Nah dran | 14.12.2017 Wer macht denn sowas? Helfen, spenden, Gutmensch sein

Für die Gemeinschaft da sein +++ Kann man zu viel helfen? +++ Wann brauchen Behinderte tatsächlich Hilfe? +++  Warum engagieren sich junge Leute im freiwilligen sozialen Jahr? +++ Was habe ich davon, wenn ich helfe?

Für die Gemeinschaft da sein ... in einem Dorf in der Lausitz

Eine neue Glocke für Cunnersdorf
Agnes Rachel läutete Jahrzehnte lang die Glocke im Dorf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Cunnewitz in der Lausitz ist die Lage wie in vielen Dörfern: Nur durch ehrenamtliche Helfer wird das Dorfleben aufrechterhalten. Menschen wie Sylvio Schorlich arbeiten in ihrer Freizeit für die Gemeinschaft. Die Glocke der Kirche hat Jahrzehnte lang eine Frau per Hand geläutet, nun schafft sie es aus Altersgründen nicht mehr. Sylvio und seine Freunde wollen nun eine elektrische Lösung schaffen. Das kostet Geld und Zeit.

"Nah dran" zeigt, welchen Idealismus und welche Schaffenskraft es braucht, um sich für die Gemeinschaft zu engagieren.

Autorin: Elisabeth Enders

Altruismus oder die Frage: Kann man zu viel helfen?

Nah dran: Magazin
Vanessa Homann ist Vorsitzende Tierschutz Halle e.V. und stellt fürs Ehrenamt gerade ihr Studium zurück. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Über das Wort Altruismus sagt der Duden: "Durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise, Selbstlosigkeit. Das Gegenteil von Egoismus."

Etwas ohne eigenen Vorteil tun, das ist eine Sache, die wir uns von vielen Menschen wünschen. Doch wie sind wir selbst und warum ist der Eine selbstloser als der Andere? Und wann kippt das Ganze und schadet uns? Ist der viel zitierte "gesunde Egoismus" hilfreich? "Nah dran" begibt sich auf die Suche nach dem richtigen Maß der Selbstlosigkeit.

Autorin: Carolin Hillner

Wann brauchen Behinderte tatsächlich Hilfe? - Frank Brehmer im Porträt

Nah dran: Magazin
Frank Brehmer ist blind, er engagiert sich in einem Hospiz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Frank Brehmer ist blind. Viele Jahre kämpften die Ärzte um sein Augenlicht, inzwischen ist er völlig erblindet. Verzweifelt und hilflos fühlt er sich nicht. Er schätzt es, wenn sich andere sorgen und ihm helfen wollen. Doch oft ist die Hilfe Fremder eine Last. Er wird ungefragt über die Straße gebracht, festgehalten, geführt, gestützt. Dabei kann er problemlos laufen. Nur eben nicht sehen.

"Nah dran" versucht sich heranzutasten an den schmalen Grat zwischen helfen wollen oder jemanden bedrängen - und trifft Frank Brehmer, der sagt, da er in der Vergangenheit viel Hilfe erfahren habe, möchte er auch wieder etwas zurückgeben an die Gesellschaft. Einmal in der Woche geht er in eine Hospiz-WG, um Menschen im Sterbeprozess zu begleiten, zuzuhören, Anteil zu nehmen oder einfach da zu sein.

Autor: Oliver Matthes

 Warum sich junge Leute im freiwilligen sozialen Jahr engagieren?

Nah dran: Magazin
Janis kümmert sich um andere Jugendliche Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Jannis ist gerade 18 Jahre alt und macht sein freiwilliges soziales Jahr. In der "Villa Lampe" in Heilbad Bad Heiligenstadt betreut er Jugendliche, die aus sozial benachteiligten Familien stammen. Jannis' Engagement ist ungewöhnlich: Als nicht religiöser Mensch arbeitet er ein Jahr lang bei den Salesianern Don Boscos - einer Ordensgemeinschaft, die die "Villa Lampe" ins Leben gerufen haben. Was brachte ihn dazu und welche Erfahrungen macht er?

"Nah dran" hat den jungen Mann bei seiner Arbeit besucht.

Autorin: Josefine Bauer

"Was habe ich davon, wenn ich helfe?"

Nah dran: Magazin
Malene sorgt für den Austausch zwischen Dorfbewohnern und Flüchtlingen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Malene lebt bei Hamburg und engagiert sich in der freiwilligen Feuerwehr ihres Ortes. Sie setzt sich auch für die Verständigung zwischen Dorfbewohnern und Flüchtlingen. Sie sagt, es sei auch ein persönlicher Gewinn für sie, nach anderen Menschen zu schauen: "Du trägst Verantwortung, aber es bringt dich auch weiter."

Es heißt ja: 'Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst'. Ich find's immer gut, wenn man mit Menschen so umgeht, wie man auch selber behandelt werden möchte.

Malene

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2018, 16:12 Uhr

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