MDR FERNSEHEN | 28.12.2016 Neu ab Januar: „MDR aktuell“ auch in Gebärdensprache

Der MDR baut seine barrierefreien Angebote 2017 weiter aus: Ab 2. Januar gibt es u.a. die Abendausgaben des TV-Nachrichtenmagazins „MDR aktuell“ um 19.30 Uhr und 21.45 Uhr mit Gebärdensprachdolmetscher.

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Diesen Service für Nachrichtensendungen gibt es bisher nur für die „Tagesschau“ und das „heute-journal“. Zu empfangen ist das Angebot mit Gebärdensprachdolmetscher im Internetfernsehen HbbTV über MDR+, als Livestream bei mdr.de sowie zeitunabhängig zum Nachschauen in der MDR Mediathek. Der MDR sendet bereits das regionale Informationsmagazin „MDR um 11“ mit Gebärde. Darüber hinaus gibt es ab 2017 beim MDR weitere neue und ergänzende Angebote für Menschen mit Einschränkungen.

Neue Sendungen mit Untertitelung

Für Menschen mit Höreinschränkungen bietet das MDR FERNSEHEN im kommenden Jahr noch mehr Sendungen mit Untertiteln an: Ab 8. Januar werden der „MDR Garten“ (Sonntag, 8.30 Uhr) und „Unser Dorf hat Wochenende“ (sonntags um 9.00 Uhr) mit Untertitelung gesendet, ab 11. Januar auch „Die Spur der Täter“ bzw. „Die Spur der Ahnen“ (mittwochs, 21.15 Uhr) sowie das Magazin „nah dran“ am Donnerstagabend um 22.35 Uhr. Damit sendet der MDR rund 85 Prozent seines Fernsehprogramms mit Untertiteln.

Audiodeskription bei "Festen" für Das Erste

Auch für Menschen mit Seheinschränkungen gibt es neue Angebote: Die erfolgreichen Unterhaltungsshows mit Florian Silbereisen vom MDR für Das Erste werden ab Januar mit Live-Audiodeskription gesendet. Auftakt bildet das „Große Fest der Besten“ am 7. Januar. Dabei wird während der Sendung das Geschehen von zwei Fachleuten live beschrieben. Um die Hörbeschreibung zu empfangen, muss sie per Fernbedienung aktiviert werden. Der MDR stellt momentan etwa zehn Prozent seines eigenen Fernsehprogramms mit Audiodeskription zur Verfügung.

Nachrichten in „Leichter Sprache“

Neu im nächsten Jahr ist auch ein wöchentlicher Nachrichtenrückblick in Leichter Sprache unter www.mdr.de zum Nachlesen. Er soll Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Deutschlernenden die wichtigsten Informationen aus dem MDR-Sendegebiet leicht verständlich vermitteln.

Mehr Zeit für Untertitel in der Mediathek

Aufgrund von Hör-oder Seheinschränkungen wünschen sich manche Menschen mehr Zeit zum Lesen der Untertitel oder zum Anschauen der Beiträge. Das ist in der herkömmlichen Fernseh-Ausstrahlung nicht möglich. Ab sofort können Nutzer in der Mediathek deshalb die Ablaufgeschwindigkeit für Audios und Videos individuell regulieren. Damit können Beiträge langsamer bzw. schneller abgespielt werden. Sind die Untertitel eingeschaltet, bleiben auch diese länger stehen und es bleibt ausreichend Zeit, um diese vollständig lesen zu können.

Weitere Informationen unter www.mdr.de/tv/barrierefreiheit

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2016, 16:43 Uhr