Zwei Radfahrer.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leipzig | 11.07.2019 „Biwak“ in Armenien

Mit Fahrrad und Rucksack ging es für das „Biwak“-Team des MDR diesmal durch den Kleinen Kaukasus. Zu erleben ist die Reise vom 15. bis 18. Juli und am 20. Juli, jeweils 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen.

Zwei Radfahrer.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die neue Filmexpedition des „Biwak“-Teams führte an die Grenze zwischen Orient und Okzident – zwischen Europa und Asien. „Als Reich der Steine“ wird das faszinierende Hochland Armeniens bezeichnet, in dem „Biwak“-Moderator Thorsten Kutschke mit seinen Mitstreitern drei Wochen lang unterwegs war. „Neben großartigen Landschaften und herzlicher Gastfreundschaft haben wir vor allem viel über die Geschichte dieser Region erfahren“, berichtet Kutschke. Armenien gilt nicht nur als die Wiege des Weinanbaus, sondern auch als erstes Land, in dem das Christentum im 4. Jahrhundert Staatsreligion wurde. Davon zeugen bis heute unzählige stolze Klöster, die nur einen Nachteil hatten, wie sich der Fernsehmann erinnert: „Man musste immer sehr weit bergauf strampeln, um diese Bauwerke zu erreichen."

Das BIWAK-Team Nordgipfel des Aragats
Das BIWAK-Team Nordgipfel des Aragats Bildrechte: Holger Lieberenz

Kutschke und sein Team haben mit dem Fahrrad mehr als 6000 Höhenmeter bewältigt, eine Höhlenstadt besucht, in der bis vor 60 Jahren noch Menschen lebten und den „Heiligen Berg" der Armenier bewundert, der gleichzeitig als Schicksalsberg eines ganzen Volkes gilt. Der mehr als 5000 Meter hohe Ararat steht auf dem Gebiet der benachbarten Türkei und ist für die Armenier hinter Stacheldraht und Grenzzaun ein unerreichbarer Ort der Sehnsucht geworden.

Weil das Team aber natürlich auf einen Berg hinauf „muss“, hat die Filmcrew den höchsten Berg Armeniens in Angriff genommen, den uralten Schildvulkan Aragats (4110m) unweit von Gyumri, wo noch heute Spuren der Erdbebenkatastrophe von 1988 zu sehen sind, als die kleine Stadt noch „Lenin-Akan" hieß.

Die Tour ist eine Expedition zwischen Melancholie und Lebensfreude – ein Roadtrip zwischen grünen Canyons und kargen Gipfeln.

BIWAK | MDR FERNSEHEN | 15.-18.07. und 20.07.2019 | jeweils 19:50 Uhr BIWAK unterwegs in Armenien mit dem Fahrrad

Thorsten Kutschke und sein Team sind mit dem Fahrrad durch Armenien gefahren, dabei wurden mehr als 6.000 Höhenmeter bewältigt ...

