MDR | 17.04.2018 DVB-T2-HD-Ausbau in Thüringen schreitet weiter voran

Am 25. April startet das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD in weiteren Regionen Deutschlands. Konkret für Mitteldeutschland bedeutet das: In der Nacht vom 24. zum 25. April werden in Thüringen die Regionen Erfurt und Weimar auf das neue terrestrische Fernsehen umgestellt. Damit endet auch hier die Übertragung im bisherigen Standard DVB-T.

Logo für DVB-T2 HD
Bildrechte: DVB-T2 HD Deutschland

Ab 25. April können die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Regionen Erfurt und Weimar ihre Fernsehprogramme über das neue terrestrische Antennenfernsehen DVB-T2 HD empfangen. Der Umstieg auf DVB-T2 HD bringt eine deutlich bessere Bildqualität in Full-HD – ins Wohnzimmer, in die Gartenlaube, wo immer DVB-T2 HD genutzt wird. Außerdem stehen nun deutlich mehr Fernsehprogramme als bislang über den Antennenverbreitungsweg zur Verfügung. Für Erfurt und Weimar bedeutet das: Über DVB-T2 HD werden hier 17 frei empfangbare öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt sowie zusätzlich ca. 20 private Programme über die freenet TV Plattform.

Das MDR-Fernsehen wird zudem nach dem DVB-T2-HD-Umstieg im gesamten Sendegebiet in allen drei Regionalisierungen angeboten. Das war bislang bei DVB-T nicht der Fall. Damit werden ab 25. April auch in Erfurt und Weimar die Regionalsendungen MDR SACHSENSPIEGEL, MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE, MDR THÜRINGEN JOURNAL sowie jeden 1. und 4. Samstag die sorbischsprachigen Magazine „Wuhladko“ bzw. „Łužyca“ zu empfangen sein.

Was von der Umstellung betroffene Haushalte tun müssen

Betroffene Haushalte müssen spätestens zum 25. April handeln. Benötigt wird ein DVB-T2-HD-fähiges Endgerät, also ein Fernseher oder eine Set-Top-Box. Dabei eignen sich alle Geräte, die mit dem grünen DVB-T2-HD-Logo gekennzeichnet sind. Das Logo garantiert, dass beispielsweise Zusatzdienste wie der elektronische Programmguide, Videotext, Untertitel, Audiodeskription und die Umschaltung in die Regionalprogramme unterstützt werden. Eine Vielzahl an Endgeräten in allen Preis- und Ausstattungsklassen ist bereits am Markt verfügbar.

Auswirkungen auf Jena und Gera

Durch die Umstellung auf DVB-T2 HD in Erfurt und Weimar sind zudem zeitgleich an den Standorten Gera und Jena Frequenzwechsel erforderlich. Um weiterhin ihre Programme empfangen zu können, müssen die DVB-T-Zuschauer in Gera ebenso wie die DVB-T2-HD-Zuschauer in Jena – wo bereits vor einem Jahr auf das neue terrestrische Fernsehen umgestellt worden ist – einen Sendersuchlauf starten.

DVB-T-Standorte Sonneberg und Saalfeld werden zum 25. April abgeschaltet

Das Antennenfernsehen wird vor allem in Ballungsgebieten stark akzeptiert und bietet dort durch die Beteiligung privater Anbieter auch mehr Programme an. In dünner besiedelten Gebieten fällt die Nutzung der terrestrischen Empfangsmöglichkeit eher gering aus.

Da die Standorte Sonneberg/Bleßberg sowie Saalfeld/Kulm auch von der freenetTV-Plattform und vom ZDF nicht realisiert werden, würde eine DVB-T2-Umstellung allein durch den MDR das verfügbare Programmangebot stark einschränken und die beiden Standorte zusätzlich verteuern.

Höherer Versorgungsgrad als bei DVB-T

Trotz Standortreduzierung wird nach der DVB-T2-HD-Umstellung ein höherer Versorgungsgrad als bei DVB-T erreicht. „Im Inneren von Gebäuden werden nach der vollständigen Umstellung in Thüringen 42,9 Prozent der Haushalte DVB-T2 HD empfangen können. Das sind ca. 112.000 Haushalte mehr als vor der Umstellung. Außerhalb von Gebäuden werden in Thüringen 73,8 Prozent der Einwohner mit DVB-T2 HD versorgt sein. Das entspricht – im Vergleich zur DVB-T-Versorgung – einem Plus von 40.000 Haushalten“, so Niels Schulze, Abteilungsleiter Programmverbreitung im MDR.

In den Regionen Sonneberg und Saalfeld kann die DVB-T2-HD-Versorgung in den betreffenden Regionen in vielen Fällen durch Überstrahlung von benachbarten Thüringer oder auch bayerischen Senderstandorten sichergestellt werden. Hier ist unter Umständen ein erhöhter Antennenaufwand notwendig.

 DVB-T2-HD-Umstieg in Mitteldeutschland am 5. Dezember abgeschlossen

Der Ausbau von DVB-T zu DVB-T2 HD in Mitteldeutschland endet mit der Umstellung des Senderstandortes Inselsberg für die Region Westthüringen am 5. Dezember dieses Jahres. Vorab – am 26. September – wird in Thüringen noch der DVB-T-Standort Gera auf DVB-T2 HD umgestellt.

Bis zum Umstellungstermin wird die DVB-T-Ausstrahlung in den jeweiligen Regionen aufrechterhalten. Am Umstellungstag endet diese dann.

Hier gibt es weitere Informationen

Der MDR bündelt alle Informationen zu DVB-T2 HD auf seiner Digitalplattform unter mdr.de/digital.

Zuletzt aktualisiert: 24. April 2018, 15:18 Uhr