MDR | 07.07.2020 Sachsenspirit: MDR startet Themenwoche zur Industriekultur

Bergbau, Eisenbahn, Autos: Seit 500 Jahren gehören Arbeit, Innovation, Technik und Kultur zum Spirit der Sachsen. Ab 10. Juli startet MDR KULTUR – zur Eröffnung der 4. Sächsischen Landesausstellung in Zwickau – eine Themenwoche über die sächsische Industriekultur und stellt in TV, Radio und Web Protagonisten und Orte vor, die Sachsens Wirtschaft geprägt haben.

Bagger und Absetzer stehen in der Baggerstadt Ferropolis am ehemaligen Braunkohle-Tagebau Golpa-Nord in Gräfenhainichen.
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Die Reise geht von den Industriepionieren in Zwickau, Chemnitz, Zschopau bis „Ferropolis“, der Stadt aus Eisen. MDR SACHSEN berichtet zudem als Medienpartner umfangreich von der Landesausstellung und vertieft das Thema u.a. bei „Fakt ist!“.

„Boom. 500 Jahre Industriekultur Sachsen“: Unter diesem Titel startet am 11. Juli im Audi-Bau in Zwickau die 4. Sächsische Landesausstellung. Da, wo August Horch einst Automobilgeschichte schrieb, ist ein temporäres Museum für die Industriekultur entstanden. Dazu kommen sechs weitere, authentische Schauplätze, die die sächsische Wirtschaft illustrieren. MDR KULTUR stellt vom 10. bis 17. Juli in seiner Themenwoche zur Industriekultur Orte und Menschen vor und ermöglicht seinem Publikum spannende Entdeckungen.

Gleich drei sächsische Industriepioniere präsentiert MDR KULTUR in der Reihe „Lebensläufe“. Eine Neuproduktion ist dem mitteldeutschen Braunkohlebaron Carl Adolph Riebeck gewidmet, der hierzulande einst 15 Kohlebergwerke, 27 Brikettpressen, 31 Schwelereien, drei Mineralölfabriken, 13 Ziegeleien sowie eine Brauerei betrieb. In „Rasmussen – der Motorradkönig von Zschopau“ geht es in einer weiteren Folge der „Lebensläufe“ um den dänischen Ingenieur Jörgen Skafte Rasmussen, der für das „Wunder von Zschopau“ gesorgt hat, indem er das kleine Städtchen in der Nähe von Chemnitz zum weltgrößten Hersteller von Motorrädern gemacht hat. Nur 20 Kilometer entfernt, hat Richard Hartmann Industriegeschichte geschrieben. Jetzt erzählt der MDR auch seine Lebensgeschichte vom mittellosen Handwerksgeselle zum sächsischen „Lokomotiv-König“ von Chemnitz. Alle Folgen aus der Reihe „Lebensläufe“ sind im MDR-Fernsehen und gebündelt ab 10. Juli in der ARD Mediathek zu sehen.

Wie Industriegeschichte mit neuen Ideen gefüllt werden kann, erzählt die Dokumentation „Ferropolis – Die Stadt aus Eisen“ aus der Reihe „Der Osten – Entdecke wo du lebst“. Am Bauhaus Dessau erdacht, ist „Ferropolis“ heute ein Industriedenkmal und zugleich ein Veranstaltungsareal zum Staunen, Anfassen, Klettern. In ihren 25 Jahren seit der Gründung hat sich „Die Stadt aus Eisen“ mit internationalen Festivals wie Melt! und Splash! sowie großen Konzerten von Puhdys bis Metallica einen europaweiten Ruf als einmalige Kulisse für Künstler und Publikum gemacht – zu sehen am 14. Juli, 21 Uhr im MDR-Fernsehen.
Um Industriekultur geht es ab dem 16. Juli auch bei der „artour Sommertour“ sowie trimedial in der tagesaktuellen Berichterstattung im MDR. Tipps und Empfehlungen gibt beispielsweise die App von MDR KULTUR unter dem Eintrag: „5 Gründe, wie du die Industriekultur in Sachsen neu entdecken kannst …“.  

Als Medienpartner begleitet zudem MDR SACHSEN die Sächsische  Landesausstellung intensiv auf allen Ausspielwegen, berichtet aktuell, beleuchtet vielfältige Aspekte des Themas Industriekultur und stellt die Veranstaltungsorte vor. MDR SACHSEN-Morgenmoderator Silvio Zschage erkundet die Schauplätze in dieser Woche bereits vor der Eröffnung täglich für die Hörerinnen und Hörer. Der Radiotalk „Dienstags direkt“ befasst sich mit der Frage „BOOM: Warum die Industrie in Sachsen boomte und was davon übrig ist“ (Sendung am 7. Juli, danach als Podcast abrufbar). Am 13. Juli steht der Themenschwerpunkt im Mittelpunkt der MDR-Fernsehsendung „Fakt ist!“ diesmal aus Zwickau – Thema: „Wirtschaftswunder oder Milliardengrab – Was erwartet uns nach Corona?“.

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