Gruppe von Radreisenden posieren neben ihren Rädern mit Fahnen für ein Foto.
Das BIWAK-Rad-Team: Durchs armenische Hochland vom Sewansee zur iranischen Grenze (v.l.n.r.): Vachik Xachatryan, Klaus Graebe, Thorsten Kutschke, Aelita Chobanyan, Antje Graebe, Artur Khachatryan, Stefan Hilger Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden posieren neben ihren Rädern mit Fahnen für ein Foto.
Das BIWAK-Rad-Team: Durchs armenische Hochland vom Sewansee zur iranischen Grenze (v.l.n.r.): Vachik Xachatryan, Klaus Graebe, Thorsten Kutschke, Aelita Chobanyan, Antje Graebe, Artur Khachatryan, Stefan Hilger Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Start am Sewansee: Der Sewansee im Osten von Armenien ist etwa doppelt so groß wie der Bodensee und der größte See in Armenien. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Radfahren in Armenien: Das Land der vielen Höhenmeter wird bei Radreisenden immer beliebter. Die Region um den Sewansee erlaubt ein entspanntes Ankommen, bevor es in den Bergen richtig anstrengend wird. Bildrechte: Holger Lieberenz
Ein See, im Hintergrund Berge mit Wolken.
Morgenstimmung am Sewansee: Klares Wasser, atemberaubende Natur und idyllische Sandstrände. Der Sewansee hat heute eine Tiefe von maximal 83 Metern. Vor der gezielten Austrocknung zur Landgewinnung durch Stalin, dem Wasserabzug für Landwirtschaft und Stromgewinnung, lag der Wasserspiegel um zwölf Meter höher. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Es geht bergauf: Auf dem Weg Richtung Süden warten jede Menge Berge und Höhenmeter. Wer hier Rad fährt, sollte fit sein und wirklich wollen. Bildrechte: Holger Lieberenz
Menschen stehen in einer Kirche.
Selim-Karawanserei: Im 12.-14. Jahrhundert blühten die Städte des mittelalterlichen Armeniens. Der Handel entwickelte sich entlang der Seidenstraße. Die Selim-Karawanserei ist eine der wenigen noch erhaltenen Herbergen dieser Zeit. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Durch den Noravank Canyon: Bei Areni führt der Noravank Canyon stetig bergauf zum Kloster Noravank. In den steilen Wänden links und rechts wird auch geklettert. Hier befindet sich eines der wenigen Sportklettergebiete Armeniens. Bildrechte: Holger Lieberenz
Eine Kirche in karger Berglandschaft.
Kloster Noravank: Am Ende der wunderschönen Schlucht behauptet sich schon seit dem 13. Jahrhundert das malerisch gelegene Kloster Noravank mit dem herrlichen Ausblick auf die Umgebung. Bildrechte: Holger Lieberenz
Menschen zünden Kerzen in einer Kirche an.
Die älteste christliche Nation: Die Armenier sind wieder stolz auf ihren Glauben, nachdem sie jahrzehntelang in der Sowjetunion drangsaliert wurden. Es war Armenien, das vor gut 1.700 Jahren als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erhob. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Anstieg zum Vorotan-Pass: Zurück auf der Seidenstraße kämpft sich das BIWAK-Team von Yeghegnadzor dem 2.344 Meter hohen Vorotan-Pass entgegen. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von älteren Herren sitzen bei einem Spiel beisammen.
In der Ruhe liegt die Kraft: In den Dörfern des armenischen Hochlands ticken die Uhren noch etwas langsamer. Radreisende werden mit einer Mischung aus Freundlichkeit und Belustigung empfangen. Bildrechte: Holger Lieberenz
Eine alte Tankstelle.
Armenische Tankstelle: Tanken irgendwo im nirgendwo. Es gibt Fotos, die muss ein Radreisender einfach machen, auch wenn er mit Muskelkraft unterwegs ist. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden auf Straße.
Anstieg zum Meghri-Pass: Und wieder geht es lange bergauf zum Meghri-Pass (2.535m), der letzte Pass vor der iranischen Grenze. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Reisenden posieren auf einem Berggipfel neben dem Höhenschild.
Meghri-Pass: Geschafft, ab hier rollen wir nur doch bergab. Auf den letzten 35 Kilometern zur iranischen Grenze geht es knapp 2.000 Höhenmeter nach unten. Bildrechte: Holger Lieberenz
Zwei Radreisende auf einer Straße.
Zieleinfahrt Meghri: Die Reiseradler und BIWAK-Gäste Klaus und Antje Graebe haben 350 Kilometer in den Beinen und sind dabei in ihrem Element. Der diplomierte Chemiker und die Kommunikationswissenschaftlerin berichten auf www.klantje.de über ihre Radreisen. Bildrechte: Holger Lieberenz
Gruppe von Radreisenden bei Dreharbeiten.
An der iranischen Grenze: Für Radreisende ist der Grenzübertritt in den Iran ein Abenteuer. Für das BIWAK-Team ist hier Schluss. Die Fernsehtechnik darf die Grenze hier nicht passieren. Bildrechte: Holger Lieberenz
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Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 11:30 Uhr