im April gestellt.

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