Glückliche Preisträger beim Naturfilmfestival „Green Screen“: v.l. Ralf Fronz (Redakteur MDR), Jörg Magnus Pfeil (Komponist), Uwe Müller (Tierfilmer).  MDR für "BESTE MUSIK" im Film "Wilde Nächte - Wenn die Tiere erwachen" ausgezeichnet.
Glückliche Preisträger beim Naturfilmfestival „Green Screen“: v.l. Ralf Fronz (Redakteur MDR), Jörg Magnus Pfeil (Komponist), Uwe Müller (Tierfilmer). Bildrechte: MDR/Michael Eßig

Leipzig, 17.09.2019 Doppelter Erfolg für MDR-Naturfilme im Norden

Das Internationale Naturfilmfestival „Green Screen“ in Eckernförde endete für den Mitteldeutschen Rundfunk mit großer Freude: „Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen“ erhält den Preis für die beste Musik und läuft am 9. Dezember in der Primetime um 20.15 Uhr im Ersten. Der Nordische Filmpreis ging an „Das Oder-Delta – Grenzenlose Wildnis an der Ostsee“. Der unter MDR-Beteiligung entstandene Film wird am 17. November um 16.25 Uhr im MDR gezeigt.

Glückliche Preisträger beim Naturfilmfestival „Green Screen“: v.l. Ralf Fronz (Redakteur MDR), Jörg Magnus Pfeil (Komponist), Uwe Müller (Tierfilmer).  MDR für "BESTE MUSIK" im Film "Wilde Nächte - Wenn die Tiere erwachen" ausgezeichnet.
Glückliche Preisträger beim Naturfilmfestival „Green Screen“: v.l. Ralf Fronz (Redakteur MDR), Jörg Magnus Pfeil (Komponist), Uwe Müller (Tierfilmer). Bildrechte: MDR/Michael Eßig

„Natur entdecken, die oft verborgen vor unserer Haustür liegt, das ist offenbar ein Erfolgsrezept“, zeigt sich der verantwortliche MDR-Redakteur Ralf Fronz begeistert. „Und das ist sowohl dem Tierfilmer Uwe Müller mit seinem Blick in die Nacht als auch Christoph und Almut Hauschild in ihrer Erkundung des Oderhaffs mit viel Geduld und Liebe zum genauen Beobachten meisterhaft gelungen.“ Spannend montiert und mit gefühlvoller Musik verstärkt, entwickeln die Filme jeder für sich eine ganz besondere Atmosphäre.

Filmszene aus „Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen“
Filmszene aus „Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen“ Bildrechte: MDR/Michael Eßig

Im Film von Uwe Müller trippelt, krabbelt, schleicht und schlurft es. Die Musik haben Jörg Magnus Pfeil und Siggi Müller treffsicher komponiert, wie die Laudatio hervorhebt: „Ganz gleich, ob sich tierische Einbrecher zu Tatort-Musik an Dachrinnen entlang hangeln, hungrige Hausgäste die Küche verwüsten oder der blasse Mond zu melancholischer Musik über den Nachthimmel schwebt: Dieser Film trifft immer den richtigen Ton.“

Und darum geht es in „Wilde Nächte“:  Wenn wir schlafen gehen, kommen sie zum Vorschein: Die Nachtigall singt ihr Liebeslied, Glühwürmchen gehen leuchtend auf Brautschau, Steinmarder, Dachs und Waschbär kriechen aus ihren Verstecken. Viele Tiere sind nachtaktiv und leben ganz in unserer Nähe. Sie profitieren von den Menschen und bleiben dabei unsichtbar. Nur Spuren verraten Siebenschläfer, die unsere Vorräte anfressen, Marder, die an Autokabeln knabbern oder Füchse, die auf Hühnerhöfen ihr Unwesen treiben. Dafür brauchen sie kein künstliches Licht, dass unsere Nächte erhellt. Aber es bedroht ihr Leben …

Szene aus „Das Oderdelta – Grenzenlose Wildnis an der Ostsee“
Szene aus „Das Oderdelta – Grenzenlose Wildnis an der Ostsee“ Bildrechte: MDR/Michael Essig

Der Film „Das Oderdelta – Grenzenlose Wildnis an der Ostsee“ von Christoph und Almut Hauschild überzeugte die Jury durch seine Beobachtungen der Wölfe, Wisente und Seeadler in der Wunderwasserwelt des Oderhaffs zwischen Deutschland und Polen. Die Laudatio betont: „Es muss nicht immer exotisch sein. Dort wo es in der Natur wieder mehr Platz gibt, kann man spektakuläres Tierverhalten beobachten. Diese grenzenlose Wildnis liegt nur einen Steinwurf hinter den weißen Stränden der berühmten Ostseebäder Usedoms.“

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 17:46 Uhr