MDR | 16.11.2021 MDR-Reportage „Rodelnation Deutschland“ zeichnet im Ersten die Erfolgsspur der deutschen Rodlerinnen und Rodler nach

Deutschland ist die Rodel-Nation in der Welt. Insgesamt gewannen deutsche Rodler und Rodlerinnen 81 olympische Medaillen, davon 34 goldene. In dieser Erfolgssaga spielen die Frauen eine herausragende Rolle. Julia Taubitz, Doppel-Weltmeisterin und gleichzeitig die Hauptperson der neuen Filmreportage, die der MDR für die ARD produziert hat und die ab Donnerstag, 18.11.21 in der ARD-Mediathek abrufbar ist, bevor sie am 20.11.21, 12 Uhr im Wintersportprogramm im Ersten zu sehen sein wird.

Rodlerin Julia Taubitz
Rodlerin Julia Taubitz Bildrechte: stePRO Fotografie/Steffen Prößdorf

Das junge Gesicht des deutschen Rodelsports ist Julia Taubitz. In Annaberg-Buchholz saß sie erstmals neben ihrem fünf Jahre älteren Bruder auf dem Schlitten. Ihr Bruder steuerte geradewegs in einen Gebirgsbach, Julia Taubitz gewann das Geschwister-Rennen. Nächste Stationen ihrer Entwicklung zur Spitzen-Rennrodlerin waren die Sportschule in Oberwiesenthal und die Sportfördergruppe in Oberhof.

In der Reportage begibt sich die Doppel-Weltmeisterin von 2021 auf den Weg durch die Geschichte des Rennrodelns. So erkundigt sich die 25-Jährige beim gebürtigen Zwickauer Thomas Köhler, Goldmedaillen-Gewinner bei den olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck und 1968 in Grenoble, nach den Wurzeln ihrer Sportart. Auf ihrer Reise trifft Julia Taubitz in Berchtesgaden Josef Fendt, der 1976 Olympia-Silber im Einsitzer gewann und von 1994 bis 2020 der Präsident des internationalen Rennrodelverbandes FIL war.

Von Thomas Köhler, lange DDR-Cheftrainer und bei den Winterspielen 1984 und 1988 Chef de Mission, und Josef Fendt erfährt sie viel über den deutsch-deutschen Klassenkampf, der damals in der Eisrinne tobte.

Julia Taubitz trifft sich auch mit Rodel-Legenden wie Horst Hörnlein, Silke Kraushaar-Pielach, Barbara Niedernhuber, Sylke Otto, Georg „Schorsch“ Hackl und Felix Loch.  Sie möchte die deutsche Erfolgsgeschichte gern fortschreiben und ihren Traum von Olympia-Gold 2022 in Peking wahr werden lassen. Doch mit Natalie Geisenberger, der Olympiasiegerin von 2014 und 2018, hat sie die größte Konkurrentin im eigenen Team.