MDR | 29.04.2022 MDR mit Programmschwerpunkt zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am Dienstag, 3. Mai, greifen vielfältige Angebote des Mitteldeutschen Rundfunks die Themen Medienfreiheitsrechte und Zustand von Rundfunk- und Pressefreiheit in der heutigen Zeit auf.

Mikrofon wird während eines Interviews zur befragten Person hingehalten.
Bildrechte: imago/Panthermedia

Neben der Talk-Sendung „Fakt ist!“ am 2. Mai wird es am Dienstag, 3. Mai, Schwerpunkte unter anderem in den Informations- und Doku-Angeboten sowie bei MDR KULTUR geben. Auch Medienschaffende aus Osteuropa werden befragt.

MDR-Intendantin Karola Wille
MDR-Intendantin Karola Wille Bildrechte: MDR Kirsten Nijhof

MDR-Intendantin Karola Wille: „Wir leben in einer Zeit, in der die Medienfreiheitsrechte weltweit gefährdet sind. Und auch bei uns in Deutschland erleben Journalistinnen und Journalisten Anfeindungen bis hin zu tätlichen Übergriffen. Dabei ist es ein fundamentales Grundprinzip unserer Demokratie, dass Medien frei und unabhängig arbeiten können.“

Das MDR-Meinungsbarometer „MDRfragt“ hat den Tag zum Anlass genommen und seine – mittlerweile mehr als 60.000 – angemeldeten Mitglieder in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befragt. Unter anderem ging es darum, ob sich beispielsweise ihr Vertrauen in die deutschen Medien in den vergangenen zehn Jahren verändert hat. Die Ergebnisse werden rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit hier veröffentlicht.

Weitere Sendungen:

2. Mai 2022
MDR-Talk „Fakt ist!“ aus Magdeburg – „Wie frei ist unsere Presse?“
ab 20.30 Uhr im Livestream auf mdr.de/tv; im MDR-Fernsehen um 22.10 Uhr sowie im Anschluss in der ARD Mediathek

Alle Infos zum Inhalt der Sendung und den Gästen gibt es hier.

3. Mai 2022
Dokumentation „Zeitenwende – DDR Medien zwischen Aufbruch und Untergang“
ab 15.15 Uhr im MDR-Fernsehen und im Anschluss in der ARD Mediathek

Informationen zur 45-minütigen Doku von André Berthold und Friederike Freier gibt es hier.

Natasha Sindeeva, Dozhd TV
"Abenteuer im russischen Journalismus": Natasha Sindeeva, Dozhd TV Bildrechte: © WDR/NDR/BBC/Roastbeef Productions/Vladimir Vasilchikov

3. Mai 2022
Dokumentation „F@ck this job – Abenteuer im russischen Journalismus“ über den letzten unabhängigen (und inzwischen eingestellten) Fernsehsender Russlands „Doshd“-TV – zu sehen ab 22.10 Uhr im MDR-Fernsehen und im Anschluss in der ARD Mediathek. Infos gibt es hier.

Zudem sind am 3. Mai, ab 16.30 Uhr bei „MDR um 4“ im MDR-Fernsehen als „Gäste zum Kaffee“ geladen: die Journalistin, Moderatorin und Autorin Nathalie Amiri sowie MDR-Programmdirektor und Journalist Klaus Brinkbäumer. Es wird unter anderem um die Pressefreiheit in Deutschland gehen und wie sich die Bedingungen für Journalistinnen und Journalisten verändert haben.

MDR THÜRINGEN und MDR TWEENS beteiligen sich an der Initiative „Journalismus macht Schule“: MDR-Journalistinnen und -Journalisten gehen unter anderem in eine Schule in Bad Berka, vermitteln dort Nachrichten- und Medienkompetenz und diskutieren mit Schülerinnen und Schülern. Der Besuch wird in der aktuellen Berichterstattung aufgegriffen.

MDR SACHSEN fragt am 3. Mai in der russischen Community: Wie und über welche Quellen informieren sie sich? Zudem wird thematisiert, wie die Dresdner Gruppe „vue.critique“ unter anderem Demonstrationen dokumentarisch begleitet, wie Journalistinnen und Journalisten unter Personenschutz arbeiten und wie sich das Verhältnis von Medien zur Polizei darstellt.

Berichte von Ostbloggern aus Osteuropa
Eine Rolle spielt darüber hinaus die Pressefreiheit in Osteuropa und die Situation und Arbeitsbedingungen von Medienschaffenden dort. Beispielsweise zeigt ein serbischer Kollege, wie sich Presse-Un-freiheit in seinem Land auf das gesellschaftliche Klima auswirkt; ein russischer Journalist berichtet, warum er sein Land verlassen hat, um als Journalist frei arbeiten zu können. Und auch in Kroatien steht es nicht gut um die Pressefreiheit ... Die Berichte der Ostblogger gibt es hier.

MDR AKTUELL – das Nachrichtenradio legt im Gespräch mit dem DJV-Sachsen den Fokus darauf, wo Behinderungen der Medienfreiheit möglicherweise nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Wo fangen Einschränkungen im praktischen Alltag an und wo gibt es strukturelle Hindernisse? Darüber hinaus – ebenfalls am 3. Mai – gibt es im Frühprogramm zwischen 6.00 und 9.00 Uhr ein Blick hinter die Kulissen: Hörerinnen und Hörer erfahren, wie die Nachrichten ins Programm kommen und wie der Redaktionsalltag aussieht.

MDR AKTUELL TV besucht unter anderem „Journalisten in Residence“, die beim Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig aufgenommen worden sind – zu sehen um 19.30 Uhr im MDR-Fernsehen.

MDR WISSEN geht der Frage nach, warum Deutschland im weltweiten Ranking der Pressefreiheit aktuell nur noch auf Platz 13 eingeordnet wird und will wissen, wie man Pressefreiheit eigentlich misst.

MDR KULTUR wird über den „Wert der Presse“ aufklären und beispielsweise die eigene Arbeit erklären. Dabei geht es um Fragen wie: Wie wird recherchiert, oder wie kommen Beiträge zustande? Zudem ist auch ein Redaktionsbesuch bei der Deutschen Presseagentur in Berlin geplant.