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MDR | 10.07.2019 MDR KULTUR mit sechs mörderischen Fällen des „ARD Radio Tatort“

Neue Fälle, neue Ermittler, neue Autorinnen und Autoren – auch im zweiten Halbjahr 2019 wird es für die Kommissarinnen und Kommissare des „ARD Radio Tatort“ mörderisch. Vom 10. Juli bis Dezember warten auf die Ermittler-Teams sechs schwierige Fälle. Der MDR sendet einmal im Monat auf MDR KULTUR.

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Ob toter Türsteher, ermordeter Buchhändler oder vergiftete Patienten – auf die Ermittler-Teams warten ab heute bis zum Jahresende sechs mörderische Fälle. Besonders spannend: Beim „ARD Radio Tatort“ des rbb gibt es einen Wechsel im Berliner Ermittlerteam – und der Bayerische Rundfunk und Radio Bremen legen mit neuen Figuren und neuen Autoren gleich einen kompletten Neustart hin. Zum Jahresende dann eine Premiere: Der erste „ARD Radio Tatort“ aus der Schweiz. Ab Dezember 2019 wird das Schweizer Radio SRF in jedem Jahr einen neuen Fall beisteuern und ausgewählte Folgen des "ARD Radio Tatorts" auch in seinem Programm senden. Der MDR sendet einmal im Monat auf MDR KULTUR. Zudem ist jeder Fall mindestens ein Jahr lang in der ARD Audiothek online abrufbar und als Podcast verfügbar. 

„ARD Radio Tatort“ – die Folgen von Juli bis Dezember 2019

„Projekt Paradies“ von Sabine Stein
Mit: u. a. Matthias Bundschuh, Sandra Borgmann und Sandra Gerling
Regie: Andrea Getto
Komposition: Sabine Worthmann
Produktion: NDR 2019
MDR KULTUR, Montag, 15. Juli, 22.00 Uhr

In einer Hotelsuite in Warnemünde hat der Hamburger Immobilienkönig Nicola Ademi eine honorige Schar zusammengetrommelt. Beim „Projekt Paradies“, dem Bau einer Seniorenheim-Anlage, geht so einiges nicht mit rechten Dingen zu – dubiose Todesfälle inclusive. Breuer und Döring belauschen das illustre Meeting – zugegebenermaßen auf nicht ganz legalem Wege, indem sie den Smartspeaker der Hotelsuite anzapfen. Alles läuft dort buchstäblich wie geschmiert, bis die Ermittler zu Ohren-Zeugen eines verstörenden Ereignisses werden.

„Malina“ von Dirk Schmidt
Mit: u. a. Matthias Leja, Sönke Möhring, Uwe Ochsenknecht und Hans Peter Hallwachs
Regie: Claudia Johanna Leist
Komposition: Rainer Quade
Produktion: WDR 2014
MDR KULTUR, Sonntag, 18. August, 18.00 Uhr

Felix Lenz, nach Hamm strafversetzt wegen seiner Alkoholprobleme und eigentlich zur Bewährung hier, gerät unter Verdacht. Er hat die Nacht mit einer gewissen Malina verbracht und viel – zu viel – getrunken. Nur an den Namen der jungen Frau kann er sich gerade noch erinnern, der Rest bleibt dunkel - Malina ist tot. Ist Lenz am Ende ein Mörder? Das Team der „Task Force Hamm“ versucht alles, um dem Kollegen zu helfen.

„Psychotrop“ von Tom Peuckert
Mit: u. a. Felix Kramer, Margarita Breitkreiz, Wolfram Koch, Hermann Beyer und Christian Grashof.
Regie: Kai Grehn
Komposition: Tarwater
Produktion: rbb 2019
MDR KULTUR, Montag, 16. September, 22.00 Uhr

Christian Wonder, Kriminalkommissar beim LKA Berlin, arbeitet am liebsten nachts. Neben der Schlaflosigkeit leidet er an vielen Krankheiten: Migräne, Neurodermitis. Auch wenn ihn manche für einen Psycho halten, für seine Chefin ist er der beste Ermittler. Da ist dieser Fall in Berlin-Zehlendorf. Zwei Patienten sterben bei einer psychotherapeutischen Sitzung unter Einfluss von MDMA und LSD, weitere zehn zeigen deutliche Anzeichen einer Vergiftung. Der Arzt schwört, er habe wie immer dosiert. Und psychedelische Substanzen seien zwar illegal, aber internationale Forschungen belegten große Erfolge in der psychotherapeutischen Arbeit. Wie aber war es dann zu einer solchen Eskalation gekommen?

