TATORT DRESDEN "DAS KALTE HAUS" Fragen an Karin Hanczewski als Karin Gorniak

Gorniak (Karin Hanczewski) denkt über den Fall Fischer nach
Gorniak (Karin Hanczewski) denkt über den Fall Fischer nach Bildrechte: MDR/MadeFor/Hardy Spitz

Ihren Geburtstag hat sich Karin Gorniak sicherlich anders vorgestellt. Statt zusammen mit Leo Winkler und ihren Freundinnen zu feiern, wird sie von ihrem Chef Peter Schnabel zum dringenden Nachteinsatz in eine mächtige Vorstadtvilla beordert. Hier müssen die beiden Ermittlerinnen eine Bluttat aufklären, bei der das Opfer verschwunden ist.   

Simon Fischer hat seine Frau bei der Polizei als vermisst gemeldet, doch Kommissarin Gorniak vermutet schnell, dass es sich hier um einen Fall von häuslicher Gewalt handeln könnte. Warum legt sie sich im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen so schnell fest?

Weil sie Erfahrungen mit häuslicher Gewalt hat. Und die Strukturen, die diese ermöglichen, kennt. Leider ist häusliche Gewalt immer noch sehr verbreitet. In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. Und jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierte Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner (vgl. www.lpb-bw.de). 

Der Film steigt ein mit dem Geburtstag von Karin Gorniak. Diesen will sie mit Leo und einigen Kollegen und Kolleginnen feiern. Welche Rolle spielt Leonie Winkler für Karin?

Beruflich sind Karin und Leonie ein Team. Sie müssen sich aufeinander verlassen können, sich vertrauen. Das tun die beiden auch. Über die Zeit wachsen sie auch privat immer mehr zusammen. 

Kurzinfo zu Karin Hanczewski

geb. 1981 in Berlin | beim „Tatort“ seit 2016 als Kriminaloberkommissarin Karin Gorniak in Dresden im Einsatz | Filme/Fernsehen: „Bulldog“ (2022), „Loving her“ (2021), „heuldoch – Therapie wie noch nie“ (2020), „jerks.“ (2017), „Lotte“ (2016), „Tatortreiniger“ (2013) u.v.a. | Auszeichnungen: Deutscher Schauspielpreis 2021, Ehrenpreis Inspiration für die Initiative #ACTOUT, Hessischer Film- und Kinopreis 2019 in der Kategorie Bester Spielfilm für „Bruder Schwester Herz“, Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein 2015 in der Kategorie Filmkunstpreis für „Im Sommer wohnt er unten“ u.v.a.

Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) machen eine entsetzliche Entdeckung beim Routinecheck im Haus der Fischers
Kathrin Fischer ist verschwunden. Ihr Mann Simon hat die Polizei verständigt und das Haus verlassen – er macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach seiner Frau. Die Dresdner Ermittlerinnen Karin Gorniak und Leonie Winkler und ihr Chef Schnabel leiten eine großangelegte Suche nach der Vermissten ein. Im Haus der Fischers finden sie eine Menge Blut, alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin. Bildrechte: MDR/MadeFor/Hardy Spitz