Nah dran | 22.02.2017 Wieviel braucht der Mensch zum Leben? – Armut in Deutschland

+++ Was tun gegen Armut in Deutschland? +++ Wer arm ist, stirbt früher +++ Ein Parlament für Arbeitslose +++ 25 Jahre "Tafeln" in Deutschland +++

Was tun gegen Armut in Deutschland?

Es scheint, als wäre der Weg, den man nimmt, ab der Geburt festgeschrieben: Kinder in armen Verhältnissen, werden im Erwachsenenalter selbst arm sein. Und Kinder reicher Familien, sind oft selbst vermögend, gut situiert, wenn sie groß sind.

Doch ist das tatsächlich so? Ist die Armutskarte, die man zieht, ein Schicksal? Wie kann man selbst und vor allem, wie kann die Gesellschaft diese Lage beeinflussen? Die berühmte Chance für alle – wie kann sie entstehen? Nah dran auf der Suche nach Lösungen.

Autorin: Carolin Hillner

 Wer arm ist, stirbt früher

Es klingt erschreckend, aber zwischen Armut und einer kürzeren Lebenserwartung besteht ein deutlicher Zusammenhang – vor allem Männer sind von dieser negativen Folge der Armut betroffen. Die Gründe sind vielfältig, vor allem eine schlechtere Lebensweise, der häufigere Missbrauch von Alkohol und Bewegungsmangel sind schuld. Nah_dran zeigt noch weitere Probleme auf, die arme Menschen in einen Teufelskreis zwingen, der zu einem früheren Tod führen kann.

Autoren: Tina Soliman, Ben Bolz

Ein Parlament für Arbeitslose

Sabine Schwager ist seit 20 Jahren ohne festen Job. Das hinterlässt viele Spuren, eine davon ist auch, sich nicht als Teil der Gesellschaft zu fühlen.

Nicht dazu zugehören ist wie eine Strafe und Menschen wie sie spüren täglich, dass die Konsum- und Spaßgesellschaft um sie herum, sich für diese Schicksale nicht interessiert. Deshalb setzt sich die Erfurterin für den Erhalt des Arbeitslosenparlaments ein. Sie kann sich damit Gehör verschaffen und ein Sprachrohr für andere sein. Nah dran erlebte einen Tag das Thüringer Arbeitslosen-Parlament.

Autorin: Nadja Mönch

25 Jahre "Tafeln" in Deutschland

Die Geschicke der Meißner Tafel liegen in den Händen von Ursula Gleisberg. Die 83jährige organisiert die Lebensmittelspenden und deren Verteilung. Sie kann auf 22 Jahre ehrenamtliche Arbeit in der Tafel zurückblicken und sieht die vielen großen und kleinen Veränderungen: Spenden, die weniger werden, viele Kinder, die bedürftig sind und Rentner, die immer häufiger auf Lebensmittel aus der Tafel angewiesen sind. Nah_dran blickt auf die langjährige Arbeit der Tafel in Meißen.

Autorin: Pauline Vestring

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2018, 10:38 Uhr

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