„Mörder und Gespenster“ von Franz Dobler
Regie: Ulrich Lampen
Komposition: Das Hobos
Produktion: BR 2019
MDR KULTUR, Montag, 21. Oktober, 22.00 Uhr

Schwieriger Neustart für Kommissarin Jaqueline Hosnicz: Nach einem katastrophal missglückten Einsatz ist sie vom Dienst suspendiert worden und soll jetzt mit dem ebenfalls als nicht teamfähig eingestuften Jakob Rosenberg alte, ungelöste Fälle bearbeiten. Dabei muss sich das Duo ein Kellerbüro teilen. Ihr erster gemeinsamer Auftrag ist der ungelöste Mordfall Albert Auerberg. Der Besitzer eines Antiquariats wurde nachts im Münchner Bahnhofsviertel niedergestochen. Keine Spuren, keine Angehörigen, nicht mal Spekulationen. Aber die neuen Ermittler haben Zeit und stoßen auf einen Freund des Ermordeten, dessen teils wirres Gestammel auf einen politischen Hintergrund der Tat hindeuten könnte.

Der neue Autor des BR:
Franz Dobler, Autor, Journalist, DJ. Deutscher Krimi Preis für die Kriminalromane Ein Bulle im Zug und Ein Schlag ins Gesicht, Veröffentlichung des dritten Teils der Reihe Ein Schuss ins Blaue im Herbst 2019. Bücher u. a. Tollwut (1999), The beast in me (2002); BR-Hörspiele u. a. Wer weiß mehr? (1990), Der Mann ohne Pass (1999).

„Das letzte Bier war schlecht“ von Ben Safier
Regie: Janine Lüttmann
Komposition: Andreas Koslik
Produktion: Radio Bremen 2019
MDR KULTUR, Montag, 18. November, 22.00 Uhr

Im Bremer Viertel geht es oft bis in die Morgenstunden feuchtfröhlich zu. Was dazu gehört: Alkohol, Musik, Exzesse, Liebe und Tanzen. Was leider auch dazugehört: Drogen, Streitereien, Schlägereien und Hausverbote. Was aber nicht dazu gehört: Ein toter Türsteher im Hinterhof der Kneipe an einem Sonntagvormittag. Neben diesem komplizierten Fall wartet auf die junge Kommissarin Yelda Üncan noch eine weitere Herausforderung: In Gestalt des Kollegen Jonathan Brooks – ein Brite Mitte dreißig, der zu einem Erfahrungsaustausch aus London nach Bremen gekommen ist, um bei der hiesigen Kripo zu hospitieren. Klingt komisch? Ist es auch.

Der neue Autor von Radio Bremen:
Ben Safier (24) ist Autor und Journalist. Als Ko-Autor schrieb er den Kinofilm „Berlin, Berlin“ (Start: voraussichtlich 2019). Neben dem jungen crossmedialen Programm „Bremen NEXT“ ist er als Autor für das Satire-Format von funk „WUMMS“ tätig. Wenn er nicht gerade Geschichten erzählt, ist er leidenschaftlicher Musiker und bespielt mit verschiedenen Bands die Bühnen des Landes.

„Der dunkle Kongress“ von Matthias Berger, Gion Mathias Cavelty und Lukas Holliger
Regie: Susanne Janson
Komposition: Ulrich Bassenge
Produktion: SRF 2019
MDR KULTUR, Montag, 16. Dezember, 22.00 Uhr

Der erste „ARD Radio Tatort“ aus der Schweiz geht in der Zeit zurück – und legt von dort aus Spuren, die bis weit in die Zukunft reichen. In der mit diesem Fall einsetzenden „Meiringer Trilogie“ steht nicht so sehr ein einzelnes Delikt im Mittelpunkt, sondern der ewige Kampf zwischen dem Verbrechen – und dessen Verhinderung. Meiringen im Berner Oberland ist schon 1891 ein umtriebiger Ort. In der schweizerischen Idylle herrscht bunter Kosmopolitismus – und selbst Sherlock Holmes wird für einen internationalen Hirnforscher-Kongress erwartet. H. P. Anliker, berühmter Kommissär der Zürcher Polizei, verschlägt es aus privaten Gründen in das Touri-Dorf. Seine Schwester Alva – Pionierin im Umgang mit dem eben erst erfundenen Phonographen – hat dort eine Präsentation. Doch als er Meiringen erreicht, ist Alva verschwunden, und eine Reihe von grausigen Morden erschüttert die Idylle.

Das neue Autorenteam des SRF:
Matthias Berger (*1961), Gion Mathias Cavelty (*1974) und Lukas Holliger (*1971) sind Schweizer Autoren, die für den „ARD Radio Tatort“ zum ersten Mal zusammenarbeiten. Alle drei schreiben für die Bühne; Matthias Berger ist zudem Autor lyrischer Texte, Cavelty und Holliger von Prosa. Gion Mathias Cavelty hat schon mehrfach Hörspiele für SRF geschrieben (u. a. die „Andouillette“-Trilogie), ebenso Lukas Holliger („Verfluchtes Licht“, „Verfluchte Hitze“ u. a.).

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2019, 15:35 Uhr