„KoKo, Kunst und geheime Kopien“

Im Rahmen der Geschäfte des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski sollen auch Kunstfälschungen den westdeutschen Markt erreicht haben, angefertigt im Auftrag staatlicher Stellen der DDR. In diesem Zusammenhang wurde auch der Vorzeige-Künstler der DDR, Werner Tübke, angesprochen. Mehr dazu gibt es zu sehen in „Exakt – die Story“, am Mittwoch, 11. Dezember, um 20.45 Uhr, im MDR-Fernsehen.

Exakt - die Story - Sendereihe
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Waggonweise hat die Kommerzielle Koordinierung (KoKo) aus dem Reich des DDR-Devisenbeschaffers Schalck-Golodkowski Antiquitäten und Kunstwerke aus der DDR in den Westen karren lassen. Nicht immer gingen die Einkäufer dabei zimperlich vor, erpressten und bestahlen die Eigentümer, wenn sie nicht verkaufen wollten. Auch aus dem Bestand der Museen in der DDR bedienten sie sich. Das alles haben Untersuchungsausschüsse nach der Wende von 1989 herausgearbeitet.

Inzwischen aber mehren sich die Hinweise darauf, dass auch Kunstfälschungen den westdeutschen Markt erreicht haben, angefertigt im Auftrag der staatlichen Stellen der DDR.  Der bekannte Fälscher Edgar Mrugalla will für die Stasi gefälscht haben. Das Kunstfälschermuseum in Wien hat einige Stücke, die definitiv aus der DDR gekommen sind. Und dann gab es noch die geheimnisvolle Bitte an den Vorzeige-Künstler der DDR: Werner Tübke. Ob er nicht ein Altmeistergemälde aus der weltbekannten Sammlung von Schloss Friedenstein kopieren könnte. Hat Tübke diesen Auftrag ausgeführt? Und warum sollte er darüber Stillschweigen bewahren?

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2019, 15:24 Uhr