MDR | 23.05.2019 MDR-Dokumentation „Die Versteigerer“ bekommt Alternativen Medienpreis

In der Kategorie Geschichte wird die MDR-Produktion „Die Versteigerer – Profiteure des Holocaust“ mit dem Alternativen Medienpreis gewürdigt. Die Preisverleihung findet am morgigen Freitag, 24. Mai 2019, in Nürnberg statt.

Der Film von Jan N. Lorenzen und Michael Schönherr dokumentiert eindrucksvoll die Systematik hinter dem Verkauf jüdischen Eigentums an die deutsche Bevölkerung im Nationalsozialismus. Alltagsgegenstände von Juden wurden meist unmittelbar nach deren Deportationen öffentlich versteigert. Die Käufer kamen in Scharen, nur wenige Deutsche entschieden sich bewusst gegen den Kauf sogenannter „Judenmöbel“. Die Autoren haben unveröffentlichtes Filmmaterial gefunden und mit Zeitzeugen gesprochen, die in ihren Kellern Möbel oder andere Gegenstände aus ehemals jüdischem Besitz aufbewahren.

„Die Versteigerer – Profiteure des Holocaust“ war am 29. Oktober 2018 bei „Das Erste“ in der Sendereihe „Geschichte im Ersten“ und am 13. November 2018 im MDR-Fernsehen zu sehen. Der Film ist eine Produktion der Hoferichter & Jacobs GmbH.

Der Alternative Medienpreis wird in diesem Jahr bereits zum 20. Mal vergeben. Ausgezeichnet werden Medienschaffende, die aus ungewohnter Perspektive kritisch und kreativ berichten. Der Preis wird in den Sparten Macht, Geschichte, Vernetzung, Leben, Zukunft und Medienkritik verliehen. Veranstalter des Wettbewerbs sind die Nürnberger Medienakademie und die Stiftung Journalistenakademie. Das Kulturreferat der Stadt Nürnberg, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju), der Verein Kommunikation und Neue Medien und weitere Partner aus Kultur, Medien und Politik (u.a. die HTWK Leipzig) unterstützen den Wettbewerb. Weitere Informationen unter www.alternativer-medienpreis.de

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2019, 15:49 Uhr