Allgemein FAQ – Häufige Fragen zu MDR next

Wie wird die Zeit, die Ideengeberinnen und Ideengeber für MDR next aufwenden, im Tagesgeschäft kompensiert?

Das Team von MDR next setzt darauf, dass alle Abteilungen und Redaktionen erkennen, welchen Stellenwert Innovationen für ihren Alltag haben. Wir hoffen, dass viele Führungskräfte ihren Mitarbeitenden Freiräume geben, damit diese Ideen entwickeln können.  Sobald eine Idee nach ihrer Prämierung beim Pitchday in die Entwicklungsphase geht, hilft das Team von MDR next den Ideengebenden mit zusätzlichen Experten und übernimmt auch Kosten für Freie Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter.

Wie vermeidet ihr Doubletten bei der Einreichung von Ideen?

Doubletten können wir nicht vermeiden, da die Ideengeberinnen und Ideengeber unabhängig arbeiten. Wir versuchen aber Teams mit ähnliche Ideen zusammenzubringen.

Was wird aus Ideen, die es nicht zum Pitchday schaffen oder dort nicht gewinnen?

Die Ideen die nicht von MDR next gefördert werden, können trotzdem in den Redaktionen umgesetzt werden. Das unterstützen wir auch, in dem wir bei den Next-Treffen in der Intendanz alle Ideengeberinnen und Ideengeber mit potentiellen Interessenten zusammenbringen. In Staffel 1 und 2 sind mehrere Projekte in den Programmdirektionen ohne finanzielle Unterstützung aus dem MDR-next-Prozess umgesetzt worden. 

Wie kann ich abgewählte Ideen entdecken und fördern?

Nach jedem Pitchday gibt es in der Intendanz das Next-Treffen, dort versuchen wir alle Ideengeber mit potentiellen Interessenten zusammenzubringen.
Wie das aussieht, können Mitarbeitende aus dem MDR im Intranet (Url: http://intra/der-mdr/news/mdr-next-treffen100.html) sehen. 

Gibt es genauere Daten dazu, wer hinter den Ideen-Einreichungen steckt?

MDR next erhebt keine Daten zu Alter, Position im Unternehmen oder Geschlecht. Was sich aber feststellen lässt: Die 52 Ideenskizzen aus Staffel 1 und die 72 Ideenskizze aus Staffel 2 stammen aus allen Direktionen des MDR. 

Woher kommen die Vorschläge für die Innovationsfelder?

Das MDR next Team beobachtet laufend, wie Medienangebote sich verändern und welche Trends an Bedeutung gewinnen. Aus Branchenentwicklungen wie Künstlicher Intelligenz oder Online Originals (Innovationsfeld Staffel 2) entwirft das Team eine Shortlist mit fünf möglichen Innovationsfeldern. Daraus bestimmt das Digitalboard schließlich ein Innovationsfeld für die aktuelle Staffel. Bei Staffel 3  fiel die Entscheidung auf Konstruktiven Journalismus (URL: https://www.mdr.de/next/innovationsfeld-konstruktiver-journalismus-100.html).

Was ist das nächste coole Ding?

Puh...wenn wir das wüssten. Im Ernst: Die Geschwindigkeit bei manchen Themenfeldern ist riesig. Das Team von MDR next steckt viel Energie in Trendscouting und die Beobachtung der Branche. Immer mit dem Ziel, das Haus möglichst früh über relevante Entwicklungen zu informieren.

Wie weit werden die Teams bei der Umsetzung betreut?

Für die zwei am Pitchday prämierten Ideen beginnt zunächst die Explorationsphase. In mehrtägigen Workshops werden erste Piloten oder Dummys der Idee von einem interdisziplinären Team aus Entwicklern, Designern oder anderen Experten entwickelt. Dabei stehen die Ideengeberin oder der Ideengeber im Zentrum, Organisation und Finanzierung laufen aber komplett über MDR next. Auf Basis des Piloten entscheidet das Digitalboard, ob das Projekt auch in die finale Umsetzungsphase gehen darf. Dann unterstützt und finanziert MDR next die Produktentwicklung bis zum Launch.

Wann und nach welchen Kriterien kommt innerhalb des Next-Prozess der normale User ins Spiel?

Meist gibt es den ersten intensiveren Kontakt mit potentiellen Nutzerinnen und Nutzern in der ersten Workshop-Woche der Explorationsphase. Die Bedürfnisse der Zielgruppe fließen bereits am ersten Tag in den Bau des Prototypen ein. Richtig wichtig aber ist der fünfte Tag: Hier testet das Team den Piloten intensiv an ersten Nutzerinnen und Nutzern und lernt dabei, wie das Produkt weiter verbessert werden kann.

Woher kommt das Geld für den Regelbetrieb?

Die Aufgabe von MDR next besteht darin, neue Ideen im Haus herauszufiltern, ihnen eine Bühne zu geben und sie bis zur Marktreife zu bringen. Das Team unterstützt Ideengeberinnen und Ideengebern nach Kräften und mit Hilfe des Budgets bis zum Produkt-Launch. Das Budget von jährlich etwa einer Million Euro ermöglicht MDR next eine aufwändige Produktentwicklung, für die zusätzlich auch externe Expertinnen und Experten beauftragt werden können. Geht ein Angebot schließlich in den Regelbetrieb, sollen die Kosten von der beteiligten Redaktion getragen werden.

Wie ist die Akzeptanz von MDR next im Haus?

Wir wissen, dass MDR next im Haus auch Vorbehalten ausgesetzt ist. Manche Mitarbeitende fremdeln zum Beispiel mit bestimmten Begriffen, die aus der Start-up-Welt kommen (Onepager, Elevator Pitch) oder bewerten die Rasanz des digitalen Wandels anders als Geschäftsleitung und MDR next dies tun. Die allermeisten Rückmeldungen aus dem Haus, die MDR next erhält sind aber durchweg positiv. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen etwa unsere Workshop-Methoden.

Wie verkaufen wir MDR next nach außen?

Da es sich um einen internen Prozess handelt, gab es bisher keine aktive Verkaufe nach außen. Das wollen wir 2020 aber ändern. Innerhalb der ARD gibt es einen intensiven Austausch. WDR und SWR haben sich MDR next schon angeschaut und planen ein ähnliches Programm. Auch mit der Deutschen Welle sind wir im Austausch.

Soll MDR next auch für externe Bewerber geöffnet werden?

Eine Öffnung des MDR next Prozesses für Start-ups, Teams von Hochschulen oder Produktionsfirmen war immer mal wieder im Gespräch. Dagegen spricht aktuell vor allem, dass eine solche Ausweitung des Bewerberkreises das gesamte Verfahren viel komplexer und damit arbeitsintensiver machen würde. Wir sind aber an diesem Thema dran und stimmen uns dazu mit Digitalboard und Direktorium ab. 

Wird es euch noch länger geben?

MDR next ist bis Ende 2020 finanziert. Wie es weitergeht, entscheidet das Direktorium.

Lernt der MDR als Haus aus MDR next?

Wir hoffen es. Vor allem durch unsere Workshops, Impulse und Materialien versuchen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter methodisch zu schulen und beim Blick über den Tellerrand zu unterstützen. 

Kann man bei MDR next hospitieren?

Bisher noch nicht. Aber das ist grundsätzlich möglich. Interesse, einfach mal vorbeikommen oder eine Mail an next@mdr.de schreiben.

Kann ich MDR next für Workshops buchen?

Neben dem Innovationsprogramm MDR next existiert auch noch das so genannte MDR next Lab, das früher unter dem Namen MDR Entwicklungslabor bekannt war. Mit diesem MDR next Lab unterstützt das Team auch Redaktionen außerhalb des Innovationsprogramms. Die Kapazitäten hierfür sind allerdings begrenzt.

Seid ihr die ersten, die ein solches Förderprogramm für digitale Innovationen gestartet haben?

Innerhalb der ARD gehört unser Haus mit MDR next zu den Vorreitern.  SWR und WDR bereiten für den Jahresbeginn 2020 den Start eigener Innovationsprogramme vor. Aber der Medienmarkt insgesamt ist seit Jahren in Bewegung. Es herrscht die Zeit von Umbrüchen, Labs, Innovationen und Medien-Start-Ups. 

Vor dem Start von MDR next im Januar 2019 hat sich das damalige Team des MDR-Entwicklungslabors mit vielen nationalen und internationalen Akteuren ausgetauscht. Darunter mit der Deutschen Welle, der BBC, dem Belgischen Rundfunk und der European Broadcasting Union (EBU). Es gibt überall Innovationstöpfe. Das heißt, es wird Geld zentral zur Verfügung gestellt, um innovative Ideen umzusetzen. 

Was lassen wir künftig weg, um Raum für neue digitale Angebote zu schaffen?

Da die Ressourcen des Unternehmens begrenzt sind, handelt es sich hierbei sicher um eine ganz zentrale Frage. MDR next unterstützt das Haus mit seiner Expertise dabei, Antworten zu finden.