Nah dran | 28.02.2019 | Jetzt in der Mediathek Ohne Moos nix los oder: Wie viel Geld brauchen wir zum leben?

Der Eine schafft, um zu scheffeln, andere arbeiten, um zu überleben. Nur die wenigsten gewinnen im Lotto. Doch macht so viel Geld auf einmal wirklich frei und glücklich? Was zählt im Leben – und in unserer Gesellschaft, fragt Nah dran.

Vom Erfolg zur Pleite und zurück – das Leben eines Firmengründers

Seine Geschichte ist extrem: Drogenabhängig und Hartz IV-Empfänger war er, dann erfolgreicher Firmengründer. Rasant und chaotisch verlief das Leben von Marcel Pölzel aus Dresden. Nach dem Aufstieg kam der Absturz, samt Pleite, Insolvenz und gesundheitlichen Problemen. Auf seinem Weg war er nicht nur gegen sich selbst rücksichtslos, nicht immer gesetzestreu – Erfolg verlangt aus seiner Sicht auch Opfer. Und was ist mit dem Geld? Verdirbt es tatsächlich den Charakter, wenn man zu viel davon hat? Er sagt: JA.

Plötzlich Millionärin

Seit Dezember 2004 weiß Petra Hunger nicht mehr, was Geldsorgen sind. Ihr passierte, wovon die meisten träumen: Sie gewann Millionen. Die studierte Diplom-Textilingenieurin arbeitete bis dahin als Industrienäherin. Ihr Einkommen war überschaubar, aber sie kam zurecht. Wie veränderte der Gewinn ihren Alltag? Was macht das mit einem, wenn man gar nicht mehr arbeiten muss und das Geld am Ende des Monats trotzdem reicht?

Kein Geld – keine Bildung – keine Zukunft

Nah dran - Das Magazin im Februar begleitet Janine Klemm
Janine Klemm will auf eigenen Beinen stehen und träumt von einem Urlaub an der Ostsee. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Janine Klemm kennt nichts anderes als ein Leben in Armut. Ihre Eltern haben immer von staatlicher Unterstützung gelebt; ein tristes Leben im sozialen Abseits. Kein Geld – keine Bildung – keine Zukunft. Wenn sie es nicht schafft, wird es ihren Kindern einmal genauso gehen, sagt Janine. Das will sie nicht. Sie träumt von einer Familie und einem Job, der ihr hilft rauszukommen aus dem Teufelskreis. Mit Mitte 20 beginnt sie eine Lehre, um irgendwann auf eigenen Beinen zu stehen. Pfarrer Johannes Roscher leitet in Zschopau die kirchliche Erwerbslosen-Initiative. Wieviel Geld man braucht, um nicht nur satt zu sein, sondern auch zur Gesellschaft zu gehören, weiß er genau. Wer als Ein-Euro-Jobber eingestuft wird, hat diese Chance aus seiner Sicht nicht.

Bezahlbar wohnen bis zum Lebensende

Sie sind 15 Erwachsene und 15 Kinder: Am Rande von Dresden bauen sie zusammen einen großen Hof aus. Das Ziel: sich etwas zu schaffen, das jenseits steigender Mietpreise auf Dauer ein sicherer Wohnort ist. Bankkredite bekommen sie für ihr Wagnis nicht. Sie setzen auf alternative Darlehensformen und Eigenleistung. Ein Unternehmen, das sie an ihre Grenzen bringt.

Schein und Sein in der Glamourwelt – Armutsfalle Schauspiel

Nah dran - Das Magazin im Februar trifft Schauspielerin Cheryl Shepard
Cheryl Shephard über die Schattenseiten des Traumberufs Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gerade schlenderte die Schauspiel-Prominenz über den roten Teppich der Berlinale. Gekleidet in Kreationen bekannter Designer, üppig mit Schmuck versehen. Auch wenn in Deutschland noch andere Maßstäbe herrschen als in Hollywood: den Schein, bestens gelaunt und gut im Geschäft zu sein, gilt es zu wahren. Als Schauspieler sollte man wirken, als wäre man permanent nachgefragt und hätte keinerlei Geldsorgen, heißt es. Die Realität sieht für die meisten in der Branche ganz anders aus. Schauspielerin Cheryl Shephard spricht über die Schattenseiten des Traumberufs und die prekäre Situation vieler ihrer Kollegen.

Zuletzt aktualisiert: 01. März 2019, 10:21 Uhr

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