Peterskirche Leipzig
Bildrechte: MDR/Stephan Flad

MDR | 26.10.2018 1918: Gedenkkonzert der MDR-Ensembles zum Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

Mit einem ebenso erschütternden wie eindringlichen Konzertprogramm erinnern MDR-Sinfonieorchester und MDR-Rundfunkchor unter Leitung von Alexander Shelley am Samstag, 3. November an das Ende des Ersten Weltkriegs. Im Konzert ab 20 Uhr in der Peterskirche Leipzig sind unter anderem Werke von Gustav Holst, Samuel Barber und Max Reger zu hören. Das Konzert wird von MDR KULTUR und MDR KLASSIK live im Radioprogramm sowie als Videostream im Onlineangebot übertragen.

Peterskirche Leipzig
Bildrechte: MDR/Stephan Flad

Im November 1918 atmet die Welt auf: Ein erster Waffenstillstand beendet Kriegshandlungen von bis dato ungekannter Brutalität und Grausamkeit. Der 1. Weltkrieg, der vier Jahre lang seinen Tribut gefordert hat, ist zu Ende. Not, Elend und Schmerz hat er über Europa gebracht. Der Schrecken und die Schockstarre, die er bei der Bevölkerung auslöste, finden jedoch längst noch kein Ende und wollen auf allen Ebenen verarbeitet werden. Nicht wenige Künstler jener Generation, die den Krieg teils aktiv an der Front miterleben mussten, widmen sich in ihren Werken dieser Traumatisierung durch den Krieg. „Dir brach die Nacht schon ein“, vertont nach Hermann Hesse etwa Walter Braunfels bereits im ersten Kriegsjahr – im Angesicht des Sterbens, das er selbst als Soldat mit ansehen muss. 1919 widmet Gustav Holst seinen im Krieg gefallenen Freunden eine „Ode to Death“, die jedoch die Zuversicht ausstrahlt, dass nicht zuletzt Toleranz die Menschheit heilen kann.

Mit diesen Werken, zusammengestellt zu einem ebenso erschütternden wie eindringlichen Konzertprogramm, erinnern MDR-Rundfunkchor und MDR-Sinfonieorchester unter Leitung von Alexander Shelley an das Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Gerahmt werden sie von einem Satz aus Max Regers unvollendetem lateinischen Requiem und Samuel Barbers „Agnus Dei“, das der Komponist nach seinem berühmten Streichquartett-Adagio für Chor arrangierte.

Alexander Shelley ist in diesem Konzert nach seinem Auftritt am 14. Oktober bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zu Gast bei MDR KLASSIK. Der britische Dirigent ist Leiter des kanadischen National Arts Centre Orchestra und Ständiger Erster Gastdirigent des London Royal Philharmonic Orchestra. Neben seiner Konzerttätigkeit mit renommierten Orchestern der ganzen Welt legt er einen besonderen Schwerpunkt auf die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Das Konzert wird am 3.11. von MDR KULTUR und MDR KLASSIK ab 20 Uhr live im Radioprogramm sowie als Videostream im Onlineangebot übertragen.

Im MDR-Fernsehen ist der Mitschnitt am 11.11. ab 23.55 Uhr zu sehen.

Themenschwerpunkt im MDR-Fernsehen

Das Gedenkkonzert der MDR-Ensembles in der Peterskirche ist Bestandteil eines Schwerpunktes des MDR zum Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Am 4.11.2018 (ab 22.20 Uhr) und 11.11.2018 (22.25 Uhr) zeigt das MDR-Fernsehen jeweils eine Doppelfolge der preisgekrönten Dokumentation „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“. Die Fernsehserie aus dem Jahr 2014 von Jan Peter und Yury Winterberg zeichnet in vier Filmen à 45 Minuten ein neues Bild dieser „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Erzählt wird nicht die Geschichte des Kriegsverlaufs, sondern die Erlebnisse von 14 ausgesuchten Protagonisten, die ihre Erlebnisse in Tagebüchern, Aufzeichnungen und Feldpostbriefen festgehalten haben.

Im Anschluss an das Konzert wird ab 1.10 Uhr (12.11.) die Dokumentation „Musik in Zeiten des Großen Krieges“ gesendet, die den Fokus auf das musikalische Schaffen dieser Zeit von Komponisten wie Alban Berg, Arnold Schönberg, Maurice Ravel und Béla Bartók legt.

Tickets zu 44/39/33/27/17 Euro sind erhältlich unter 0341.94 67 66 99, unter www.mdr-tickets.de und bei der Ticketgalerie (Hainstraße 1, Barthels Hof).

Weitere Informationen: www.mdr-klassik.de

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2018, 14:11 Uhr