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MDR | 26.06.2019 MDR-Journalisten erhalten "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019"

Die beiden MDR-Journalisten Arndt Ginzel und Gerald Gerber erhalten für ihre Pegida-Berichterstattung den "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019".

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Die Auszeichnung wird durch die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig an Medienschaffende verliehen, die sich in besonders herausragender Art und Weise und häufig unter Gefahr für das eigene Wohlergehen um die Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung bemühen. 

Eine vielbeachtete Studie des von der Medienstiftung maßgeblich initiierten Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) listet allein für 2018 mindestens 20 Angriffe auf Medienschaffende in Deutschland auf. Auch die beiden MDR-Journalisten Arndt Ginzel und Gerald Gerber gerieten im Zuge einer Pegida-Demonstration in Dresden in eine langwierige Polizeikontrolle - ausgelöst von einem Demonstrationsteilnehmer, der offenbar Aufnahmen seines Gesichts verhindern wollte - die sie für geraume Zeit an der Berichterstattung hinderte. Dies führte zu umfangreichen Diskussionen über die Pressefreiheit und die Rolle der Polizei im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsaufgaben, Schutz der Demonstrationsfreiheit und Gewährleistung der ungehinderten Arbeit von Journalistinnen und Journalisten.

Für Wolf-Dieter Jacobi, MDR-Programmdirektor, "setzt die Auszeichnung von Arndt Ginzel und Gerald Gerber mit dem 'Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019' ein deutliches Zeichen für Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus als höchstes Gut einer freien Gesellschaft. Bei Ihren investigativen Recherchen und Beiträgen haben Sie viel Mut bewiesen und sich durch Anfeindungen nicht beeindrucken lassen. Gerade im Hinblick auf die Ereignisse vor 30 Jahren ist für den Mitteldeutschen Rundfunk der freie Zugang zu Informationen besonders kostbar und fundamental." 

In der Begründung der Jury heißt es: "Der Arbeit von Arndt Ginzel und Gerald Gerber ist es zu verdanken, dass die Diskussion über Fragen der Pressefreiheit, den Schutz von Journalisten und den Umgang mit gewaltbereiten Kritikern journalistischer Arbeit in Deutschland verstärkt geführt wird". Mit der Wahl der Preisträger 2019 aus Deutschland und Österreich setze die Jury ein deutliches Zeichen für die Pressefreiheit und ein freies, unbedrohtes und unbeschadetes Arbeiten von Journalistinnen und Journalisten, so Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung.

Eine weitere Auszeichnung erhielt der österreichische ORF-Journalist Armin Wolf.

Die Verleihung des "Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien" findet am 8. Oktober 2019 in Leipzig statt (Beginn 18 Uhr) - am Vorabend des 30. Jahrestages der nicht nur für Leipzig entscheidenden Demonstrationen gegen das DDR-Regime am 9. Oktober 1989.

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2019, 09:41 Uhr