Jesus Christus am Kreuz
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Nah dran - Das Magazin | 05.04.2018 Radikal leben

War Jesus radikal, um seine Idee von einer gewaltfreien Welt umzusetzen? Auf jeden Fall war er konsequent. Was bedeutet das für uns? Wie sollen wir leben? "Nah dran" trifft Menschen, die ebenso konsequent und zuversichtlich ihren Weg gehen und für ihre Überzeugung einstehen.

Jesus Christus am Kreuz
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Nach dem Gefängnis in der DDR - ein Leben fürs Abenteuer

Carmen Rohrbach
Carmen Rohrbach Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Biologin Carmen Rohrbach zieht es in die unwirtlichsten Ecken der Welt. Wo es zu heiß oder zu kalt ist, wo die gefährlichsten Tiere leben, dort fühlt sie sich wohl. Es gibt ihr das Gefühl, lebendig zu sein.

Schon als Kind wollte sie Forscherin werden, übte, ohne Essen auszukommen. Ihren Traum konnte sie in der DDR nicht verwirklichen. Sie floh über die Ostsee, wurde entdeckt und musste zwei Jahre ins Gefängnis. Eine Erfahrung, aus der sie heute die Kraft für ihre radikalen und gefährlichen Expeditionen nimmt.

Verzicht für Gott - Leben als Ordensschwester

Schwester Antonia ist eine der Schwestern von der Kongregation der Heiligen Elisabeth, die am St. Joseph-Stift in Dresden als Seelsorgerinnen arbeiten. Das Leben als Ordensschwester wirkt auf uns heute radikal. Es fällt schwer nachzuvollziehen, warum man sich freiwillig für Keuschheit, Armut und Gehorsam entscheidet. Warum der Verzicht auf so vieles, vor allem auch auf Familie und Kinder?

Sie gibt anderen viel: Trost, Zuversicht, Nähe, Liebe. Und wie steht es um sie selbst? "Nah dran" darf die Ordensschwester einen Tag lang begleiten.

Zum 50. Todestag von Martin Luther King

Theodor Ebert, links, und Georg Meusel
Georg Meusel und Theodor Ebert Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Elektriker Georg Meusel lebt 1968 in der DDR. Der Mord an Martin Luther King trifft ihn sehr. Denn dessen Gedanken von gewaltfreiem Protest waren auch für ihn faszinierend und hoffnungsvoll. Fortan beschließt er, diese Ideen unters Volk zu bringen - nicht ohne Risiko. Unterstützt wird er von Theodor Ebert, der in Westberlin lebt und das Vorgehen von Georg Meusel großartig findet. Beide Männer sind noch heute befreundet und zeigen, wieviel man tun kann trotz Verboten und Strafen.

Die Hüter der Tradition

Richard Spillner
Richard Spillner Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am Sonntag vor Ostern feiern Christen den Palmsonntag. Der Tag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, der gleichzeitig der Beginn seines Leidensweges, seiner Passion war. Bis heute werden diese Tage des Leidens in sogenannten Passionsspielen szenisch dargestellt. Am berühmtesten sind wohl die Passionsspiele in Oberammergau.

Was für die Bayern Oberammergau, dass ist in Mitteldeutschland Heiligenstadt.  Hier gibt es so eine Art Passionsspiel bereits seit 400 Jahren, und zwar die Palmsonntagsprozession. Die UNESCO hat diese einzigartige religiöse Szenerie inzwischen als immaterielles Weltkulturerbe eingestuft. Die Eichsfelder haben es geschafft, die Tradition gegen alle Widerstände und Diktaturen beizubehalten. "Nah dran" begleitet einen jungen Mann, Azubi Richard Spillner. Er ist in der dritten Generation zum ersten Mal als Mitwirkender dabei -  ein Privileg, das immer vom Vater an den Sohn weitergegeben wird.

Zuletzt aktualisiert: 10. April 2018, 11:10 Uhr

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