MDR | 24.11.2020 Neue Radiomusik für MDR KLASSIK: 30 Mikro-Kompositionen werden realisiert

Aus der Vielzahl von Einreichungen zum Kompositionsaufruf hat MDR KLASSIK 30 Ideen für Miniatur-Werke ausgewählt. Ausschlaggebend waren Originalität und Radiotauglichkeit. Die 140 Bewerbungen kamen von Musikschaffenden aus der Region Mitteldeutschland sowie darüber hinaus.

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„Die große Resonanz ist ein schönes Kompliment für unser Projekt – die vielen kreativen Einreichungen zeigen, wie lebendig und attraktiv diese einzigartige Musiklandschaft Mitteldeutschland ist! Es gab Zusendungen von Menschen, die hier geboren sind, wie auch von Musikschaffenden, deren Werdegang durch Studium und Arbeit in Mitteldeutschland geprägt ist. Unter den ausgewählten Ideen sind  inhaltliche Bezüge zu berühmten musikalischen Größen der Region, wie  Bach oder Händel, zu Orten oder Landschaften. Wir freuen uns sehr auf die neue Musik fürs Radio, die gemeinsam mit unseren MDR-Ensembles entsteht!“, so  Annette Josef, Leiterin des MDR- Kompetenzzentrums Klassik.

Bei den neuen Kreationen werden alle Besetzungen vertreten sein: vom großen Orchester über das Streichquartett, die Vokalmusik, die Jazzformation, das Klavier-Solo, die Bläser bis zu  Elektroakustik. Die außermusikalischen Inspirationsquellen reichen vom morgendlichen Weckritual, typischen Verkehrsgeräuschen über den Weimarer Zwiebelmarkt bis zu Caspar David Friedrichs Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Dabei sind die kompositorischen Ansätze so verschieden wie die Musikrichtungen ihrer Schöpferinnen und Schöpfer, die in der Klassik wie auch in den Bereichen Jazz, Rock oder Elektronik verortet sind.

Ausschlaggebend für die Auswahl der 30 Kompositionsaufträge war neben der Originalität der Ideen deren potenzielle Radiotauglichkeit. Nach der Beauftragung werden nun die konkreten Kompositionen für MDR KLASSIK erstellt. Die  Miniatur-Werke mit einer Länge zwischen 30 und 90 Sekunden werden 2021 von den Musikern und Musikerinnen der MDR-Ensembles eingespielt und im Radioprogramm von MDR KLASSIK gesendet.

Hier die Namen der Komponistinnen und Komponisten, deren Ideen dafür ausgewählt wurden, in alphabetischer Reihenfolge:

Niklas Bladt | Bläserquintett

Sven Daigger | Vokaloktett, Klavier

Manuel Durao | Klassisches Orchester

Frithjof Eydam | Orchester

Tobias Forster | 2 Klaviere

Janika Groß | Holzbläser, Hörner, Celesta, Harfe

Friedrich Günther | Streichquartett, Oboe, Klarinette

Florian Heinisch | Klavier

Christin Henkel | Klavier und Orchester

René Hirschfeld | Vokalquintett

Alexander Keuk | Orchester

Samuel Klemke | Orchester

Felix Klothe | Percussion, Klavier, Elektronik, Vokalformation

Marta Kowalsczuk | präpariertes Klavier

Peter Helmut Lang | Streichquartett

Adrian Laugsch | Elektronik, akustische Instrumente

Doris Claudia Mandel | Vokalquartett

Thomas Walter Maria | 3 Klarinetten, Querflöte

Johannes Moritz | Big Band

Bruno Giordano Nascimento | Orchester, künstliche Partialtöne

Eduardo Pinheiro | Vokalquintett, Klavier

Ilia Rachaniotis | Orchester

Jan Friedrich Ramb | Elektroakustik, Instrumentalisten

Stefan Schleupner | Elektroakustik

Annette Schlünz | Vokaloktett

Benjamin Schweitzer | Streichorchester

Thomas Stöß | Oboe, Klarinette, Fagott

Hang Su | Vokalquartett, Klavier, Streichorchester

Shir-Ran Yinon |  Orchester

Sylke Zimpel | Vokalformation

Im Rahmen der MDR-Themenwoche Kultur werden einige der beauftragten Komponistinnen und Komponisten von MDR KLASSIK im Netz und im Radio porträtiert. Der Kompositionsaufruf von MDR KLASSIK sowie die daraus folgenden Aufträge sind  Teil der Aktionen des MDR zur Unterstützung von Kulturschaffenden in Corona-Zeiten.

Vom 21. bis 27. November beleuchtet der MDR programmübergreifend die aktuelle Situation von Kulturschaffenden in Mitteldeutschland. Mit Hintergründen, Porträts und Gesprächen werden die vielfältigen Auswirkungen der Pandemie auf die betroffenen Bereichen der Kreativwirtschaft gezeigt, von Solokünstlerinnen bis zu Veranstaltungstechnikern. Prominenter Pate der MDR-Themenwoche Kultur ist Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel.